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Und das Blog-Twitterstöckchen geht weiter an….


… wo kam es her? Von diesem Ralph dort über unsere KristineHonig da. Jetzt hier.

Vorstellung – Stell Dich vor

1.) Wer bistBildschirmfoto 2013-04-25 um 11.36.37 Du auf Twitter? Seit wann bist Du auf Twitter? Nutzt Du Twitter vorwiegend privat und/ oder beruflich?

Ich bin auf Twitter die @mons7, und manchmal sogar im realen Leben. Denn so ein Avatar ist man ja irgendwie auch selber. Seit wann? Au weija. Da muss ich doch gleich mal eines der genialen Analysetools zu Rate ziehen. Was sagt denn z.B. Foller.me. Follower.me behauptet, ich sei erstmals – zumindest via Account mons7 am 30. Juni 2009 auf Twitter aufgetaucht. Na. Auf dass ich diesmal mal meinen Twitter-Geburtstag nicht verpasse. ;) Wo wir schon beim Stichwort wären, ich nutze nämlich Twitter sowohl zum Feiern, als auch für Inhalt und was ich professionell so mache, also #privatberuflich.

Einblicke

2.) Zu welchen Themen veröffentlichst Du Deine Tweets?

Und was sind so meine #privatberuflich en Themen so? Das Oberthema ist das Lernen aus Leidenschaft, thematische Ballungen denke ich gerade zu entdecken beim Thema MOOCs, online lernen, Medienproduktion. Aber ob mein subjektiver Eindruck mit meinem objektiven inhaltlichen Twittern sich auch wirklich deckt, lässt sich doch bestimmt auch durch ein nettes Twitter-Tool herausfinden. Jemand gerade eins in petto? Da geisterte doch erst kürzlich entsprechendes durch Twitter? ;)

3.) Wie viel Zeit pro Woche nimmst Du Dir für Twitter?

Zeit nehmen ist vielleicht ein unpassendes Konzept, um mein Twitterverhalten abzubilden. Ich würde es eher nennen… ich lebe Twitter. Das heisst, sofern ich im Internet am Laptop sitze, ist ein Tab für Twitter reserviert. Unterwegs habe ich mein Twitter in Form meines Smartphones in der Hosentasche mit dabei.

4.) Auf welchen weiteren Social Media-Kanälen bist Du aktiv?

Ein bisschen auf’m Blog, der Lernspielwiese hier. Schon seltener auf Facebook, gelegentlich auf G+. Und noch gelegentlicher auf dem ganzen Rest.

5.) Welche Position nimmt Twitter für Deine Kommunikation in all Deinen Social Media-Kanälen ein?

Twitter ist mein buchstäblicher HUB. Alles läuft da drüber. Über Twitter krieg ich mich Interessierendes rein, über Twitter gebe ich mich Interessierendes an meine Twitter-Welt weiter. Fast fällt mir der Begriff des Durchlauferhitzers ein. Was via Twitter verteilt wird.. ist hot. ;)

6.) Organisierst Du Tweetups bzw. nimmst Du daran teil?

Ich war bisher – Asche auf mein Haupt – bisher lediglich auf einem einzigen Tweetup, der jede Minute wert war. Geballte Kultur, geballte Vernetzung, lecker Essen. Wenn ich so drüber nachdenke, habe ich direkt mal Lust auf einmal wieder.

7.) Wofür verwendest Du Twitter vorwiegend?

Ich verwende Twitter …

  • um in Kontakt mit meiner Community zu sein.
  • um Neues in meinem Interessenfeld gleich als eine der ersten mitzubekommen.
  • um von querschlagenden Gedanken zu profitieren.
  • um Veröffentlichungen, Offline-Termine, überhaupt konstanten inhaltlichen Input zu erhalten.
  • um Spass zu haben.
  • um über Schreibblockaden, Unwissenheit und andere Hürden rüberzukommen (Stichwort: #followerpower).
  • [to be continued]

8.) Welche Gesamtnote von 1 – 6 würdest Du Twitter geben und wieso?

1-. Die 1, weil Twitter einfach meine 1. Wahl in diesem Internetz ist. Die Minus und ohne Stern, weil sich Twitter anscheinend gerade abschotten mag, ich will’s aber wieder hin auf offen gepolt sehen.

9.) Welche Tools nutzt Du mit welcher Hardware für Deine Aktivitäten auf Twitter?

Meistens nutze ich Twitter tatsächlich “ganz normal” via Laptop, Browser und dann die ganz normale Webseite. Unterwegs via Smartphone, dann aber über die (wieder “ganz normale”) Twitter-App.

An sie reiche ich dieses Blog-Twitterstöckchen weiter

An @redaktion42. An @KhPape. An @jowede. Weil die alle drei anders twittern als ich. Aber alle drei faszinierend für mich.

Nehmt ihr das Stöckchen auf/an?

Eure m

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Team-Twittern in Aktion


Twittering Times Bildquelle. Twittern ist ja per se kein einsames Geschäft. Denn es ergibt ja (zumindest i.d.R.) lediglich dadurch Sinn, dass man nicht nur Tweets absetzt, sondern auch die Tweets anderer liest. Dann und wann auf diese – in welcher Form auch immer – reagiert. Twittern kann man aber auch im oder als Team. Was es in seiner Art besonders macht.

Serielles Team-Twittern

Serielles Team-Twittern ist, wenn man die Tätigkeit des Führens eines Accounts weitergibt. So wie beim Twitter-Account @weareffm. Hier gibt ein twitternder Frankfurter “den Staffestab” nach einer Woche des Frankfurt-Twitterns an die nächste Frankfurt-Twittererin weiter.

Man nennt das auch “Rotation Curation”. Was das ist? Das beschreibt @khpape in hervorragender Weise hier.

“Im Dezember 2011 begann das schwedische Tourismusbüro, dieses Twitter-Informationsprinzip ganz anders zu nutzen. Nicht viele gleichzeitig, sondern viele nacheinander sollten ein Bild von Schweden zeichnen: Jede Woche bekommt ein Anderer den Twitter Account @sweden zur Verfügung gestellt. Das hat den Vorteil, ich brauche nur noch einem Account zu folgen, und bekomme im Laufe der Zeit trotzdem ein Bild mit verschiedenen Perspektiven von Schweden.

