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Das #mmc13 Veranstalter-Team in Klausur. Ein Bericht


[(Beweis-)Fotos kommen noch, das ist hiermit feierlich versprochen. Die werden nur im Moment noch von @heinz unter Verschluss gehalten, ausgewählt und retouchiert. ;) ]

Ein Arbeits- und überhaupt auch sonst sehr intensives Wochenende neigt sich seinem Ende zu. Angefangen hat dies bereits am Donnerstag Abend, als @dieGoerelebt mit einem kleinen Koffer gepackt mit Übernachtungszeugs und einer noch kleineren Tasche, die ihr ganzes Büro enthielt, in den Frankfurter Hauptbahnhof einrollte.

Donnerstag Abend im Zeichen des Team-Building

Online und von gelegentlichen Treffen “kannten” wir uns ja schon. Und wir hatten definitv das Gefühl nicht nur zusammen arbeiten zu können, sondern so ein Projekt … oder besser gesagt unsicheres und unsicher machendes Unterfangen wie einen cMOOC zusammen zu wuppen. Wir treffen aufeinander. Des Abends. Bei leckerem Essen im nachweihnachtlichen Bad Vilbel. Nach dem zweiten Glas Wein zusammen kommen die ersten Abgründe zum Vorschein, werden von den Gegenüber ausgeleuchtet, miteinander abgeglichen. Kommentiert. Wir mögen uns noch. Der MOOC muss also nicht abgesagt werden. Wir beschließen, zusammen die vorbereitenden Arbeiten zu beginnen. Schluss mit lediglich Socializing.

Schluss mit Socializing – jetzt wird was geschafft

Es folgen auf diesen folgenschweren Entschluss zwei Tage konzentriertes Arbeiten bis an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit. Um die jeweils als “das ist kein Ding, ganz flugs erledigt” bezeichenten Klenigkeiten und sich zum Teil zu “das ist noch nicht ausgereift, da müssen wir uns grundsätzlich was Anderes ausdenken” Monster zu besiegen.

Aber jetzt mal konkret. Was für Monster haben wir besiegt? Wir haben… konzipiert, getextet, expliziert, ausprobiert, gespielt… und noch viel mehr.

Konzipieren.

Fragen wie wären Umfragen angebracht treiben uns um, wie die Fragen darin gestaltet und was genau gefragt werden könnte/sollte. In wie großen Happen und wann genau abgesetzt. Wann stehen welche Blog-Posts welchen groben Inhaltes an und wer soll diese schreiben bzw. übernimmt dafür zu Zeiten die Verantwortung? Und geschrieben/getextet wollen die ja auch noch werden.

Texten.

Und getextet haben wir bzw. vorwiegend die Dörte z.B. diesen und jenen Post. Und ein paar Teile zu später folgen sollenden haben wir auch noch vorgeschrieben, wobei wir gemerkt haben, dass mitnichten alle und vollständig vorgeschrieben werden kann. Zumindest nicht bei einem so sich dynamisch entwickelnden MOOC und Thema.

Trotzdem haben wir – zwischendurch und in Stillarbeit – getextet wie die Wilden. Und das nicht nur für den Blog, sondern auch eine Einreichung für die #rp13. Und diverse E-Mails, an die Impulsgeberinnen, Expertinnen on Air, an die Reflektorinnen und an die WIKI-Experten.

Explizieren.

Aber das klingt so leicht und fluffig. Mal einen Post schreiben geht ja noch. Das machen wir ja schließlich andauernd. Einen (ganzen) Post vorschreiben? Das ist schon schwieriger. (Probiert das mal!). Oder auch nur Passagen schreiben, die man später defnitiv verwenden wollen wird. Und dann haben wir – wie oben angemerkt -  die eine oder andere E-Mail getextet.

Aber die ist (auch) nicht einfach mal so hingeschrieben. Es hat gebraucht, sich darüber zu verständigen, im Team, wie man die Rollen stricken wollte, könnte, sollte. Heraus gekommen sind letztendlich die Explikationen an die Expertinnen on Air, Impulsgeberinnen, Reflektorinnen und WIKI-Expertinnen.

Administrieren.

