Archiv der Kategorie: Web 2.0

#rp13 Nachlese(n) – Von den YouTube-Stars online lernen


Das ist doch ein interessantes Gespräch. Danke, ihr drei jungen #YouTube r. Die da sind Amy (DiamondOfTears), Simon (UnGespielt) und LeFloid (LeNews).
Und für euch andern unten die Essentials daraus.

Was ich so rausgehört/draus gemacht habe.

Wie man auf YouTube erfolgreich wird.

Indem man anders ist als die vielen Anderen, die sich auf YouTube so videoproduzierend herumtreiben. Aber in sich dann auch wieder konsistent. Ich habe mir die Produktionsreihe der drei mal ein wenig näher angeschaut. Und ich muss sagen, obwohl ich jetzt keine Person wäre, die hier spontan den Abo-Knopf gedrück hätte, so muss ich anerkennend bekennen, dass alle drei schon etwas haben, aufgrund dessen man das tun könnte. (Und haben ja auch so Einige, so man mal einen Blick auf die Abo-Zahlen wirft: Stand: 13. Mai, Mittagspause, Amy: knapp 28T; Simon: knapp 95T; LeFloid um die 631T).

Was mir an Amy aufgefallen ist

Amy z.B. würde ich nicht unbedingt ins Abo nehmen, da ich mich für (Klein-)Kinder nicht so interessiere. Ich bin eher diejenige mit Hund daheim. ;) Ja, ich weiss, ich bin Erziehungswissenschaftlerin. Aber selbst schon während meiner Studienzeiten hatte ich mich auf Erwachsenenbildung/Berufspädagogik spezialisiert). Aufgefallen bei Amy ist mir allerdings, dass es sich beim YouTuben (auch) um eine Art “Kunstform” handelt.

Was mir an Simon aufgefallen ist

Bei Simon kommt m.E. ziemlich stark heraus, wie mitreißend Authentizität und Spass an der Sache sein kann. Er ist m.E. (auch) so erfolgreich, weil mit und von ganzem Herzen Gamer.

Was mir an LeFloid aufgefallen ist

Bei LeFloid ist mir das Zelebrieren des Andersseins besonders ins Auge gestochen.

Und um also (irgendwie) anders zu sein, dazu muss man sich erst einmal ausprobieren. Bis man eben wahrnehmbar anders ist.

YouTube als Ausprobier-Spielplatz. Oder Ausprobier-Hölle.

Um eine eigene Andersartigkeit zu entwickeln, braucht es einen Spielraum. Und der ist auf YouTube anscheinend groß. Warum wir, die wir YouTube nicht in der Art und Weise nutzen, diesen Spielraum eben nicht nutzen kann ich mir spontan nur so erklären, dass dieses Spielen und sich Ausprobieren eben öffentlich passiert. Ja passieren muss, da ich ja sonst keine Rückmeldung erhalten kann. Hat man sich allerdings schon eine kleine Reputation über andere Mittel aufgebaut, so scheut man sich natürlich dies zu tun, da sich das auf bereits bestehendes eben negativ auswirken könnte.

YouTube als Weiterentwicklung vom Schreiben her kommend.

Was mir durchaus Mut gemacht hat, mich trotz allem auch mal auszuprobieren, ist die Aussage von Amy, dass sie für sich das Vloggen als eine Art Weiterentwicklung vom Bloggen her betrachtet, sich ihre Aktivitäten auf YouTube gleichsam aus dem Bloggen heraus entwickelt haben, da das Bloggen am Anfang war. Nun ja, bloggen tue ich ja offensichtlich schon, wird wohl Zeit für eine kleine Weiterentwicklung? ;)

Geld kommt hernach.

Bei allen Dreien kam heraus, dass das mit dem YouTuben Geld verdienen keinesfalls am Anfang stand. Dies schon einmal deshalb nicht, da sie am Anfang gar kein Geld damit machten/machen konnten. Mittlerweile sieht das wohl ein bisschen anders aus, einer der beiden Jungs (ich muss nochmals nachschauen, welcher es war) finanziert immerhin sein Studium damit). Als das Geld dann aber (in welcher Menge auch immer) anfing zu fließen, hatten wiederum alle drei auch keinerlei Probleme damit, dies anzunehmen. Insbesondere deshalb, da ja auch ein Gutteil an Arbeit für so einen Produktion anfiele. So hat Amy beschrieben, dass eine Episode mit Aufnahmen, Zusammenschneiden, Schönmachen so etwa 5 Stunden ihrer Zeit in Anspruch nähme. Und auch wenn man das noch so gern macht, “kostet” es eben trotzdem Zeit und Energie.

Werbung? Kommerz?

Folgerichtig haben – wiederum alle drei – auch keinerlei Probleme damit, Werbung zu schalten, so es geht die Kommerz-Schiene zu fahren. Das war mir insofern sehr sympathisch, als beim Gespräch darüber die Art der Leichtigkeit des Nehmens und Gebens rüberkam, … ganz anders als dem oft begegneten Moralinsaueren bei manchen Bloggern (u.a. auch bei mir,… nein, Werbung schalt ich nicht, die die da ist, ist nicht von mir. ;) ).

Und jetzt?

Machen. Wie’s ja der Lobo schon empfohlen. Wir seh’n uns also auf YouTube?

Eure mons7 (Monika E. König) – in VExperimentierlaune.

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Antworten finden via #mmc13


FragezeichenBildquelle.

Letzte Woche formulierte auf Education Dive “8 questions MOOCs face in 2013″, davon ausgehend, dass das kommende Jahr entscheidend für die Zukunft dieses Lern-Lehr-Formats werden wird: “While MOOCs are already being touted as the solution to age-old problems in education, they have yet to solve seemingly simple problems, such as producing a sustainable business model and evaluating student performance in a meaningful way.” (ebd.)

Wir wollen Euch seine 8 Fragen hier auf deutsch – und mit unseren eigenen Kommentaren versehen – präsentieren, als Anregung und nicht als Vorwegnahme unserer gemeinsamen Suche nach Antworten im Rahmen des #MMC13. (Vielen Dank auf diesem Wege auch an Ellen Trude, die uns auf Twitter (@e_trude) auf den Artikel aufmerksam gemacht hatte.)