Jeder, der den Account hat, ist völlig frei, all das zu schreiben, was er oder sie für richtig hält – natürlich im Rahmen der gesetzlichen Regeln. Pünktlich am Ende der Woche übernimmt der nächste, usw. Schweden hat damit über 65.000 Follower gewonnen. Die Idee hat bis heute weltweit schon 70 Nachahmer gefunden, davon 8 in Deutschland. Fast alle übernehmen die Aufgabe eine Region oder einen Ort darzustellen. Interessant ist, dass bis auf Schweden alle anderen Accounts von Privat-Personen eingerichtet wurden und gepflegt werden. Die ebenfalls private Webseite http://rotationcuration.com/ gibt weitere Infos zu der wachsenden Bewegung.”

Der gemeinsame Nenner und die persönliche Note

Gemeinsamer Nenner ist also immer eine Örtlichkeit, vorstellbar sind aber auch gemeinsames Thema, gemeinsames Ziel etc. Was den jeweiligen Account dann so besonders macht, ist, dass sich die persönliche Note des Twitterns von Sequenz zu Sequenz (das muss ja nicht immer eine Woche sein) ändert, ebenso die Perspektive auf das “Gleiche”. Dadurch entsteht ein umfassenderes Mosaik verglichen zu sonst üblichen Einzelaccounts. Netter Nebeneffekt: Man lernt den einen oder die andere Twittererin über serielles Team-Twittern kennen, auf die man auf den üblichen Wegen noch nicht gestoßen ist.

Gestaltung der Übergabe

Trotzdem scheint es nötig zu sein, einen “Kümmerer” des Projektes zu haben, der den/die Neuen einweist, für Fragen zur Verfügung steht, einfach den Hut aufhat und das Heft in der Hand. Verantwortung für das Gesamtprojekt übernimmt. Im Falle von @weareffm seines Zeichens der @alexschnapper, große Respektbekundung und ein Danke dafür.

Synchrones Team-Twittern

Beim synchronen Team-Twittern, wie z.B. dem Account @howtomooc wird ein Account von einem Team zur gleichen Zeit befüllt. Das heisst, eigentlich weiss man nicht genau, von wem genau ein Tweet jetzt kommt. Das ist natürlich total intransparent. Und Transparenz ist (eigentlich) ein hohes Gut, zumindest in der Netzwelt. ;)

^ für Transparenz

Da man den Followern also gerne transparent machen möchte, wer jetzt genau vom Team gerade twittert, setzt man hinter den Tweet in der Regel ein ^ und ein Namenskürzel dahinter. Kürzel deshalb, damit nicht zu viele Zeichen verloren gehen. Denn immerhin sind manchmal 140 schon ganz schön knapp. Ich z.B. twitterere als ^mo, wie Monika.

Da über das Team-Twittern nicht alle Tweets z.B. des @howtomooc auf “meine Rechnung” gehen … muss ich mich natürlich auf dem Laufenden halten, was auf dem Account so läuft. Immerhin soll dieser nach Außen hin immer noch in seiner Art als konsistent erscheinen/wirken. Die “Stimme” @howtomooc sich möglichst nicht selbst widersprechen. Dies kann ich sichern durch z.B.

Nachlesen oder followen

Nachlesen heisst, bevor man sich hinreißen lässt, etwas mit dem Team-Account zu posten, zu retweeten oder zu kommentieren, erst einmal schauen, was die letzten abgesetzten Tweets denn so waren, und zwar soweit zurück, bis man wieder auf bekannte oder eigene stößt. Einfacher (will heißen schneller) geht’s natürlich, wenn man mit seinem Haupt-Account dem mit-kuratierten ohnehin folgt. Dann muss man nicht groß zurückscrollen, die Tweets sind dann ohnehin in der eigene Timeline aufgelaufen, es dürfte sich also um mehr oder weniger Bekanntes handeln.

Also alles gut. Nachgelesen und abonniert. War’s das dann jetzt?

Meta-Diskussion

Im Team synchron zu twittern funktioniert analog zu sonstigem Zusammenarbeiten im Team. Und das erfordert eben dann und wann mal eine Absprache, Sichtung der bereits abgesetzten Posts… und gegenseitiges (mündliches) Kommentieren, aus welchem Beweggrund diese dann und genau so abgesetzt wurden, wie das in die Gesamtstrategie passt (haben wir eine und wie sieht die aus?) und wie “erfolgreich” im Sinne von dadurch bekommen Antworten, Retweets etc. die jeweils abgesetzten Posts so waren.
Klar. Übertreiben muss man das ganze mit dem Abstimmen nicht. Aber ab und zu mal praktizieren ist gut für die gemeinsame Strategieentwicklung… und fürs Teambuilding.

Na? Lust gemacht? Auch mal ausprobieren?

Falls ihr leider keine Frankfurter seid, könnt ihr es ja mal mit @I_amGermany probieren. Weitere laufende Aktionen sind auch hier zu finden. Nichts dabei? Dann hilft immer noch selber ein Gemeinschafts-Twitter-Projekt starten.

Viel Spass dabei wünscht
Eure m

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Ich bin Viele. Zumindest eine Woche lang. #mmc13 #weareffm


Bildquelle.

Außer einer kleinen Eskapade als die_bueroputze seinerzeit war ich immer nur die @mons7. Die Ereignisse haben sich jedoch dieses Wochenende überschlagen.

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Die Ereignisse überschlagen sich

Erst ging ganz frisch unser #MMC13 Blog an den Start, gleichzeitig mit dem zugehörigen Twitteraccount.

Dort heisst es und dort

entsteht ein Open Course über Open Courses – für alle, die sich mit dem Gedanken tragen, selbst diese offene Lehr-Lernform einzusetzen/anzubieten. Wir planen zurzeit das Kursdesign und suche Partner/innen für dieses Projekt = über Anregungen und Vorschläge zur Beteiligung freuen wir uns! Wir, das sind Dörte Giebel, Monika E. König und Heinz Wittenbrink. Geplanter Start des MOOC ist Mitte Januar 2013, als Kursdauer sind vier Wochen angedacht…

Als ob dies nicht Aufregung genug wäre.