Dazwischen immer mal wieder ganz schnödes administrieren. Das gehört nämlich auch dazu, so als MOOC-Veranstalter. Zu meiner Freude war sich keiner von uns zu keiner Zeit zu fein dazu. Da wurden fleissig, sobald sich einen Teilnehmerin angemeldet, die Teilnehmerliste aktualisiert, die eine oder andere Information auf den feststehenden Seiten des Blogs ebenso aktualisiert. Nichts was Ruhm und Ehren einbringt, halt einfach nur gemacht werden muss. Ach ja. Und die E-Mail-Verteiler für Expertinnen on Air und Reflektorinnen wie auch die anderen Gruppen zusammengestellt. Aber da fing es schon wieder an, sich von der (schlicht) administrativen Ebene zu lösen. Und hinüberzugleiten in Diskurs und Ausprobieren.

Ausprobieren.

Sollen wir mit einer #howtomooc E-Mail-Adresse Impulsgeberinnen & Co. mit unseren Explikationen beglücken? Kann man aus unsrer Google+ Community heraus Hangouts ON AIR starten? Je tiefer wir uns in unsere (potentielle) Google+ und YouTube-Präsenz vertiefen, desto mehr kommen wir vom Diskutieren über das Ausprobieren ins…

Spielen.

Immer weiter spielend landen wir letztendlich sogar bei SoundCloud mit einem gar eigenen #howtomooc Account. Den müssen wir jetzt nur noch bespielen. ;) … vielleicht sollten wir noch den ultimativen #howtomooc #jingle vom @Tastenspieler abwarten!

Zum guten Schluss. Die Gesamtwürdigung

Das (von vorne her verlängerte) Wochenende endete für mich am gleichen Ort an dem es begann. Ich schubse die Dörte in den Zug und ziehe von dannen. Ich kann Abschiede an Bahnhöfen nicht gut ertragen. Da steht mir gleich immer die Träne im Knopfloch. So auch heute. Bevor der Zug Gelegenheit hat abzufahren, bin ich deshalb schon wieder am Südausgang angelangt. Auf meinem langen Fußweg nach Hause ziehe ich nochmals Resümée. Und das lautet zusammengefasst, so ganz kurz und knapp in unter 140 Zeichen: “Work hard, play hard”. Und … der MOOC (und überhaupt alles) wird gut. :)

Einen schönen Sonntach euch noch

Eure m

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Bloggen, twittern, lesend recherchieren…. lohnt der ganze Aufwand überhaupt?


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Kürzlich in fröhlicher Runde beim Sonntags-Kaffee. Jeder erzählt aus seinem Leben, was ihn so betrifft, betroffen macht, beschäftigt und erfreut hat, die vergangenen Tage. Ich erzähle – wer mag mir’s verdenken – von euch. Von #howtomooc, dem #mmc13 und meinen sonstigen virtuellen Freu(n)den. Es dauert nicht lange, bevor die Frage aufkommt, was ich daran (an euch) denn verdiene. Wo ich doch soviel Arbeit in meine Online-Aktivität stecke.
Die Antwort ist schnell gegeben: Nix.

Die Frage *dahinter* bleibt jedoch.

Warum tue ich das?

Wenn es kein Geld ist, warum tue ich das? Ist es eine Frage der Ehre? Der Spass, ein sonstiger Vorteil für derzeitige oder zuküftige Erwerbsarbeit? Obwohl man sich selbst da nicht immer zur Gänze durchblickt, versuche ich einen Einblick in meine ureignen Motivationen zu geben. Dies insbesondere dehalb (Motivation für Offenlegung meiner Motivation ;) ) um die eurige in Erfahrung zu bringen.

Alles für die Ehre

Oder Neuhochdeutsch: Im Namen der Reputation. Ich freue mich außerordentlich, so jemandem mein Name einfällt, wenn es z.B. darum geht ein Lehr-Lern-Szenario zu entwickeln, das Microblogging einbezieht, um öffentliches Lernen zu praktizieren, … oder um Lernen im Rahmen von MOOCs.

Wobei die Ehre nicht der erste und bei weitem nicht einzige (An-)Treiber.

Einfach weil es Freude macht

Aber das darf man ja eigentlich gar nicht zugeben. Dennoch und kurzum, es ist genau so und das: Es macht mir Freude, Quellen zum Thema Lernen, Bildung, Hochschule und Weiterbildung im Internet ausfindig zu machen, zu lesen, zu rezipieren, zu kommentieren …und auch noch kommentierend weiterzuverbreiten. Es bereitet mir große Freude, mich über diese Inhalte auszutauschen und zu streiten. Und ich mag es, begründet durch diese Funde, Text und Nachdenkereien in Form von Blogposts zu verfassen, die wiederum Grundlage für ein Weiterdenken und -suchen sind. Sozusagen Belohnung im Hier und Jetzt, auf persönlichste Art. Und/aber was ist mit dem Business?