Die 8 Fragen an MOOCs von Davide Savenije

….. Weiterlesen? …… DANN BITTE HIER ENTLANG!

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#DNLE Assignment #1 – Scoop.it, edcanvas, Learni.st – environments or education technologies which might be of educators’ interest?


“Find 3 interesting learning environments or education technologies, and explain 3 positive aspects and 3 negative aspects for each (500-800 words total for the entire Assignment).” That’s the task I was telling you about over there lately. As you are some faithful reader of my blog and not being interested in posts written in English, please ignore. There won’t be too many of them. ;)

Scoop.it, Learni.st, edcanvas, all three of them are kind of social bookmarking tools, and ones working (more or less) with visualization of content you are collecting. But let’s start from the very beginning.

Social Bookmarking is …

Women (and may be men) tend to collect not only shoes but all kind of “things”, since they are surfing the internet even and also hyperlinks. This being pretty easy. You bookmark websites of your interest via your browser, the more sophisticated browser user even groups them to create bunches of hyperlinks dealing with same subject. “Just as long as those hyperlinks (or let’s call them plain old links) are managed, tagged, commented upon, and published onto the Web, they represent a user’s own personal library placed on public record, which – when aggregated with other personal libraries – allows for rich, social networking opportunities.” (Hammond et al., 2005) Such opportunities could be – compared to search engines – better/enhanced search results if it comes to special interests e.g. via tagging.

Excursus: Tagging

Tagging is basically assigning a peace of meta-data to a piece of information. As I did to this blogpost by the way. It helps describing this post to enable me to find and access it quick and easily lateron. Though tags are chosen personally often can be found some effect called folksonomie, an emerging form of shared vocabulary.

… and what is it used for in education?

It’s similar to thousands of other so-called web 2.0 tools. The more creative you are, the more ways you may find to use them for any purpose you’re up to, e.g. education. Just to give you an example. You may – together with your students – create a collection of high quality web sources dealing with a certain subject, those being easily accessed via smartphones thus supporting mobile learning of your students. For further inspiration have a look there.

Visualized bookmarking – a new generation of bookmarking services?

Starting with Pinterest bookmarking has become a form of arts. This as by bookmarking created pages are using pictures from the source and arranging them in an aestetic way.

Examples

(Schreenshot) A Pinterest for learning, that’s learnist. “Learnist lets you create learning boards that are essentially digitally curated silos of information. But since Learnist was built with education in mind from the start, the learning boards are easy to use in the classroom, assign as homework, or simply share on other social networks”, so Dunn (2012).

Three most positive aspects about Learnist are (1) that you may follow a board, (2) as a reader you may commenting on so-called boards and (3) to work together as collaborators to create a board together. The negative aspects are e.g. that (1) a learner may not be able to distinguish between important and less important information, als all of it is arranged in the same way, (2) learning by sources (texts) provided via a board is a pretty passive way to acquire information and (3) it’s suggesting that all kind of knowledge is already there and just have to be picked up instead of integrated into your own life.

(Source) “Scoop.it is based around what they call Topics.  A Topic is the page that they generate for you with a permanent URL and title. Each Topic is made up of Scoops.  The Scoops are essentially the articles that make up the content of your Topic. ” (Tschoegl, 2012) Positive aspects are as Tschoegl is mentioning (1) the range of sharing functionalities, (2) possibility to publish a magazine for colleagues or like-minded types and (3) organizing in one location materials that you might need across different situations. The negative aspects to be mentioned by using this tool as an educator are 1:1 that same already mentioned above.

(Screenshot) This one – I have to admit – I love best. Thus it’s easy to find three positive aspects: (1) You may not only share links but also YouTube videos, upload documents, share documents from your dropbox, or Google Drive documents all of them easily can be integrated into a “canvas”. (2) Due to the drag-and-drop function it’s pretty easy to use and (3) you may comment on every single ressource you share to put it into a context/explain why you choose to add. Especially for you I just added three sources dealing in any way with MOOCs. To have a look at just click here. Negative aspects are that (1) a collection doesn’t necessarily make the person looking at it reading the sources, (2) the collection’s just as good as the sources provided within and (3) it’s just that, a collection of sources. Not more and not less.

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Und? Wie war DEIN Tag so?


Bildquelle.

Der Stein des Anstoßes.

Er atme das Internet, so @martingiesler einleitend über seinen Tag(esablauf). Fasziniert folge ich ihm an der Seite Zeile um Zeile Stunde um Stunde, bis er diesen beschließt: “Manchmal ist es dann beim Einschlafen ein komisches Gefühl, kein Internet mehr in der Hand zu haben. Aber spätestens, wenn ich morgens wieder aufwache, ist es ja wieder da. Das ist doch jetzt nicht so schlimm, oder?

Denn “Sharing is caring.”

Bevor ich mich traue mir den Gedanken zu machen, wie sehr sich mein Tag von dem seinen unterscheide (oder wie sehr sich diese ähneln?) poste ich den Link auf meiner Lieblingsplattform. Auf dem von mir wie eh’ und je stiefmütterlich behandelten G+ schiebe ich ihn hinterher. Einfach so. Um mein stiefmütterlich schlechtes Gewissen zu dämpfen. Oder weil “Sharing is caring”.

Erstaunlicherweise innert kurzer Weile auf beiden (!) Plattformen gleichartige Reaktion.

Die Antwort im (/des) Social Web

Der @stober_stephan auf Twitter.

Und ein “Irgendwie ist das traurig.” vom Daniel Spielmann auf G+.

Dieser kleine Kampf um die best zu lebende Alltagskultur zieht sich offensichtlich durch die ganze Gesellschaft, so wie der Artikel zu Offline-Sucht gerade seinen Siegeszug durch meine Timeline. “Sie bewegen sich durch die reale Welt, als wären sie dort geboren, kommunizieren “Face-to-Face” oder gehen “Analogsurfen”. Sie vernachlässigen Facebook-Freunde, verlieren ihr ganzes Geld in sogenannten “Läden” und sind oft nicht fähig, sich in Foren und Chats adäquat zu äußern: Die Rede ist von Offlinesüchtigen“, so der Appetizer. Aber ich lasse mich wegtreiben, vom eigentlichen Anlass. Dem typischen, meinem, Tagesablauf.