Und dann wird mir noch – ganz spontan – die kommende (also derzeitige9 Woche als Kuratorin des @WeareFfm angetragen. Todesmutig wie ich bin… steige ich drauf ein. Dazugehörig ebenso ein Blog.

Ich bin also diese Woche Viele, oder genauer gesagt 3 an der Zahl.
Das fühlt sich neu an.

Meine Timeline ist nicht meine Timeline ist meine Timeline

Meine Timeline war ja bisher eine Timeline. Und seine Timeline kennt man ja mit der Zeit. Man kontextualisiert hereinkommende Tweets in nanosekundenschnelle, liest Untertöne, Launen, Sarkasmus heraus, die für einen Nichtfollower nicht nachvollziehbar wären. Der beobachtete Stream ist einem vertraut.
Die eigene Timeline sind nun aber (auch) noch zwei andere Timelines. Und die fühlen sich zunächst… ziemlich fremd an. Langsam wärmt man sich dann mit dem neuen Blick an,… und schon ist es soweit. Es kommt wie es kommen muss. Es ist einfach unvermeidlich. Der Eintritt der Online-Identitätsverwirrung. Ich poste den richtigen Tweet in die falsche Timeline.
Irgendwie merke ich es. Die rettende Idee. Ich retweete die den Tweet “falscher” Identität mit der “richtigen”. Gleichsam mich selbst in anderer Manifestation.

Trotzdem. Es muss gesichert werden, dass mir das nicht nochmal passiert. Nur wie?

Die nächste Stufe der SoMeSelbstorganisation

Da ich (in diesem Falle mal wieder zum Glück) ein Spielkind bin, hatte ich ja diverse Tools (wie Hootsuite und TweetDeck und drei weitere, deren Namen bereits wieder vergessen habe) schon durchprobiert, mit denen man mehrere Accounts verwalten kann. Mangels Zweit- und Dritt-Accounts bin von diesen jedoch wieder abgekommen, hatte beständig die ganz normale Twitter-App in Gebrauch, sitze ich am Laptop oder PC – ich traue es mich ja kaum zu verlautbaren – logge ich mich ganz normal via www.twitter.com ein. Und ja, ich finde, dass das durchaus Vorteile hat, da man z.B. und u.a. die netten Hintergrundbilder der einzelnen Twitterer anschauen kann, was einem bei der Benutzung von Clients ja meistens abgeht.

Ja wo postet sie denn

Ich entscheide mich als spontan und ohne groß nachzudenken für das von allen meinen Spielereien am längsten bentzte (“was der Bauer kennt”) TweetDeck, lade mir die App (wieder) auf mein Smartphone runter, setze mich aufrecht hin, mache ein paar Fingerübungen…. und stehe vor dem nächsten Problem. Jetzt weiss sie, also ihre jeweilige Manifestation, wo sie posten will. Aber sie weiss nicht was. Hat sie doch früher gerade mal 5 Tweets pro Tag abgesetzt (also die mons7-Manifestation) und bräuchte jetzt im Idealfall 15 Ideen.

Von 5 auf 15 – in 5 Minuten

Ich sinniere ein bisschen vor mich hin. Also ich als realo ich. Woher kommt denn eigentlich meine Inspiration für meine Tweets? Sie kommt aus mir heraus/ die 140 Zeichen kommen aus mir heraus. Sie sind mir ein inneres Bedürfnis. Weil ich gerade etwas Interessantes lese, in diesem Internetz. Weil ich mich gerade etwas wundert, in diesem Internetz. Oder auch gelegentlich, weil mich etwas aufbringt, in diesem Internetz. Das passiert so durchschnittlich eben 5 Mal am Tag. Und dann sind sozusagen die Anlässe all/verbraucht.

Nach einigem Hin- und Herwägen, schnacken mit Vieltwitterern und prokrastinierendem Surfen kommt mir die rettende Idee. Von der Leserin aus denken! Was interessiert Dich, die Du den Account  @howtomooc abonnierst? Logisch. Alles rund um die und den MOOC(s). Und was interessiert Dich, die Du den Account @WeAreFfm abonnierst? Na klar! Meine Perspektive auf Frankfurt! :)

Den Blick dieser Art geschärft, gehe ich ganz anders durch und sehe ich ganz anders auf Frankfurt. Mir fällt dieses “Kunstwerk” (eine Bome?) vor der FH auf, der verrostete ewige Student vor der Mensa. Mir fällt auf, dass auf den Pappbechern in der Mensa das Wort “Aphrodisiakum” steht. Ich nehme alles in mich auf, fotografiere, kommentiere, poste. Wie, nur 5 Tweets? Ich habe von heute Morgen 25 in petto! Fange nach und nach an, (m)eine Art von Lokalpatriotismus zu entwickeln. Und mein Frankfurt noch ein bisschen lieber zu mögen.

Die Werbeeinlage

Aber nicht nur ich mag und bin (auch) Frankfurt. Die eine oder andere Leserin hier doch auch, oder? Deshalb… gleich mal hier bewerben und selber ausprobieren. Folgen tue ich Dir ja dann schon. Und retweeten tue ich Dich dann auch! :)

Es grüßt euch die eine und einzige m aus Frankfurt.

Ein Kommentar

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Eine kurze Anleitung zum Twittern, die so ziemlich alles erklärt


Bildquelle.

Laut @heinz ist es _nur_ dreierlei, das uns  netzfähig macht, nämlich

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  1. Info literacies oder data literacies als die Fähigkeiten, mit Informationen oder Daten im Web umzugehen;
  2. Content literacies oder die Kompetenzen, die nötig sind, um Inhalte für das Web zu erzeugen (in einer Organisation ist das die Fähigkeit, eine Content-Strategie zu formulieren und zu verwirklichen);
  3. Network literaciesoder die Fähigkeiten, sein Netzwerk zu organisieren, in ihm zu kooperieren und seine eigene Identität oder Reputation zu gestalten.