Boost für aktuelle Arbeit

Twitter ist jedoch dadurch mitnichten reine Zeitverschwendung, sondern gibt mir mehr als zu einer Gelegenheit einen Boost an meinem derzeitigen Arbeitsplatz.
Beispiele gefällig?

  • Habe ich eine spontane Moodle-Frage, so poste ich diese in 140-Zeichen mit einem #followerpower dahinter (anstatt stundenlang Foren und FAQs zu durchforsten). Dann lehne mich zurück und widme mich einer anderen Aufgabe. Meist schon 10 Minuten später wird mir die Antwort bequem via @reply angeliefert, ganz oft noch mit einem entsprechenden Link in ein Forum hinein oder zur entsprechenden Antwort zur FAQ.
    An dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön an alle hilfreichen Moodle-Experten in meiner Timeline. Ich weiss euch und eure Hilfestellungen sehr zu schätzen.
  • Die neue Version von Moodle (und deren Tücken) war mir schon vor Einführung bekannt, da in der Timeline erwähnt, diskutiert, Lösungen und Work-arounds dafür gefunden.
  • Über Twitter halte ich mich auf dem Laufenden über Neuigkeiten und Bewegung in der Hochschullandschaft (und nicht nur der) zu didaktischen Innovationen (oder es sind eher Versuche, die zu solchen auswachsen können).
  • Für meinen Job relevante Veranstaltungen kann ich nicht mehr verpassen. Sie poppen zum Anmeldezeitrahmen in der Timeline auf… und dann wieder kurz vorher, wenn die jeweilige Veranstaltung ansteht.
  • … und vieles mehr.

Training für zukünftige Arbeit

Nichts ist für ewig, auch Stellen im öffentlichen Dienst sind zur Zeit befristet. Da lohnt es sich zwar nicht Wissen auf Halde zu schaffen, aber bestimmte … nennt man das Kompetenzen? ;) – zu entwickeln, die – und zwar egal wo man landet – von Vorteil sind. Was ich von/über/durch euch lerne, was mir für meine zukünftige Arbeit von nutzen sein wird. Und fürs Leben an sich und überhaupt.

  • Andere Perspektiven gelten und sich von diesen anregen lassen.
  • Aus einer Fülle von Angeboten und Anfragen die “Richtigen” mit traumwandlerischer Sicherheit herausfischen.
  • Mit Menschen (im firmeneigenen, aber auch übergreifenden Netzwerk) gemeinsam ein “Projekt” wuppen können.
  • Am Puls der Zeit des eigenen Fachgebietes bleiben und diskursiv beurteilen können, ob für den jeweiligen AG lohnend – oder eher nicht. Apropos Puls.

Im (Flow des) Lernen(s) bleiben

Lese ich im Buch oder Internet (oder der ct) über ein Thema, erfahre ich in gewisser Weise Neues, binde die neuen Infos im Idealfalle in mein zukünftiges Verhalten ein. Sie helfen mir z.B. Routinetätigkeiten anders anzugehen und diese damit effizienter abzuarbeiten. Oder servieren mir Ideen, wie diese gleich ganz überflüssig werden können. Der Effekt ist jedoch meiner Erfahrung nach tiefgreifender, so ich das Neue gar selbst produziere. Wie in Form eines Blogposts unter Einbezug und Verlinkung des zuvor recherchierten. Testet man das ganze dann auch noch an der (Online-)Realität aus, … und liest bei anderen über deren Experimente im und mit dem Netz, fängt das ganze wieder von vorne an. Frau kommt in einen Sog/Flow, … der hoffenlich in einer Spirale nach oben führt (oder aber uns alle in den Abgrund reißt. Aber das wäre noch auszutesten. ;) ).

Schreiben als Grundbedürfnis

Vielleicht ist es aber auch einfach nur so, dass Schreiben ein Grundbedürfnis von mir ist. Und würde ich nicht online schreiben, so täte ich es in einem kleinen verstaubten Tagebuch, verschlossen mit einem Schlösschen, das des Wortes Schloss nicht würdig ist (denn mein Motto ist auch offline open ;) ). Einfach nur, weil ich mich schriftlich mitteilen muss.