Und? Wie ist denn jetzt so mein 08/15-Tag?

Zumindest nicht wie mein heutiger. Beim Schreiben des Textes sitze ich (obwohl kurz vor 12) bei meiner kalt gewordenen Tasse (Frühstücks-)Kaffee. Draußen – gleich am Ufer des Jabelschen See, an dem ich vor mich hin urlaube – wütet ein Gewitter. Der Platzregen kümmert den Hund, gemütlich in ihr Körbchen positioniert gleich neben meinen Beinen, nicht eine Bohne. Sie fühlt sich wohl wie ich. Wir sind ja im Drinnen.

Drinnen spielt sich auch hauptsächlich mein sonstiger typischer Tagesablauf ab. Drinnen daheim. Und drinnen auf Arbeit. Zäsuren gibt es lediglich, so ich den Ort wechsle. Also in der Regel (leider und lediglich) zwei bis drei.

Phase 1: Vor der Arbeit ist Vorarbeit

Wach werden. (Gar keine so leichte Aufgabe für einen nicht Wach- sondern Nachtmenschen wie mich). Am zuverlässigsten mit einem halben Liter Kaffee, langsam eingeflöst. Twitter checken, um zu schaun, ob die Welt noch in Ordnung ist. E-Mails checken (nein, die sind wider mein Wunsch und Erwarten immer noch nicht tot), damit ich mich auf Arbeit traue. Wenn “Luft rein”, ab aufs Fahrrad. Der erste Ortswechsel.

Phase 2: Auf der Arbeit

Kaffee holen in der Mensa. Mein persönlicher Morgen-Luxus. Kurz Kolleginnen begrüßen. Losarbeiten. Jetzt hauptsächlich in geschlossenen Online-Räumen. Wie in unserem LMS. Im Backend unserers Typo3. Oder im Innern unseres noch nicht online gegangenen Alumni-Portals.

Twitter darf nur aus zwei Gründen konsultiert werden.

Erstens: Zur ultimativen Ausnutzung der #followerpower. Habe ich eine (Fach-)Frage (meist irgend was Techisches oder wie man eine Idee effizienter umsetzen könnte, als es mir auf den ersten Gedanke einfällt), die ich nicht schnell genug selbst recherchiert bekomme, frage ich die Timeline. Erst wenn von euch nichts weiter Verwertbares kommt, frage ich mich intern durch. Weil’s in der Regel so herum einfach schneller zur Lösung kommt.

Zweitens: Als Turbo-Motivator. Wenn ich mit der mir vorgenommenen Aufgabe in zwei Stunden durch bin, darf ich zur Belohnung die letzten 20 Tweets meiner Timeline konsumieren. Wenn ich schneller als das bin, einen Tweet absetzen. Funktioniert bei mir immer (noch). Es sind die kleinen Freuden, die mich zu Höchstleistungen anspornen! :) . Kleine Ortswechsel gibt’s für einen gelegentlichen Jour Fixe, eine Schulung hie und da, Treffen Auge-in-Auge. Großer Ortswechsel.

Phase 3: Nach der Arbeit.

Zuhause angelangt gebe ich mich dann hemmungslos meinem Online-Leben hin. Verfasse Blogbeiträge, setze @-replies in meine Timeline ab. Folge allen mir schmackhaft gemachten Links, die es tags nicht auf den Schirm zu mir geschafft haben. ODER. Ich treffe mich mit Kolleginnen zum Absacker im Größenwahn. Oder mit einem lieben Menschen einfach so. Purste Offline-Zeit. Kein Computer, kein Internet, kein Handy. Von Angesicht zu Angesicht. Aus vollem Herzen. Im Hier und Jetzt. Was manchmal ganz schön anstrengend ist. Bettzeit.

Und Deiner?

Die spontane Idee zu einer Blogparade, mit der ich ins Virtuelle fragen wollte, wie euer Tagesablauf so aussieht, habe ich so spontan verworfen, so spontan wie sie mir in den Sinn gekommen war. Dies deshalb, da ein detaillierter Ablaufplan eines Tages wohl eher einer der Aspekte im Leben eines Onliners ist, den der doch nicht so dezidiert offen legt/offen legen mag.

Darüber twittert und blogt man nicht!

Passend dazu der kleine Schlagabtausch zum Thema zwischen @dunkelmunkel, @Tastenspieler und dem @herrlarbig, der in bezeichnendem Tweet gipfelte.

Am nächsten Morgen dazu (relativierend) @damianduchamps.

Was ist schon “normal”?

Dennoch bleibt die Frage für mich im Raume, etwas allgemeiner gehalten doch durchaus in einem Kommentar beantwortbar? Wenn @martingiesler‘s Virtualisierung seines Lebens 9 von 10 Punkten darstellte, auf wie viele Punkte ist Dein Alltag “eingenordet”? Und noch wichtiger, wie beurteils Du die Intensität der Virtualisierung des eigenen Alltags in ihrer Auswirkung auf die je individuell gefühlte Lebensqualität?

Fragt sich und euch

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Vom Meister lernen…. oder die Kunst, eine Community zu werden


Bildquelle. An manchen Tagen im Arbeitsleben hat man das Glück, auf Arbeit was fürs Leben zu lernen.
Und gestern habe ich so einiges gelernt, vom Facebook- und Community-Meister perönlich, dem Florian Schrodt, seines Zeichens Community Manager bei der DFS.

10 mit Theorie und Beispielen unterfütterte Essentials, die ich aus dem Schulung-Coaching-Blend mitgenommen habe, im Folgenden. Zur Diskussion und euren eigenen Erfahrungen gestellt.