    Quelle.

Wenn dem so ist, dann besteht die Kunst des Twitterns in ebenso 3erlei: Zum einen die Tweets der andern zu nehmen, zum zweiten eigenen Inhalt zu generieren und drittens mit den anderen auf Twitter umzugehen.

So einfach wie kompliziert. Aber versuchen wir es. Zumindest versuche ich es auf Twitter zu beziehen, zu konkretisieren, herunterzubrechen.

1. Twitter rezipieren können (lesen)

Stufe 1.1 (Von Twitter gehört haben.)

Schon von Twitter gehört? Na dann… das ist ja schon einmal was! WAS man so hört, ist immer das Gleiche. Da reden welche in kurzen (ganz kurzen) Sätzen darüber, was sie so machen (“Ich bin jetzt mal…”), fotografieren was sie so essen und schreiben sonstiges dummes Zeug, das die Welt nicht interessiert. Und ja, das machen wir auch. Aber nicht nur. Wer sich vom in der nicht twitternden Öffentlichkeit gemalten Bild anlocken bzw. nicht abschrecken lässt, meldet sich mal versuchsweise an und erklimmt wenn’s gut geht

Stufe 1.2 (Erste Twitterer abonniert haben.)

Mit der puren Anmeldung ist es nämlich mitnichten getan. (Obwohl dies auch schon einen Leistung ist, man bedenke nur die Schwierigkeit der Namensgebung.) Die nächste Hürde ist jene, Twitterer zu abonnieren. Und auch hier wieder verschiedenste beobachtbare Vorgehensweise. Die einen abonnieren mal alles, was ihnen so vorgeschlagen wird, die anderen erst einmal nur Accounts, von denen sie die realen Menschen dahinter kennen. Andere folgen mal gleich einer ganzen Liste, für deren Thema sie sich interessieren. Wie auch immer man zu seiner Timeline kommt (und ob die einem dann auch gleich so gefällt sei einmal dahingestellt), gut gemacht! Aber es kann noch besser kommen. Mit der

Stufe 1.3 (Erstmals entfolgen.)

Ja. Trennen tut weh. Aber sich von Accounts zu trennen, die einem doch nicht so liegen ist unabdingbare (ja, das glaube ich WIRKLICH) Voraussetzung, um mit Spass beim Twittern zu bleiben bzw. überhaupt erst Spass daran zu entwickeln. Denn die Inhalte, die durch unsere Timeline spülen und die Tonalität, mit der uns diese um Aufmerksamkeit werben, müssen uns berühren, anfixen, zum Lachen bringen, uns überhaupt weiterbringen. Die Auswahl der Twitterer, die uns diese schenken, geschieht nicht über Nacht. Sondern sind diejenigen, die wir uns in einem nie endenden Prozess aus der Masse der zur Verfügung stehenden Accounts herausgefiltert haben. Gerne die und dort zu lesen heisst aber noch (lange) nicht, ebenso gerne zu schreiben.

2. Auf Twitter posten können (schreiben)

Wie fängt man an, auf Twitter zu schreiben? Ganz einfach. Mit

Stufe 2.1 (Der allererster Tweet.)

Und der handelte bei mir, wer hätt’s gedacht – ums Lernen. Und zwar mein eigenes. (Erster Tweet ausfindig gemacht über Tweet#1; Screenshot.)

Und den klimperte ich mal gar nicht locker flockig in die Tasten! Und das aus mehreren Gründen. Ich war noch immer relativ ungeübt, spontane Äußerungen ins Internet einzuspeisen, ungeübt, mich auf 140 Zeichen zu beschränken und nicht zuletzt ungeübt in der Denke, dass nicht ich den Empfänger fände, sondern vielmehr der Empfänger mich. Oder besser gesagt meinen Tweet. Nun ja, mittlerweile hatte ich ja fast 10.000 Zeit zum üben… und will euch sagen, es klappt immer besser, mit dem mich kurz halten. ;)

Stufe 2.2. (Den eigenen Stil finden.)

Irgendwann spielt sich dann ein Twittern ein, das einem entspricht. Man könnte es gar nicht so spontan beschreiben, schaut man jedoch – das man selten genug tut – seine verflossenen Tweets einmal nach diesem Kriterium durch, so erhält man eine Ahnung wie man zumindest gerne twitterte. Ich: Von 10 Tweets 7 mit aufschlussreichen Bildungslinks, sprachlich nett verpackt, 2 Kommentare zu aktuellem Bildungs-Netz-Geschehen und 1 Guten Abend oder Guten Morgen, von all diesen einen mit angehängtem Schnappschuss.

Soweit die Theorie.

Stufe 2.3 (Dem eigenen Stil untreu werden.)

Praktisch gibt es aber dann immer mal wieder Phasen, seiner Twitter-Schreibe untreu zu werden. Ich z.B. wenn ich von Konferenzen twittere oder mich in spontan entstehende Gespräch auf Twitter hineinziehen lasse. (Die #SoMM #Clique, @designeon oder auch @AChristofori sind da die üblichen Anstifter. ;) )

Sehen wir es mal nicht als gelegentliche Ausrutscher, sondern reif sein für

3. Mit und in Twitter netzwerken, Teil des Twitter-Netzwerkes werden und sein (teilen)

Stufe 3.1 (Rezipieren und produzieren leichthändig praktizieren.)

Und das geht nur, wenn einem das “Konsumieren” von Tweets und das Produzieren eigener keinerlei Kummer und Mühen mehr bereitet. Wenn es einem im Gegensatz dazu so in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass es einem fehlt, so man für längere Zeit ohne Internet.

Stufe 3.2 (Retweeten und faven was das Zeug hält.)