Und ihr? Warum tut ihr das? Dafür interessiert sich

Eure m

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Und? Wie war DEIN Tag so?


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Der Stein des Anstoßes.

Er atme das Internet, so @martingiesler einleitend über seinen Tag(esablauf). Fasziniert folge ich ihm an der Seite Zeile um Zeile Stunde um Stunde, bis er diesen beschließt: “Manchmal ist es dann beim Einschlafen ein komisches Gefühl, kein Internet mehr in der Hand zu haben. Aber spätestens, wenn ich morgens wieder aufwache, ist es ja wieder da. Das ist doch jetzt nicht so schlimm, oder?

Denn “Sharing is caring.”

Bevor ich mich traue mir den Gedanken zu machen, wie sehr sich mein Tag von dem seinen unterscheide (oder wie sehr sich diese ähneln?) poste ich den Link auf meiner Lieblingsplattform. Auf dem von mir wie eh’ und je stiefmütterlich behandelten G+ schiebe ich ihn hinterher. Einfach so. Um mein stiefmütterlich schlechtes Gewissen zu dämpfen. Oder weil “Sharing is caring”.

Erstaunlicherweise innert kurzer Weile auf beiden (!) Plattformen gleichartige Reaktion.

Die Antwort im (/des) Social Web

Der @stober_stephan auf Twitter.

Und ein “Irgendwie ist das traurig.” vom Daniel Spielmann auf G+.

Dieser kleine Kampf um die best zu lebende Alltagskultur zieht sich offensichtlich durch die ganze Gesellschaft, so wie der Artikel zu Offline-Sucht gerade seinen Siegeszug durch meine Timeline. “Sie bewegen sich durch die reale Welt, als wären sie dort geboren, kommunizieren “Face-to-Face” oder gehen “Analogsurfen”. Sie vernachlässigen Facebook-Freunde, verlieren ihr ganzes Geld in sogenannten “Läden” und sind oft nicht fähig, sich in Foren und Chats adäquat zu äußern: Die Rede ist von Offlinesüchtigen“, so der Appetizer. Aber ich lasse mich wegtreiben, vom eigentlichen Anlass. Dem typischen, meinem, Tagesablauf.

Und? Wie ist denn jetzt so mein 08/15-Tag?

Zumindest nicht wie mein heutiger. Beim Schreiben des Textes sitze ich (obwohl kurz vor 12) bei meiner kalt gewordenen Tasse (Frühstücks-)Kaffee. Draußen – gleich am Ufer des Jabelschen See, an dem ich vor mich hin urlaube – wütet ein Gewitter. Der Platzregen kümmert den Hund, gemütlich in ihr Körbchen positioniert gleich neben meinen Beinen, nicht eine Bohne. Sie fühlt sich wohl wie ich. Wir sind ja im Drinnen.

Drinnen spielt sich auch hauptsächlich mein sonstiger typischer Tagesablauf ab. Drinnen daheim. Und drinnen auf Arbeit. Zäsuren gibt es lediglich, so ich den Ort wechsle. Also in der Regel (leider und lediglich) zwei bis drei.

Phase 1: Vor der Arbeit ist Vorarbeit

Wach werden. (Gar keine so leichte Aufgabe für einen nicht Wach- sondern Nachtmenschen wie mich). Am zuverlässigsten mit einem halben Liter Kaffee, langsam eingeflöst. Twitter checken, um zu schaun, ob die Welt noch in Ordnung ist. E-Mails checken (nein, die sind wider mein Wunsch und Erwarten immer noch nicht tot), damit ich mich auf Arbeit traue. Wenn “Luft rein”, ab aufs Fahrrad. Der erste Ortswechsel.

Phase 2: Auf der Arbeit

Kaffee holen in der Mensa. Mein persönlicher Morgen-Luxus. Kurz Kolleginnen begrüßen. Losarbeiten. Jetzt hauptsächlich in geschlossenen Online-Räumen. Wie in unserem LMS. Im Backend unserers Typo3. Oder im Innern unseres noch nicht online gegangenen Alumni-Portals.

Twitter darf nur aus zwei Gründen konsultiert werden.

Erstens: Zur ultimativen Ausnutzung der #followerpower. Habe ich eine (Fach-)Frage (meist irgend was Techisches oder wie man eine Idee effizienter umsetzen könnte, als es mir auf den ersten Gedanke einfällt), die ich nicht schnell genug selbst recherchiert bekomme, frage ich die Timeline. Erst wenn von euch nichts weiter Verwertbares kommt, frage ich mich intern durch. Weil’s in der Regel so herum einfach schneller zur Lösung kommt.