1 – Gute Kommunikation nach extern braucht hervorragende Vernetzung nach/mit/in intern

Kling wie ein Widerspruch? Mitnichten! Denn wie und woher die Insider-Infos nehmen, wenn man nicht mit den Insidern in der Kantine zu Mittag isst. Der Ort, an dem die wirklich relevanten Themen, die, die Menschen bewegen, gleichsam “auf den Tisch” kommen. Nirgends sonst bekommt man mehr mit als beim Essen fassen. Das Alte “Sprecht mehr miteinander” ist das Neue “Esst mehr miteinander”.

2 – Community Management heisst (auch), Teil der Community zu sein

Man kann nur mit etwas umgehen, etwas neuhochdeutsch “managen”, dessen Teil man ist. Und um Teil von etwas zu werden, bedarf es der Teilhabe, des Teilens. Community Manager kann aus diesem Grunde nur der/diejenige sein, der/die “darin” lebt. In Twitter. Auf Facebook. Ja. Und auch Lust haben, mal zwischendurch auf G+ vorbeizuschauen… und selbst beim Pinterest hassen, es immer mal wieder damit zu versuchen.

3 – Nutze den Augenblick – egal wann und wo sich dieser bietet

So erzählt er die Anekdote des Schlag den Raab. Des Nachts war einer der Gegner, die als Gegner zunächst ausgewählt werden können, ein Fluglotse. Einer von “uns”. Flugs ;) gepostet. Und die DFS-Community war aktiviert.  Und hat gevotet. #ausgründen.

4 – Der Tag eines Vollblut-Community Managers kann dann und wann Nacht sein

Was aber bedeutet, dass der Tag des Community Managers mal ganz schnell zur Nacht werden kann. Und damit ist nicht nur das Posten gemeint, sondern Weiterverfolgen der Diskussion, das gelegentliche Einmischen und ganz wichtig… Reagieren und Kommentieren auf Reaktionen und Kommentare. Sind dafür Unternehmen bereit? Dies nicht nur zu wertschätzen, sondern zeitlich auch abzurechnen? Frage ich euch.

5 – Handlungsspielraum ermöglichen statt Bespielung

Obwohl das ganze ja (zumindest für euch da draußen ;) ) wie ein Spiel/Spielerei anmuten mag, ist es, SoMe richtig zu machen manchmal gar nicht witzig. Da mit sehr viel Unsicherheit und Experimentier-Wille aber eben auch -Freude verbunden. Was man aber ganz schnell lernt ist, dass Bespielung à la Pressemitteilung zu schlichtem und einfachem Ignorieren der Menschen im Web führt. Will heissen die Menschen die diese rezipieren sollen ignorieren. Und nur die Ermöglichung von HandlungsSPIELraum … Arbeit und Spiel zu vereinen vermag.

6 – Die Sprache des Netzes sprechen (Du und Humor)

Und das Netz hat eine eigenartige Art von Humor. Und das Netz duzt m.E. (daher auch mein Problem mit der akademischen Welt in diesem Aspekt). Oder wie seht ihr das? #humor #dududu

7 – Von seiner Sache überzeugt sein – beruflich, privat, ganz. #Mensch

Ist das überhaupt vorstellbar? Das Produkt, das man via Facebook promoten soll, dass es das ist, welches man selbst benutzt? Und das, weil man es ohnehin benutzte? Dass beruflich nicht den Unterschied (zu privat) macht, weil man privat eh’ das macht, was man beruflich zu machen hat?

Oder ist es vielmehr so, dass man die Lust an (was auch immer) verliert, wenn man es professionell zu machen hat? Auch hier wiederum ist eure professionelle Meinung gefragt.

8 – Die Mischung macht’s: Zwischen kreativen Höhenflügen und harter Arbeit

Eine weitere Erkenntnis, die 8. Kreative Höhenflüge muss man sich erlauben dürfen. Die Leer-Zeit sich dafür schaffen. Schwer genug. Noch schwerer, die daraus ausgewählten Erkenntnisse/Strategien/Elaborate … oder wie man sie auch immer nennen möchte, umzusetzen. Ergo: Es gibt (kann nicht geben) (nicht wirklich) eine Trennung zwischen strategischen Überlegungen und Umsetzung. Denn Strategie ohne Umsetzung bleibt Theoretisiererei, Umsetzung ohne Strategie Aktionismus.

9 – Die Anekdote im Geschehen sehen

Was gerade durch die Sozialen Medien unter dem Begriff “Storytelling” verbraten wird, … das ist es, was so einen guten Geschichtenerzähler ausmacht. Unwichtiges (oder besser für den dargestellten Zusammenhang Unwichtiges) Weglassen. Einen Kontext schaffen. Einen Rahmen. Eine Begrenzung. Und es gibt Menschen, die können das. Das hat nicht mal was mit Medienkompetenz zu tun. Das gibt es im sogenannten “real life” auch. Und zwar öfter als online. Es sind die, die Episoden aus unser aller Leben in ein Form gießen können, in der wir uns selbst wiederfinden, aber nur so viel, dass wir noch darüber (und somit über uns selbst) zu lachen vermögen.

10 – Vom Wandern zwischen allen Welten

Die Fahne für das, was er vertritt, hält der Community Manager aber nicht nur online hoch. Er steht dafür auch in anderen Zusammenhängen gerade. Oft genug im RL mit Krawatte. Und manchmal auch – mit oder ohne Krawatte – vor einer bunt gemischten Community, die etwas über sich und sein Tun erfahren will. Wie z.B. auf einem Webmontag, auf der Republica, in einer Bank, deren Management sich dazu hinreißen hat lassen, auch einmal etwas aus erster Hand zum Thema erfahren zu wollen. Alle Welten aushalten. Auch darin übt die Aufgabe. Offensichtlich. Denn.

Über den Campus schlendernd wurde mein Mentor doch flugs und gleich von einer unserer Professorinnen zu einem Vortrag angefragt. Was mich nicht erstaunt. Aber doch wieder. Als ein Community Manager anscheinend seine Expertise in allen Welten ausstrahlt/ausstrahlen kann.

Bei im Übrigen strahlendem Sonnenschein.