Dann gerät nämlich das Wie und Was des Twitterns in den Hintergrund, die Menschen, die Beziehungen, die Beziehungen der Menschen zum Getwitterten (wieder) in den Focus. Nachrichten und insbesondere Nachrichten von Menschen, die einem wichtig sind, verbreitet man weiter über Retweets, Schätze, die man sich merken möchte oder für die man die Schreiberin belohnen möchte versieht man mit Sternchen. Aber zu diesen sozialen Tätigkeiten habe ich mich an anderer Stelle bereits ausführlich ausgelassen. Wen’s interessiert, der klicke auf die entsprechenden Links.

Stufe 3.3 (auch mal @-replies schreiben.)

Noch persönlicher wird es mit der @reply. M.E. die Krönung eines Twitterdaseins, da hier die Begrifflichkeiten von privat, öffentlichkeit, persönlich & noch viel mehr nicht mehr greifen. Es vielmehr etwas entsteht, was – zumindest ich – vor meinem Eintritt ins Twitterverse in dieser Form nicht kannte.

Du kennst und kannst das alles schon? Dann bleibt Dir nur noch übrig, auf Stufe 4 zu klettern… diejenige derjenigen, die meinen schon alles zu wissen und zu können, die sog. Twitter-Arroganz. Willkommen im Club. ;)

Eure @mons7


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Von der Einmaligkeit jeglicher Twitter-Erfolgsstory


Bildquelle.

Was ist schon Erfolg? Den Porsche in der Garage stehen zu haben? Den Porsche zu fahren? Wie auch immer geartete Momente – wie z.B. im Porsche fahren – mit jemandem teilen zu können? Oder doch lieber von ausgeglichenem und zuvorkommendem Wesen zu sein? Oder alles zusammen? Alles Porsche fahren UND ausgeglichen sein? Oder doch lieber weil?
Und das alles auch noch zur gleichen Zeit … oder hat jegliche Erfolgsart ihre Zeit?

Erfolg zu bestimmen, zu benennen, zu beziffern ist schon individuell zu einem gegebenen Zeitpunkt bezogen auf ein Leben schwerlich zu definieren. Und genau so schwer ist es diesen zu bestimmen für einen (eigenen oder fremden) Twitter-Account.

Deshalb meine These:

Jede Twitter-Erfolgsstory ist in ihrer Art einmalig.

Jedoch gibt es in der Tat benennbare Kriterien, an denen man Erfolg – in unterschiedlicher Auswahl und Gewichtung – individuell festmachen kann. Einige dieser – in der Hoffnung auf Ergänzung via Kommentare – im Folgenden benannt und erläutert.

Erfolgskriterium: Interaktion

Ich kann mich noch genau erinnern. Ich war einige Wochen bei Twitter. Klickte da und dort, einfach um die (damals noch recht einfach gehaltenen) Funktionalitäten zu erforschen. Klicken. Schauen was passiert. Immer wenn ich auf diesen @mons7-Button klickte passierte – – – – – – nichts. Und das diese Woche. Morgen. Die nächste Woche. Ich hatte jedoch den Eindruck, es sollte etwas passieren. Man sollte, wenn man darauf klickte, keine leere Timeline erhalten. Drei Monate später. Wieder mal auf Twitter. Ich klicke erneut – warum auch immer – auf den @mons7-Button. Und dann geschah es.

Jemand hatte mir geantwortet. Der Tweet enthielt ein @mons7. Er war natürlich schon wieder ein paar Tage (oder Wochen?) alt. Aber ich verstand das Prinzip dahinter. Irgend jemand hatte auf einen meiner Tweets reagiert. Mir geantwortet… und dieses Reagieren konnte man abrufen über den Button @mons7, weil ein @-reply.
Eines meiner Schlüsselerlebnisse auf Twitter. Vor diesem Moment dachte ich, ich hätte Twitter an sich und alles was damit zusammenhängt verstanden. Das Prinzip Twitter durchdrungen. Vollständig. Immerhin gab es ja nicht viel Auswahl, was man anklicken bzw. viele Stellen, an denen man etwas einfügen konnte.
Nach dem Klick auf das @mons7 damals und der Erscheinung daraufhin war ich mir jedoch zutiefst sicher, … es gibt noch Welten zu erforschen. Auf Twitter.

Wiederum drei Monate später.

Ich komme nach und nach in einen Zwickmühle. Auf der einen Seite freue ich mich über Interaktion (und dazu zähle ich sowohl @-replies, erhaltene Favs, Retweets), auf der anderen Seite mag ich es gar nicht, so ich (und oder oder mit) andere(n) Twitter als Chat-Tool mißbrauche. Vielmehr strebe ich insgeheim an, dass jeder meiner Tweets aus sich selbst heraus, ohne groß nachzurecherchieren, verstanden werden kann.

Ergo: Interaktion kann sich wie Erfolg anfühlen, weil man sich wahrgenommen fühlt und INDIVIDUALISIERTE Hinweise bekommt.

Erfolgskriterium: Anzahl der Follower

Auch wieder eine mir ureigene Geschichte. Ja. Ich bekenne, mir ist (war) die Anzahl meiner Follower (aus Reputationsgründen?) wichtig. Aber nur bis zur ca. 300. Danach wird die “persönliche Erfolgs-Quote” (zumindest m.E. nach) immer schlechter. Da gibt es dann die Spammer, die sich regelmäßig an einen dranheften. Einige bleiben “hängen”, wahrscheinlich weil sie bevor sie sich wieder abdocken “sterben”. Dann gibt es die Follower, die folgen, weil sie erst mal gar nicht wissen, wem sie folgen sollen, hören wieder auf zu twittern, aber man hat sie immer noch anhängen. Die, deren das Input – aus welchen Gründen auch immer – gefällt, die sich dafür interessieren, sind bei 1.000 Followern gerade so viele wie bei 300. Zumindest meine Vermutung, die ich nicht wirklich empirisch überprüft habe.

Ergo: Gefühlte Followerzahl 300 entspricht genau gefühlter Followerzahl 1.000.

Erfolgskriterium: Zeitliche Zugehörigkeit

Twittern ist – in gewisser Hinsicht – wie in einer Beziehung leben. Je länger man sich kennt, miteinander umgeht, desto (zumindest im Idealfalle) verbundener fühlt man sich. Dies fällt mir (z.B.) immer mal wieder auf, wenn jemand seinen “Twittergeburtstag” auf Twitter feiert. Und das gibt dann meist ein gleiches “Hallo” wie dann, wenn derjenige seinen eigenen Geburtstag feiert.