Zweitens: Als Turbo-Motivator. Wenn ich mit der mir vorgenommenen Aufgabe in zwei Stunden durch bin, darf ich zur Belohnung die letzten 20 Tweets meiner Timeline konsumieren. Wenn ich schneller als das bin, einen Tweet absetzen. Funktioniert bei mir immer (noch). Es sind die kleinen Freuden, die mich zu Höchstleistungen anspornen! :) . Kleine Ortswechsel gibt’s für einen gelegentlichen Jour Fixe, eine Schulung hie und da, Treffen Auge-in-Auge. Großer Ortswechsel.

Phase 3: Nach der Arbeit.

Zuhause angelangt gebe ich mich dann hemmungslos meinem Online-Leben hin. Verfasse Blogbeiträge, setze @-replies in meine Timeline ab. Folge allen mir schmackhaft gemachten Links, die es tags nicht auf den Schirm zu mir geschafft haben. ODER. Ich treffe mich mit Kolleginnen zum Absacker im Größenwahn. Oder mit einem lieben Menschen einfach so. Purste Offline-Zeit. Kein Computer, kein Internet, kein Handy. Von Angesicht zu Angesicht. Aus vollem Herzen. Im Hier und Jetzt. Was manchmal ganz schön anstrengend ist. Bettzeit.

Und Deiner?

Die spontane Idee zu einer Blogparade, mit der ich ins Virtuelle fragen wollte, wie euer Tagesablauf so aussieht, habe ich so spontan verworfen, so spontan wie sie mir in den Sinn gekommen war. Dies deshalb, da ein detaillierter Ablaufplan eines Tages wohl eher einer der Aspekte im Leben eines Onliners ist, den der doch nicht so dezidiert offen legt/offen legen mag.

Darüber twittert und blogt man nicht!

Passend dazu der kleine Schlagabtausch zum Thema zwischen @dunkelmunkel, @Tastenspieler und dem @herrlarbig, der in bezeichnendem Tweet gipfelte.

Am nächsten Morgen dazu (relativierend) @damianduchamps.

Was ist schon “normal”?

Dennoch bleibt die Frage für mich im Raume, etwas allgemeiner gehalten doch durchaus in einem Kommentar beantwortbar? Wenn @martingiesler‘s Virtualisierung seines Lebens 9 von 10 Punkten darstellte, auf wie viele Punkte ist Dein Alltag “eingenordet”? Und noch wichtiger, wie beurteils Du die Intensität der Virtualisierung des eigenen Alltags in ihrer Auswirkung auf die je individuell gefühlte Lebensqualität?

Fragt sich und euch

m

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#i(ch)l(iebe)(e)s


Ich komme gar nicht mehr hinter her, mit dem Leben. Deshalb ein Beitrag, der eigentlich drei werden sollte. Weil drei Ereignisse für mich die vergangenen Tage bestimmten.

1. Die Laudation auf den #ils Studiengang zum Social Media Manger/zur Social Media Managerin in Berlin
Ich war am Montag nach Berlin geladen, um eine Lobesrede auf den Studiengang und die Dörte zu halten. Unser Studiengang hat nämlich gewonnen. Und zwar die Auszeichnung “Fernkurs des Jahres 2012″, einer von 2 Publikumspreisen des Forum DistanceE-Learning, abgestimmt werden konnte für die nominierten Lehrgänge auf fernstudientag.de, wo immerhin über 17.000 (sic!) Stimmen in 3 Wochen abgegeben wurden (wie ich aus sicherer PR-Info Quelle weiß ;) )
Was das ganze so bewegend für mich machte:

-> Ich hatte ja auch am Fernlehrgang mitgeschrieben. Von daher war es, als kriegte auch ich den Preis.

-> Ich habe ja Angst, vor einer größeren Anzahl von Menschen als 3 zu sprechen. Herzlichen Dank für die Unterstützung vor der Ansprache an meinen “Händchenhalter”.