… und ich wandere jetzt mal wieder ab in meine kleine Arbeitswelt, um mich zu Rüsten für konkrete Umsetzung zusammen Ersponnenens. Wir lesen uns. Wenn nicht hier, dann auf Facebook! :)

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Immer wieder ausgehandelt: Nähe und Distanz im Social Web


Bildquelle.

Kennt ihr das? Ihr seid irgendwo, seht eine Person, zum ersten Mal. Und dennoch ist Dir die Person vertraut, kennst deren Humor, kleine Blitzlichter aus dessen Leben, Denken, Freuen. Und jedesmal wenn ich so jemanden aus meiner Timeline, den oder die ich mag, erstmals persönlich kennenlerne freue ich mich, dass ich den oder die dann auch “wirklich” mag.

Warum mag ich (man?) Menschen überhaupt?

Mögen tue ich jemanden, wenn ich mich ihm näher fühle als jemand anderem, näher komme ich jemanden, indem ich etwas über dessen Sein erfahre, indem ich kommuniziere und interagiere. Und das Gegenüber und mich dabei in Ordnung finde. Indem ich Zeit mit jemandem verbringe. Zumindest ist das nonline bei mir so.

Wie aber stellen wir Nähe und Distanz online her? Wie reagiert man auf gefühlte Grenzüberschreitungen, wenn wir keine Möglichkeit haben, unseren Körper einzusetzen? Das finde ich einen äußerst spannende Fragenkomplex, zu dem ich mir in Zukunft ein paar mehr Gedanken (und Beobachtungen) machen möchte. Meine Prämissen zur Entstehung von Nähe (z.B. auf Twitter) online.

Nähe durch reine Rezeption

Allein, dass ich etwas über mein Gegenüber erfahre. Nicht einmal, zweimal, viele Male verteilt auf viele Tweets. Sowohl die Details, die offensichtlich sind, als auch solche, die eben gleichsam nebenbei oder unter der eigentlichen Nachricht liegen, mittransportiert werden.

Nicht nur, wie jemand ist, sondern auch wie sie ißt, lässt sich da (über Kommentare und Links) – und nur als Beispiel hergenommen – erfahren.

Nähe durch Bezugnahme

Jemand antwortet auf einen Tweet. Dabei ist es gleichgültig, ob dabei Übereinstimmung oder das genaue Gegenteil, oder gar eine Ergänzung, eine andere Perspektive eingebracht wird. Es ist das Bezugnehmen, dass jemand meine 140 Zeichen beachtet, gelesen, ja sie so wichtig genommen, dass darauf Bezug genommen. Das aneinander Anknüpften knüpft an dem Bande, das man Beziehung nennt, mit.

Nähe durch Zitieren

Oder re-tweeten. Über die verschiedenen Arten zu re-tweeten, habe mich ja schon an anderer Stelle ausführlich ausgelassen. Nehmen ich nun wahr, dass ich – in welcher Form auch immer – re-tweetet wurde und schaue mir die Art und Weise an, wie der oder die dies getan hat, so sagt genau das wieder über mein Gegenüber eine ganze Menge aus. Ob er oder sie in diesem Falle mit der gemachten Aussage/dem Tweet übereinstimmt. Oder gerade nicht. Wie er oder sie sich dazu positioniert. Warum genau dieser für mein Gegenüber so interessant, dass der Tweet wiederum an die eigenen Follower weitergegeben wird.

Nähe durch gleiche Interessengebiete

Man dächte ja, man möge Menschen, die ganz andere Hobbies, Leidenschaften, Interessensgebiete haben. Macht man auch. Aber man mag anscheinend noch mehr die, die sich im gleichen Feld bewegen. Warum? Vielleicht, weil man mit diesen “verkürzter” kommunzieren kann. Vielleicht weil man über diese noch tiefer, weil über noch andere Details ins eigene Interessengebiet eintauchen kann. Vielleicht auch einfach nur, weil man glaubt, wenn sich noch jemand für das Gleiche interessiert, das eigene Themengebiet dadurch “relevanter” wird?

Und falls jetzt jemand unter euch liest, dessen Interessengebiet Vorgeschriebenes kreuzt, der möge mir seine Gedanken dazu, vielleicht hilfreiche Links und Lektüre schenken, … das würde mich Dir ein ganzes Stück näher bringen ;) .

 

P.S.:

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Blog-Stoff via #followerpower


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20.15. Die Zeit, zu der früher die Tagesschau aus war, … und ich mich am Freitag als Kind auf einen gemeinsamen Familienfernsehabend freute. Anscheinend haben mich diese (tief) geprägt, denn noch heute, Jahre später (Jahre ohne Fernseher), fühle ich es immer noch, wenn mein Blick zufällig die 20.15 Uhrzeit rechts oben auf meinem Bildschirm streift.

20.15 Film schauen ist nicht mehr, wahrscheinlich wäre auch die Auswahl größer dafür weniger ansprechend. (Vorurteil! Wissen tue ich es nicht.) Freude haben soll aber. Und was macht einer mons7 abends/nachtens Spaß? Genau. Nachtbloggen. Finger auf der Tastatur in Stellung gebracht. Über ein knackiges Thema nachgedacht.

Exkurs: Wie ich (normalerweise) zu meinen Themen komme

Entweder über einen Schreibanlass, der mich (zugegebener Weise) emotional anspricht; dabei kann es sich um eine Blogparade, ein aufregendes Erlebnis oder einen schlichten Tweet handeln. Und während andere Quellen davor warnen, genau aus einer solchen Emotionalität heraus in die Tasten zu greifen, kamen genau so meine (wenigen besten) Posts heraus. (Mit besten meine ich solche, die ich a) auch nach einem halben Jahr noch verstehe… und die b) entweder eine kontroverse Diskussion vom Zaun gebrochen haben, oder – aus mir z.T. unerfindlichen Gründen – immer wieder angeklickt werden. Also das Gefühl, dass ich mich nicht alleine und nur kurzfristig mit diesen Gedanken herumschlage.