Ergo: Erfolg beim Twittern ist (auch), immer noch dabei zu sein.

Erfolgskriterium: Zugehörigkeit zu einer Community

Zu einer – wie auch immer gearteten Gemeinschaft – die einem liegt dazu zu gehören. Das hört sich vielleicht jetzt nach nicht viel an. Ist aber mehr, als man denkt. Ich selbst z.B. fühle mich – mittlerweile – – und bin sogar richtig stolz darauf – als Teil einer, ich will sie mal nennen Edu-Community. Und das ist wohl auch eine der schwierigsten Hürden, die es zu überwinden gilt, so man erstmals mit Twitter konfrontiert ist und dies nutzen will. Diejenigen Menschen zu finden und auszumachen, mit denen man sich gerne – sei es aus thematischen Gründen, aufgrund deren Humor oder was auch immer – zusammerotten möchte. Ist das geschafft, fühlt man sich Twitter zutiefst verbunden, empfindet dessen Nutzung als Erfolg. Im Grunde ist es aber nicht das Medium, es sind die Menschen.

Ergo: Sich auf einer Plattform aufzuhalten, auf der ich Gleichgesinnte finde, Menschen mit denen ich gerne zusammen bin, fühlt sich gut an. Und (auch) das ist Erfolg.

Erfolgskriterium: Postingfrequenz

Mit diesem Kriterium habe ich jetzt schon einige Probleme, ich selbst bei mir halte  nämlich die Postingfrequenz nicht (mehr) für ein Erfolgskriterium. Von mir weiß ich aber, dass wenn ich Menschen folge, die wenig oder unregelmäßig posten, ich die nich so leicht wahrnehme und damit schneller mal entfolge. P.S.: Das gilt natürlich nicht für Dich @nele_we. Du darfst auch mal 2 Tage nix posten. ;) Aber im Ernst. In der Tat trifft dies lediglich für Accounts zu, zu denen ich (noch) keine feste Verbindung aufgebaut habe, will meinen, die mir – aus welchen Gründen auch immer – am Herzen liegen.

Ergo: Erfolg könnte auch quantitativ messbar sein. ;)

Erfolgskriterium: Sprache

Sprachwitz ist bei Twitter wirklich ein Kriterium. Und ich folge so ein zwei Accounts, da geht es mir mitnichten um die Inhalte, sonder deswegen, weil die Inhalte so sprachlich ansprechend vertwittert. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, so ein geflügeltes Wort. Wer (witzig) schreiben kann, ist auf Twitter klar im Vorteil. Doch das ist ein Talent, das gar wenigen eigen.

Ergo: Wer eine flotte Schreibe hat, braucht sich um seine Follower(zahlen) keinerlei Sorgen zu machen.

Erfolgskriterium: Content

Gleichsam lediglich und nur mit Sprachwitz und gar ohne Inhalte geht’s natürlich (langfristig) auch nicht. Und die Inhalte, die potentielle Follower interessieren (könnten) könne gar unterschiedlich sein. Ich gebe es zwar nicht gern zu, aber ich stehe z.B. auf Stellenangebote (im eLearning- und Social Media-Bereich). Oder auch auf Links zu wissenschaftlichen Studien zu Lernen mit Social Media. Oder auch auf Hinweise zu (für meine Interessen, also Lernen, Social Media etc.) interessanten Tagungen, ja auch CfPs…, Hinweise auf neue Plattformen, Einladung zum Beta-Testing. Na ihr wisst schon. ;)

Ergo: Nicht nur die Masse und die Verpackung (sprich: Sprache) macht’s, sondern (auch) die Inhalte/Informationen, die rüberkommen.

Erfolgskriterium: Verweise auf Visualisierungen

Manche haben auch noch Erfolg mit dem Posten von Instagrams und/oder Infografiken. Nicht meine Welt. Ich bin ganz Text. Und da ich jetzt nichts mehr zu sagen habe, schließe ich hier… und hoffe auch eure Ergänzungen via Kommentar.

Eure

mons7

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Auf der Suche nach … der _perfekten_ Twitterwall


mauer

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Der Anlass

Das Mitorganisieren dürfen des #clc12 hat mir so manche Herausforderung angetrangen, die ich zu bewältigen nie zu hoffen gewagt hätte. Denn es gibt Tätigkeiten von denen ich sicher wusste, dass ich für die _nicht_ gemacht bin. Aber da ich ja unterschwellig und beständig das Lebenslange Lernen predige  – genau – sollte ich da ja mit mir keine Ausnahme machen. Außerdem hatte ich ja einen gar erfahrenen Mentor (Twitter/Blog) an meiner Seite, es konnte/ ja kann also eh’ nichts schief gehen. Auch wenn sich das alles durch diese Gewissheit nicht weniger aufregend anfühlt. Und wohl in verarbeitender Weise noch Grund für den einen oder anderen Blogpost zum Thema BarCamp-Orga.
Aber zum Detail.

Auf der Suche nach der _perfekten_ Twitterwall

Das #clc12 soll eine Twitterwall bekommen. Eine solche ist ja nun – eigentlich – schnell erstellt. Man muss _nur_ das geeignete Tool aufrufen, die rudimentären Details wie Hashtag der Veranstaltung eingeben und flugs bekommt man die Adresse/URL der gerade noch als Idee vorhandenen Twitterwall als handfeste Webseite aus dem Internet herübergereicht.

Das Problem. Welches ist das geeignete Tool? Denn da gibt es so einige. Damit ihr bei nächster BarCamp-Gelegenheit nicht auch in die Verlegenheit kommt, die tiefsten Tiefen des Internets nach Optionen zu durchforsten, stelle ich euch – social wie ich bin ;) – eine kleine Auswahl meiner Fundstücke im Folgenden zur Verfügung. In der Reihenfolge des Auffindens im Übrigen. Ohne Priorisierung zunächst.