-> So exzessiv gefeiert hatte ich schon lange nicht mehr. Und mir ist jetzt klar: Für sowas bin ich zu alt. ;)

2. Ein gar erquickliches Seminar im Second Life
Gleich darauf folgte eine Seminar (auch im Rahmen des #ils Studienganges) im Second Life, ein erster Abend von deren sechsen (und ein halber Samstag), bei dem es zunächst um eine Einführung ins Second Life ging, damit alle sich in der virtuellen Welt zurechtfinden können und lern- und handlungsfähig darin werden. Was in diesen Worten ziemlich arbeitsreich klingt, war faktisch nicht nur kurzweilig, sondern auch sehr spassig und beeindruckend. Letzteres insbesondere aufgrund einer Virtualisierung eines viralen Effektes. Für alle, die neu im Second Life sind, und zunächst ein paar Fingerübungen brauchen, die inspiriere die Anleitungen ab Minute 4 im Filmchen hier.

3. Online zum Nachschauen: #opco12 und #creativecommons auf #unitv
Und über der ganzen Aufregung wegen der Rede und den Abenteuern in virtuellen Welten habe ich die Einführungsveranstaltung zum #opco12 verpasst, die ich just gerade immer wieder zwischen dem Überlegen und Tippen nachschaue, und zwar hier. Außerdem gab’s noch mehr zu sehen, und zwar eine Diskussion zu Sinn und Unsinn von CreativeCommons auf #unitv, die heute Abend auch noch dran sein wird.

Und dann ist mein Tagwerk wohl vollbracht. Gehabet euch wohl und eine gute Nacht,

eure monsi.

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… und wenn wir alle zusammenziehen?


Zu Ostern habe ich eine zweite Kinogänger-Karriere gestartet. Und zwar mit

So eine richtige Cineastin (will heissen, dass ich wüsste, wer der Regisseur/die Regisseurin ist und wer die Schauspielerinnen) war ich zwar nie, jedoch bin ich immer gerne in unser lokales Kult-Kino (das es im Übrigen – aller Unkenrufe zum trotz – wohl immer noch gibt) gegangen, einfach nur wegen dem Inhalt, der Story, die für mich zumindest während des Dabeiseins zur Realität wurde. Die Zeit der großen Kino-Komplexe haben mich zwischendurch mal eine Pause einlegen lassen. Ich mag nun mal keine Großkinos, die die Filme, die mich interessieren, in den kleinsten Hinterecken zeigen. Und Popp-Korn mag ich halt auch so gar nicht. Es riecht zwar recht gut, schmeckt aber nach Pappe. Und Pappe mag ich weder in gesalzen und schon gar nicht auf süß getrimmt. Das obligatorische Beck’s hingegen nehme ich (mit).

Aber ich bin ganz vom Thema abgekommen. Warum ich euch den Streifen ans Herz lege?

Wegen Witz, Wahrheit und schrägem Ende.

Witz
Eine der witzigen Aussprüche, an die ich mich noch erninnern kann, ist jener, dass man ja wohl in dem Alter einen umbringen könne, wenn der Anlass stimmt. Denn lebenslänglich sei nun wirklich keine Drohung mehr.

Oder die Sargfarbe von Jeannes Sarg. Mein rosa #ilike.

Wahrheit
Die (tiefe) Wahrheit, die ich immer wieder heraussah war jene, dass es ein supertolles, reines, erfolreiches, gutes Leben an sich eben gar nicht so gibt. (Außer vielleicht auf Drogen?) Vielmehr ist es wahrscheinlich die (Lebens-)Kunst, mit seinen Einschränkungen, Unzulänglichkeiten, Verletzungen etc. eben dennoch und immer wieder gut (bestmöglichst) sein Leben zu leben.  Das klingt jetzt ziemlich unkonkret? O.k. Machen wir’s konkreter. Das Leben ist doch immer durchwachsen. Wir fühlen uns nicht immer nur ganz schlecht, und im Gegensatz dazu auch nie niemals pur gut. Aber dennoch können wir das gute Leben leben. Und das kommt im gemeinsamen Leben der Protagonisten raus. Dass das gute und schlechte wie zwei Seiten einer Medaille sind.

Und dass, wie Dirk es nennt, die Alten, mit denen er zusammenlebt, so alt nun auch wieder nicht sind. Recht hat er.