Oder aber über ein Thema, das mich über einen längeren Zeitraum hin beschäftigt, und ich irgendwann einmal das Bedürfnis habe, den jetztigen Stand meiner Überlegungen dazu zu einem Beitrag zusammenzufassen, damit ich diesen dann als Grundlage des Weiterdenkens nutzen kann, … und nicht immer wieder Gedachtes dazu neu denken muss, sprich, ich versuche über das Ausschreiben meiner Gedanken auf die nächste Stufe der Durchdringung der Thematik zu gelangen. Ein Beispiel für ein solches Thema ist der Komplex “Work-Life-Balance” (oh wie ich dieses Wort leiden kann. Nicht) bzw. die (vermeintliche?) Abschaffung der Segmente beruflich vs. privat oder auch die Herstellung von Nähe und Distanz im Internet.

Gestern aber stand mir weder ein Anlass zur Verfügung, noch der Sinn nach einem “Konsolidierungsbeitrag”. Meine bis dato unbeweglich auf der Tastatur weilenden Finger wechselten deshalb klickenderweise zum nächsten Browsertab und formulierten einen Aufruf.

Ergebnis Themenfindung via #followerpower

(iiiih… da fehlt ja ein “i”… na ja, sei’s drum.) Die Antworten riefen bei mir wieder einmal Erstaunen darüber hervor, trotz, dass ich es doch schon einige Male erfahren habe. Erstaunen darüber,

1. dass Antworten auf Fragen auf der einen Plattform Antworten auf ganz anderen Plattformen (und Kommunikationswegen) evozieren.

Schicke ich mein Anliegen mit #followerpower in die Twitterwelt, so erwarte ich in der Regel Antworten… oder besser gesagt ich erwarte sie nicht, ich erhoffe welche… so erwarte ich in der Regel von der Form her @-replies. Bekommen tue ich aber … einen bunten Strauss, und dies nicht nur inhaltlicher Art (siehe zu 2), sondern eben vielmehr auch der Form nach. Das können Facebook-Nachrichten sein, Hinweise auf meiner Pinnwand dort, Google-Plus-Anmerkungen, Anrufe, Twitter-DMs… und ja, auch die eine oder andere @-reply. (Ist einiges davon nicht so, wie auf eine E-Mail einen Brief zu erhalten?)

Dieses ganze Social Web mutet mir mittlerweile an, wie ein einziger (sic!) Kommunikationsraum. ;)

2. dass die Vielzahl der Antworten nicht ins eigene Erwartungsmuster passt.

Ja. So muss sich wohl das verantwortliche Team von Henkel für den Pril-mein Stil-Wettbewerb gefühlt haben, als auf der Suche nach einem Limited-Edition-Cover das mit dem Hähnchen drauf auf Platz 1 gelandet war. Und so landeten auch in meiner bzw. meinen (siehe 1) Inbox/-en Vorschläge, die mir, nun ja… eher ferner liegen.

Aber vielleicht wäre ja gerade das ein genau “richtiges” Thema zum verbloggen. Aber jetzt konkret:

Meine Top 3, die mir thematisch eher nicht so liegen
Nr. 1 Politik und Wahlen
Nr. 2 Urheberrecht (darüber wird zur Zeit eh sehr viel geschrieben; ich könnte schwerlich Intelligenteres oder alternativ Dümmeres dazu schreibend produzieren, je nach eigener Positionierung ;) )
Nr. 3 Skurilles Ereignis aus dem Schüler- und Schülerinnenalltag

Meine Top 3, die mich thematisch spontan angezogen haben
Nr. 1 Social Web Pathologien
Nr. 2 Wie macht man einen Open Workshop?
Nr. 3

Und ich mache jetzt bestimmt keine Abstimmung, über was davon ich jetzt bloggen soll, denn dann gewänne am Ende noch…. die Politik und das Urheberrecht! ;)

Nein. Es wird…………. Überraschung! :)

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Vorgedanken zur #rp12 zu OpenScience; hier: Lehre – öffentlich –


Ich habe ja, so habt ihr sicherlich schon über die verschiedenen von mir “bespielten” Kanäle mitbekommen (weil ich SO stolz drauf bin) das Glück, Teil einer Session auf der re:publica sein zu dürfen, und zwar der zum Thema Open Science: Raus aus dem Elfenbeinturm! Forschung und Lehre zum Mitmachen (Track: re:learn). Die anderen “Mitspieler” sind Oliver Tacke – der Organisator des Ganzen, dann Matthias Fromm und last but not least der von mir hochgeschätzte Volkmar Langer. Matthias hat sich hier schon einmal Gedanken zu seiner Position gemacht, Oliver dort und Volkmar da, dem möchte ich nun in Bezug auf die meinige, hier insbesondere bezogen auf die Lehre, nachkommen.

Da ich für meinen Input ca. 10 Minuten zur Verfügung haben werde, muss ich mich kurz fassen und zügig auf den Punkt kommen. Was gibt es von meiner Seite aus zu sagen, über Lehre – öffentlich?

[Exkurs: Zur Begriffsverwendung/Begriffsdefinition wird es nochmals einen eigenen Post geben (müssen). Denn "open science" ist mehr als "öffentliche Lehre", dieser Aspekt des Ganzen ist jedoch jener, auf den ich mit meinem Input abzielen werde. ]

TEIL 1: Der derzeitige Inbegriff von öffentlicher Lehre für mich: der MOOC

Hm. Interessant wäre vorab zu wissen, wer alles weiss, was ein MOOC ist, von den Zuhörern/Zuhörerinnen und späteren Mitdiskutanten. Am liebste würde ich allen schon einmal vorab, die es nicht wissen, folgendes YouTube-Filmchen als Hausaufgabe aufgeben. (Ihr seht schon, an mir ist doch eine dieser verhärmten Lehrerinnen verloren gegangen ;) ).