Zu meinen Auswahlkriterien

  1. Ich will mir KEIN Programm runterladen müssen. Nein.
  2. Einfach zu erstellen sein, im Idealfalle Hashtag eingeben, Enter drücken, fertig. Und sich selbst regelmäßig und in kurzen Abständen aktualisieren. Aber das sollte wohl selbstverständlich sein.
  3. Einigermaßen gut ausschauen. Nein, nicht nur gut ausschauen, sondern übersichtlich und aufgeräumt wirken.
  4. Nicht zwangsweise moderierbar sein, wenn sie es ist, sei’s drum, aber Sinn und Zweck soll einfach das nebenbei mitlaufen auf der Veranstaltung sein, irgendwelche Hashtag-Kapereien werden nicht erwartet, die Diskussionen sollen in die Richtungen gehen dürfen, in die sie sich eben entwickeln.

Die Nr. 1 – Twitterwall.me

Erstes – und m.E. bestens geeignet: www.twitterwall.me. Sieht so aus. Avatare als kleine Icons abwechselnd links und rechts, Tweet als Sprechblase dargestellt. Der graue Hintergrund könnte mit einem hochzuladenden Bild indivudualiert werden, was ich allerdings nicht gemacht habe. Oben mittig und ins Auge stechend: Hashtag, der entscheidet, um welche Auswahl an Tweets es sich im Folgenden handelt.

Nr. 2 – Visible Tweets – Die Schöne – aber Schönheit ist eben nicht alles

Als zweites bin ich auf Visible Tweets gestoßen. Visible Tweets hat drei verschiedene Arten, die Einblendung jeweils einen Tweets zu animieren. Der Screenshot, den ich euch hier zur Verfügung stelle, spiegelt mitnichten die ganze Schönheit der Art der Einblendung wider; um euch einen kleinen Eindruck von dieser zu geben, habe ich eine kurze Sequenz mit Screenr hier aufgezeichnet.

Schönheit ist jedoch – wie man so schön sagt – nicht alles. Was (mir) spontan fehlt? Mir fehlt (1) Reihenfolge und (2) Überblick. Da die Tweets anscheinend von der Reihenfolge her willkürlich eingeblendet werden, fehlt es beim Anschauen an der _offensichtlichen_ (zu 1) Aktualität. Zwar erkennt man unter dem eingeblendeten Tweet, wann dieser abgesetzt wurde, darauf achtet man jedoch m.E. nicht unbedingt. Zum zweiten dient eine Twitterwall für viele auch festzustellen, wer noch alles vor Ort bzw. wen das Thema von außen so umtreibt, wem man also (wenn auch von Fall zu Fall nur für die Zeit der Veranstaltung) noch so spontan folgen könne, um von anderer Perspektive aus bereichernde Tweets in die (dann eigene) Timeline gespült zu bekommen. Und um in dieser Hinsicht Anregung zu bekommen, muss man sich schon eine ganze Weile vor die Twitterwall stellen.

Aller guten Dinge sind 3, so dachte ich mir da, und stieß auf

Die Nr. 3 – Twittbee – So basic wie geradlinig

Alles was ich soeben bemängelt, ist hier wiederum zu finden. Reihenfolge und Überblick. Die Tweets vielleicht ein bisschen eng untereinander geklebt – was Vor- wie Nachteil haben kann. Vorteil: Mehr Tweets passen drauf, zum Nachteil gereicht, dass die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass man diese dann auch liest. Denn wo sollte das Auge anfangen wollen? Wahrscheinlich orientiert sich dieses an den Avataren links gleich neben den Texten in 140 Zeichen, so zumindest meine Vermutung. (Aber man soll nicht immer von sich auf andere schließen. ;) )

Die Nr. 4 – Twitterwallr – auch nicht schlecht

Twitterwallr verspricht mir mit seinem Wölkchen-Design schon auf den ersten Blick den Himmel auf Erden. Und erfüllt mir in der Tat nicht nur meine gesetzten Anforderungen, sondern wirkt, wie auch das zuvor betrachtete TwittBee aufgeräumt,  Tweets werden in der zeitlichen Reihenfolge eingeblendet, in der sie abgesetzt wurden. Etwas störend – denn nichts kann perfekt sein – der Block rechts neben den Tweets, der mit “Melde dich an und nutze alle Möglichkeiten!” überschrieben. Aber vielleicht ist es ja möglich, diesen Block loszuwerden, so man sich nur anmeldet. Das könnte ich nochmals versuchen.

Aber ich weiss auch nicht.
Irgendwie fühle ich mich wie beim Einkaufen von irgendeinem Kleidungsteil. Schuhen, Jacke wie Hose. Ich weiss, es gibt noch eine Unzahl weiterer der gleichen Art zur Auswahl. Aber irgendwie zieht es mich nach dem Teil, das ich zu aller erst in der Hand gebhabt. In diesem Falle Twitterwall.me. Oder gefällt mir diese Twitterwall nur eben aus diesem einen Grunde, weil ich als erste ihrer Art bewusst darauf gestoßen?

Ihr seid gefragt!
Eure m

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Und? Wie war DEIN Tag so?


Bildquelle.

Der Stein des Anstoßes.

Er atme das Internet, so @martingiesler einleitend über seinen Tag(esablauf). Fasziniert folge ich ihm an der Seite Zeile um Zeile Stunde um Stunde, bis er diesen beschließt: “Manchmal ist es dann beim Einschlafen ein komisches Gefühl, kein Internet mehr in der Hand zu haben. Aber spätestens, wenn ich morgens wieder aufwache, ist es ja wieder da. Das ist doch jetzt nicht so schlimm, oder?

Denn “Sharing is caring.”

Bevor ich mich traue mir den Gedanken zu machen, wie sehr sich mein Tag von dem seinen unterscheide (oder wie sehr sich diese ähneln?) poste ich den Link auf meiner Lieblingsplattform. Auf dem von mir wie eh’ und je stiefmütterlich behandelten G+ schiebe ich ihn hinterher. Einfach so. Um mein stiefmütterlich schlechtes Gewissen zu dämpfen. Oder weil “Sharing is caring”.