Schräges Ende
Das Ende fand ich ziemlich schräg. Aber das nehme ich euch nicht vorweg. Damit ihr es noch selbst gebt/anschaut. ;)

Nächste Woche wieder mit Bildungsthemen. Eure Oster-monsi

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Mein kleines Online-Leben nach dem Tod


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Zum Anlass
Wie haltet ihr’s mit eurem Online-Leben nach dem Tod, so ähnlich fragte ich kürzlich twitternd in die Welt hinein. Ich kann nicht einmal mehr sagen, was der konkrete Anlass war.  Zumal ich mich (nicht zuletzt wegen der sonnigen Tage zur Zeit) sehr am Leben erfreue.
Es muss wohl daran liegen, dass schon während meines Erziehungswissenschaften-Studiums mich gerade die (Schmuddel- und Rand-?)Themen Tod & Sterben, Sexualität und auch Behinderung (immer im Zusammenhang mit und bezogen auf Bildungsprozesse i.w.S.) angezogen haben.

Zu den erhaltenen Rückmeldungen
Interessanterweise bilden die Antworten auf den kleinen Tweet eine ganze Bandbreite von möglichen Umgangsweisen mit dem Online-Leben nach dem Tod ab.

1. Nach einer bestimmten Zeit, in der man sich nicht einloggt -> Selbstlöschung
@XannaX1180 fordet hier: “am besten sollten alle Accounts, die 6 Monate ohne Login sind,gelöscht werden.Ggf mit Vorwarnung. Nix mit Online-Leben nach dem Tod.”

2. Nix
Nix, aber ein Nix der anderen Art schlägt @e_trude hier vor mit “Die Stimme hört dann einfach auf zu sprechen – gut war’s. Das war’s.” Eine Sicht auf die Dinge, die mir außerordentlich gut gefällt. Für mich.
Versetze ich mich jedoch in die Rolle der Zurückbleibenden, derjenigen, die eines Tages wahrnimmt, dass eine geliebte Stimme aufgehört hat zu sprechen,  breitet sich ein latentes Gefühl der Ungewissheit in mir aus. Hätte ich noch eine Chance, mich zu verabschieden, noch einmal auszudrücken, dass mir die Stimme wichtig ist und ich sie vermissen werde? Alternativ kann ich natürlich immer einmal wieder – im Hier und Jetzt und vor meinem Ableben – genau jenen Stimmen verlautbaren, dass sie mich erreichen und berühren.

3. Jemanden beauftragen
@MissCranberry schlägt hier vor ” jmd [zu] beauftragen, der die online-iche löscht. Wenn ich gehe, geht auch mein online-ich” Beauftragen kann man natürlich auch mit anders lautender Mission. Z.B. im Namen meines nicht mehr existierenden Ichs eine Nachricht zu twittern/ zu facebooken. (Da fallen mir doch spontan einige “schräge” Texte ein, die da in Frage kämen ;) ).

4. Passwort-Datei hinterlegen
@anjalorenz überlegt hier “Vielleicht sollte man eine Kopie der KeePass-Datei irgendwo platzieren…” … hm… auch nicht so abwegig… wobei es dann auch schon wieder zufällig sein kann, wer die Datei im Nachhinein finde, ob er oder sie sie finde … und was er oder sie damit mache. Aber dies ist wahrscheinlich genau der Reiz jenes Vorgehens.

Wie halte ich’s jetzt?
Ich halte es mal – zumindest für heute – mit der @e_trude’schen Version des Umgangs. Falls ihr nichts mehr  von mir hören solltet, es war sehr schön mit euch! :)

Und Du?

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Auf Urlaub.


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Nur falls ihr euch wundert…
… warum ich zur Zeit so wenig auf Twitter (und sonst wo) poste: Ich bin auf Urlaub.
Im tiefsten Bayerischen Wald (das war geplant), in kleinster Unterkunft, so eng, dass der Hund an bestimmten Stellen rückwärts wieder raus muss, weil ihr der Wendeplatz fehlt (war vorab klar), nur noch teilverschneit (war zu erwarten), jedoch: Ohne W-LAN (sic!) (das war nicht so gedacht).

Und letzteres ist (für mich – richtig) schlimm. Glücklicherweise ist das Handy im Gepäck, Twitter scannen geht also, will ich jedoch eine von euch gepostete Quelle weiterverfolgen, wird’s schon (sehr) mühselig. Auch das Favorisieren (von Tweets) will nicht so richtig klappen. Ich genehmige mir also zwei bis drei Quellen am Tag, denen ich dann (versuche) ganz intensiv nachgehe (nachzugehen).