Ein was? Ein MOOC? Das ultimative Erklär-Video

[OoU]

Alternativ in kurz und knapp von mir beschrieben

  • MOOC => Massive Open Online Course
  • kostet nix, frei zugänglich, online
  • Angebot des Veranstalters: Oberthema, Ablaufplan/Taktung, Inhaltsinput (Online Ressourcen), (teilw.) “technische Infrastruktur”
  • Aufgabe der Teilnehmer: Beziehungsaufbau, Weiterverarbeitung des Inputs und dadurch Generierung und Mitaufbau eines sozialen Lernraumes (Inhalte & Beziehung) oder frei nach Downes & Siemens bezogen auf das Tun: ORIENTIEREN -> ORDNEN -> BEITRAGEN -> TEILEN.

Zu theoretisch? …. Dann hier an einem konkreten Beispiel, dem #opco11.

Der #opco11 als ein Bespiel für einen MOOC

  • Veranstalter -> Uni Frankfurt (studium digitale) und weiterbildungsblog.de
  • Angebote des Veranstalters
    • Agenda
    • Inhaltsinput, siehe z.B. Lektürevorschläge für die Woche 2 hier
    • Online-Sessions (mittwochs) (via AdobeConnect), beispielhaft ebenso für die Woche 2 unter dem Punkt Online-Event
    • Montägliche Einstimmungs aufs Wochenthema via Blog-Post
    • Aggregation von entsprechend getaggten Blogbeiträgen und entsprechend getaggten Tweets, beispielhaft zu sehen hier
    • Freitäglicher Newsletter
  • Beipielhafte Aktivitäten der Teilnehmer hier (z.B. Twibbon, Etherpads, Tricider, Audioboo, Wiki,…)
  • Beispiele für sonstige Folgen und Nebenwirkungen: Freundschaften und Jobs.

TEIL 2: Blend: Der MOOC in der Wissenschaft (hier: der Lehre) am Beispiel des #ocwl11

Beim #ocwl11 handelt es sich nun um den Versuch eines Blending von MOOC und Universitätsseminar. Die gleichsam geniale Idee, die m.E. wesentlich zum Funktionieren beigetragen hat, war das Einführen der Rolle der “Paten”.

TEIL 3: Probleme? Nein. Aber Herausforderungen; oder auf wissenschaftlich: Antagonismen

Die Adaption eines MOOCs in das institutionelle Umfeld Universität war – gelinde gesprochen eine Herausforderung. Diese haben Johannes, Volkmar und ich in einem englischen Beitrag reflektiert; dieser befindet sich jedoch noch im Reviewverfahren, ich werde die URL jedoch sobald verfügbar an dieser Stelle nachreichen. Hier schon einmal vorab die fünf Antagonismen, die es im Laufe des Blends auszugleichen galt, in Englisch, wie der Originaltext.

  1. self-regulated vs. scripted learning
  2. creative chaos vs. need for structure
  3. established community of practice vs. time-limited learning group
  4. supposed digital natives vs. residents
  5. offline vs. online

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Mein kleines Online-Leben nach dem Tod


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Zum Anlass
Wie haltet ihr’s mit eurem Online-Leben nach dem Tod, so ähnlich fragte ich kürzlich twitternd in die Welt hinein. Ich kann nicht einmal mehr sagen, was der konkrete Anlass war.  Zumal ich mich (nicht zuletzt wegen der sonnigen Tage zur Zeit) sehr am Leben erfreue.
Es muss wohl daran liegen, dass schon während meines Erziehungswissenschaften-Studiums mich gerade die (Schmuddel- und Rand-?)Themen Tod & Sterben, Sexualität und auch Behinderung (immer im Zusammenhang mit und bezogen auf Bildungsprozesse i.w.S.) angezogen haben.

Zu den erhaltenen Rückmeldungen
Interessanterweise bilden die Antworten auf den kleinen Tweet eine ganze Bandbreite von möglichen Umgangsweisen mit dem Online-Leben nach dem Tod ab.

1. Nach einer bestimmten Zeit, in der man sich nicht einloggt -> Selbstlöschung
@XannaX1180 fordet hier: “am besten sollten alle Accounts, die 6 Monate ohne Login sind,gelöscht werden.Ggf mit Vorwarnung. Nix mit Online-Leben nach dem Tod.”

2. Nix
Nix, aber ein Nix der anderen Art schlägt @e_trude hier vor mit “Die Stimme hört dann einfach auf zu sprechen – gut war’s. Das war’s.” Eine Sicht auf die Dinge, die mir außerordentlich gut gefällt. Für mich.
Versetze ich mich jedoch in die Rolle der Zurückbleibenden, derjenigen, die eines Tages wahrnimmt, dass eine geliebte Stimme aufgehört hat zu sprechen,  breitet sich ein latentes Gefühl der Ungewissheit in mir aus. Hätte ich noch eine Chance, mich zu verabschieden, noch einmal auszudrücken, dass mir die Stimme wichtig ist und ich sie vermissen werde? Alternativ kann ich natürlich immer einmal wieder – im Hier und Jetzt und vor meinem Ableben – genau jenen Stimmen verlautbaren, dass sie mich erreichen und berühren.

3. Jemanden beauftragen
@MissCranberry schlägt hier vor ” jmd [zu] beauftragen, der die online-iche löscht. Wenn ich gehe, geht auch mein online-ich” Beauftragen kann man natürlich auch mit anders lautender Mission. Z.B. im Namen meines nicht mehr existierenden Ichs eine Nachricht zu twittern/ zu facebooken. (Da fallen mir doch spontan einige “schräge” Texte ein, die da in Frage kämen ;) ).

4. Passwort-Datei hinterlegen
@anjalorenz überlegt hier “Vielleicht sollte man eine Kopie der KeePass-Datei irgendwo platzieren…” … hm… auch nicht so abwegig… wobei es dann auch schon wieder zufällig sein kann, wer die Datei im Nachhinein finde, ob er oder sie sie finde … und was er oder sie damit mache. Aber dies ist wahrscheinlich genau der Reiz jenes Vorgehens.

Wie halte ich’s jetzt?
Ich halte es mal – zumindest für heute – mit der @e_trude’schen Version des Umgangs. Falls ihr nichts mehr  von mir hören solltet, es war sehr schön mit euch! :)

Und Du?