Erstaunlicherweise innert kurzer Weile auf beiden (!) Plattformen gleichartige Reaktion.

Die Antwort im (/des) Social Web

Der @stober_stephan auf Twitter.

Und ein “Irgendwie ist das traurig.” vom Daniel Spielmann auf G+.

Dieser kleine Kampf um die best zu lebende Alltagskultur zieht sich offensichtlich durch die ganze Gesellschaft, so wie der Artikel zu Offline-Sucht gerade seinen Siegeszug durch meine Timeline. “Sie bewegen sich durch die reale Welt, als wären sie dort geboren, kommunizieren “Face-to-Face” oder gehen “Analogsurfen”. Sie vernachlässigen Facebook-Freunde, verlieren ihr ganzes Geld in sogenannten “Läden” und sind oft nicht fähig, sich in Foren und Chats adäquat zu äußern: Die Rede ist von Offlinesüchtigen“, so der Appetizer. Aber ich lasse mich wegtreiben, vom eigentlichen Anlass. Dem typischen, meinem, Tagesablauf.

Und? Wie ist denn jetzt so mein 08/15-Tag?

Zumindest nicht wie mein heutiger. Beim Schreiben des Textes sitze ich (obwohl kurz vor 12) bei meiner kalt gewordenen Tasse (Frühstücks-)Kaffee. Draußen – gleich am Ufer des Jabelschen See, an dem ich vor mich hin urlaube – wütet ein Gewitter. Der Platzregen kümmert den Hund, gemütlich in ihr Körbchen positioniert gleich neben meinen Beinen, nicht eine Bohne. Sie fühlt sich wohl wie ich. Wir sind ja im Drinnen.

Drinnen spielt sich auch hauptsächlich mein sonstiger typischer Tagesablauf ab. Drinnen daheim. Und drinnen auf Arbeit. Zäsuren gibt es lediglich, so ich den Ort wechsle. Also in der Regel (leider und lediglich) zwei bis drei.

Phase 1: Vor der Arbeit ist Vorarbeit

Wach werden. (Gar keine so leichte Aufgabe für einen nicht Wach- sondern Nachtmenschen wie mich). Am zuverlässigsten mit einem halben Liter Kaffee, langsam eingeflöst. Twitter checken, um zu schaun, ob die Welt noch in Ordnung ist. E-Mails checken (nein, die sind wider mein Wunsch und Erwarten immer noch nicht tot), damit ich mich auf Arbeit traue. Wenn “Luft rein”, ab aufs Fahrrad. Der erste Ortswechsel.

Phase 2: Auf der Arbeit

Kaffee holen in der Mensa. Mein persönlicher Morgen-Luxus. Kurz Kolleginnen begrüßen. Losarbeiten. Jetzt hauptsächlich in geschlossenen Online-Räumen. Wie in unserem LMS. Im Backend unserers Typo3. Oder im Innern unseres noch nicht online gegangenen Alumni-Portals.

Twitter darf nur aus zwei Gründen konsultiert werden.

Erstens: Zur ultimativen Ausnutzung der #followerpower. Habe ich eine (Fach-)Frage (meist irgend was Techisches oder wie man eine Idee effizienter umsetzen könnte, als es mir auf den ersten Gedanke einfällt), die ich nicht schnell genug selbst recherchiert bekomme, frage ich die Timeline. Erst wenn von euch nichts weiter Verwertbares kommt, frage ich mich intern durch. Weil’s in der Regel so herum einfach schneller zur Lösung kommt.

Zweitens: Als Turbo-Motivator. Wenn ich mit der mir vorgenommenen Aufgabe in zwei Stunden durch bin, darf ich zur Belohnung die letzten 20 Tweets meiner Timeline konsumieren. Wenn ich schneller als das bin, einen Tweet absetzen. Funktioniert bei mir immer (noch). Es sind die kleinen Freuden, die mich zu Höchstleistungen anspornen! :) . Kleine Ortswechsel gibt’s für einen gelegentlichen Jour Fixe, eine Schulung hie und da, Treffen Auge-in-Auge. Großer Ortswechsel.

Phase 3: Nach der Arbeit.

Zuhause angelangt gebe ich mich dann hemmungslos meinem Online-Leben hin. Verfasse Blogbeiträge, setze @-replies in meine Timeline ab. Folge allen mir schmackhaft gemachten Links, die es tags nicht auf den Schirm zu mir geschafft haben. ODER. Ich treffe mich mit Kolleginnen zum Absacker im Größenwahn. Oder mit einem lieben Menschen einfach so. Purste Offline-Zeit. Kein Computer, kein Internet, kein Handy. Von Angesicht zu Angesicht. Aus vollem Herzen. Im Hier und Jetzt. Was manchmal ganz schön anstrengend ist. Bettzeit.

Und Deiner?

Die spontane Idee zu einer Blogparade, mit der ich ins Virtuelle fragen wollte, wie euer Tagesablauf so aussieht, habe ich so spontan verworfen, so spontan wie sie mir in den Sinn gekommen war. Dies deshalb, da ein detaillierter Ablaufplan eines Tages wohl eher einer der Aspekte im Leben eines Onliners ist, den der doch nicht so dezidiert offen legt/offen legen mag.

Darüber twittert und blogt man nicht!

Passend dazu der kleine Schlagabtausch zum Thema zwischen @dunkelmunkel, @Tastenspieler und dem @herrlarbig, der in bezeichnendem Tweet gipfelte.

Am nächsten Morgen dazu (relativierend) @damianduchamps.

Was ist schon “normal”?

Dennoch bleibt die Frage für mich im Raume, etwas allgemeiner gehalten doch durchaus in einem Kommentar beantwortbar? Wenn @martingiesler‘s Virtualisierung seines Lebens 9 von 10 Punkten darstellte, auf wie viele Punkte ist Dein Alltag “eingenordet”? Und noch wichtiger, wie beurteils Du die Intensität der Virtualisierung des eigenen Alltags in ihrer Auswirkung auf die je individuell gefühlte Lebensqualität?

Fragt sich und euch

m

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