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Merkmale eines MOOCs


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Zum Anlass
Gabi Reinmann hat Stefanie Panke gelesen. Und dabei aus fraglichem Text die vermeintlichen Merkmale (Kennzeichen) eines MOOCs extrahiert, die da wären
a) mehr Inhalte als verarbeitbar,
b) daraus Auswahl und Rekonstruktion durch Lernende,
c) Übertragung ja nach individuellen Ziele in je eigenen Kontext und
d) öffentliches Vertreten des eigenen Standpunktes.

M.E. zu recht argumentiert Erstgenannte, dass es sich ja - bis auf d) – um nichts Neues handele, deshalb, so schließe ich weiter, a) – c) (zumindest) als Merkmale/Kennzeichen nicht geeignet sind. Was mir den Anlass gibt, solche Merkmale zu sammeln. Da d) ja als solches durchzugehen scheint, habe ich schon einen Posten auf der Liste. Weitere finden sich – vorschlagsmäßig – im Folgenden.

Eine erste Auflistung

- Thematische Eingrenzung
Und da fängt es schon an. Merkmal, mag sein. Aber keines, in dem sich MOOC von sagen wir einem universitären Seminar unterscheidet. Diese sind genau so thematisch eingegrenzt und heißen Externes Rechnungswesen oder Konzernrechnungslegung. Was ist/kann der Unterschied sein zwischen der thematischen Vorgabe eines MOOCs und eines Seminars? Aller höchstens das Zustandekommen. Während zweiteres Teil eines “Lehrplanes” ist, werden beim MOOC Themen aufgegriffen, die gleichsam “in der Luft” liegen? (Will nicht sagen aus der Luft gegriffen ;) )

- Digitale Öffentlichkeit
Das Merkmal gilt. Da ja schon als neu und anders an anderer Stelle “geadelt”: “Das hat man in klassischen Veranstaltungen (auch technologiegestützten) meistens nicht und dürfte wohl als einzige wirkliche Besonderheit gelten – mit entsprechend Vorteilen und Nachteilen.”

- Freiwilligkeit
Das Kriterium Freiwilligkeit ist schon wieder in seiner Tauglichkeit als Merkmal fraglich. Zwar müssen unsere Studierenden an sog. Pflichtveranstaltungen teilnehmen, ins Studium an sich wiederum haben sie sich freiwillig begeben. Vielleicht sollte man das Merkmal eher am Grad der Freiwilligkeit festmachen. Höchstmaß an Freiwilligkeit der Teilnahme an einem MOOC, … der einzige Zwang ist vielleicht lediglich ein mit der Zeit aufkommender Gruppenzwang. ;)

-  Infrastrukturelles und vorstrukturiertes Angebot
Auch die Universität bietet eine gewissen Infrastruktur (z.B. Räume, sogar virtuelle wie z.B. Moodle) und das Angebot ist (i.d.R. sogar sehr) vorstrukturiert. Als Merkmal (zur Abgrenzung an sich) wiederum nicht sehr geeignet. Wobei die Ausprägung der Merkmals-Teile beim MOOC und einem traditionellen Seminar eine andere ist: Beim MOOC besteht die gebotene Infrastruktur a) zu einem größeren Teil aus der Inanspruchnahme von Drittanbietern (Tools), außerdem wirken TNs an der Infrastruktur kontinuierlich mit. So wird u.U. von den TNs – jeweils nach Bedarf – eine Gruppe gegründet oder ein Forum eingerichtet etc. (Stichwort: Mitgestaltung). Entscheidend ist hier lediglich, ob das Angebot von den Mitlernern und Mitlernerinnen akzeptiert wird. Das  (vorstrukturierte Inhalts-)Angebot besteht aus OER (anstatt aus urheberrechtlich geschützten Materialien), die frei zugänglich sind.

- Kostenlos & frei zugänglich
(Hier das frei zugänglich nicht bezogen auf die Materialien, sondern den gesamten Kurs) Schwierig, schwierig. Ein Studium ist zwar nicht ganz kostenlos, es fallen Semestergebühren an, außerdem Lebenskosten, zweitere hätte man allerdings eh zu tragen, erstere muss man nur ausgeben, so man an den Prüfungen teilnehmen will (also eingeschreiben sein muss). An einem MOOC kann man auch nur teilnehmen, wenn man vorher in einen PC, Laptop oder sonstiges geeignetes mobiles Endgerät investiert hat, der MOOC an sich wiederum kostet nichts als … ACHTUNG…  als Zeit.

- Ergebnisoffen
Während beim traditionellen Seminar der/die Lehrende eine bestimmte Vorstellung hat, was nach dessen Ablauf gelernt worden sein sollte, meist sogar niedergelegt in Lernzielen, ist ein MOOC vergleichsweise ergebnisoffen. Auffallend ist  dieser Aspekt z.B. dann, wenn Akademiker und Praktiker gemeinsam an einem Thema arbeiten… und beide fassungslos Argumentationsstränge und thematische Interpration ins andere Lager hinein verfolgen. ;)

- Nebeneffekte überlagern intendierten und propagierten Haupteffekt
Bei diesem Merkmal bin ich mir ganz unsicher, ob es nicht nur mich betrifft. Für mich war der Lerneffekt beim letzten MOOC – so ich den selbst überhaupt beurteilen kann – rudimentär. Viel wichtiger: Menschen (näher) kennen lernen, mit diesen probeweise zusammenarbeiten, hinterher professionell zusammen kommen. Nein. Ich habe das schon richtig verstanden. Ein MOOC ist zum Lernen da. Das nebenbei gemacht hat dann halt überwogen.
Aber genau wie oben ebenso: Ist das z.T. beim ganz gewöhnlichen Studium anders?

Zur Diskussion
Meine Frage nun zur Diskussion: Die weiters von mir vorgeschlagenen Aspekte/Merkmale, machen die einen MOOC aus? Wenn nein, warum nicht? Und welche fehlen?

Ist vielleicht der ganze Ansatz: Finde Merkmale, die einen MOOC zu einem solchen machen … ungeeignet? Handelt es sich bei allen Konzepten von initiiertem Lernen um die gleichen Kriterien, nur in verschiedener Ausprägung?

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