Irgendwie erinnert mich das Resultat an einen Artikel den ich – da (leider) nicht offen verfügbar (und den ich deshalb unter normalen Umständen nicht im Blog zitierte) – in Papierform dabei habe. Es handelt sich dabei um eine Veröffentlichung zum Thema Twittern in der Hochschule. (Genaue Quelle: Kassens-Noor, E.: Twitter as a teaching practice to enhance active and informal learning in higher education: The case of sustainable tweets. In: Active Learning in Higher Education 2012 13:9)

In diesem berichtet Kassens-Noor von einem vierwöchigen Kurs zum Thema Sustainability an der Hochschule, in dem Twitter als “outside-of-class learning tool” eingesetzt wurde. Dies jedoch nur für eine Gruppe von Studierenden, die Studierenden der anderen Gruppe sollten zum gleichen Thema ein Lerntagebuch führen und ihre Erkenntnisse in einer abschließenden Gruppendiskussion vergleichen und gegenseitig ergänzen. Konkret sollte über die Untersuchung Erkenntnis zu folgender Frage gewonnen werden: “Does the use of Twitter aid students in learning a particular subject matter? And if so, in which learning contextes does Twitter offer advantages over more traditional teaching methods?” (S. 12)

Und um den Kreis zu schließen, die tendenziellen Ergebnisse decken sich mit der Erfahrung, die ich gerade (gleichsam erzwungen) mache:

- Via Twitter ist Informationsaufnahem um einiges leichtgängiger (vgl. S. 18) verglichen zu traditionellen Formen der Informationsbeschaffung.
- Twitter dient der Schaffung und des Weitergebens von großen Informationsmengen (vgl. S. 16), es ist in Worten der Autorin “a powerful collaboration tool”.
- Twitter hilft dabei, an einem Thema beständig dran zu bleiben. (ebd.)
- Die tradtionelle Methode scheint eher “in-depth thinking and self-reflective learning” zu fördern. (vgl. ebd.)

So erinnerten Studierende der Gruppe 1 (Twitter-Nutzer) wesentlich mehr Information, die sie nicht selbst in Twitter eingebracht hatten jedoch rezipiert, außerdem produzierten sie wesentlich weniger redundante Information (was verwundert, da Redundanz ja immer als Nachteil von Twitternutzung angeführt wird, die Redundanz in traditionellen Settings ist nur anscheinend nicht so sichtbar (?)). Die Studierenden der Gruppe 2 (Lerntagebücher) erinnerten hauptsächlich die Information, auf die sie selbst gekommen waren weil sie sich (wie auch anders möglich?) bis auf die Gruppendiskussion hauptsächlich mit den eigenen Gedanken befasst und auseinandergesetzt hatten.

Ich übe mich also ab jetzt einen Urlaub lang in “deep-thinking” und Selbstreflektion… und hoffe, dass ihr alle nach meiner Rückkehr noch da seid??

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Stirb, E-Mail, stirb!


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Eigentlich bin ich über den Beitrag von Claudia Klinger auf den (heutigen) Webmaster Friday gestoßen.  Zunächst hatte ich ihre Überschrift nämlich für eine ironische Art von Scherz gehalten, die da nämlich lautet: E-Mail: verlässlich, nachhaltig und unverzichtbar.  Aber das war die Aussage mitnichten, wie ich über interessierte und eingehende Lektüre des Textes erfahren durfte.

Der Inhalt in aller Kürze (bitte aber Langfassung dort nachlesen). E-Mails seien verbindlicher, was sie sehr eingängig  mit folgendem Satz unterstreicht und ergänzt:

Man könnte sagen: mit Menschen, mit denen mich ein TUN verbindet, kommuniziere ich per E-Mail.

Per E-Mail zu kommunizieren schaffe eine Art Beichtstuhlatmosphäre, die erlaube, “[t]iefer schürfende, sehr persönliche Themen komplett angstfrei zu besprechen”. Dies und alles was ihr wichtig sei, sei zudem auf der eigenen Festplatte gespeichert, die sie als Teil ihres Gedächtnisses versteht in dem sie schnell zu finden vermag, was sie – sogar vor langer Zeit – mit Menschen ausgetauscht habe. Mobil werde dieses Gedächtnis – zur Not – über die Speicherung auf Stick.

Ich stehe – nur um hier keinen falschen Eindruck zu erwecken – auch auf verlässlich – nachhaltig und unverzichtbar. Bei mir sieht dieses verlässlich – nachhaltig – unverzichtbar hingegen (gänzlich) anders aus.

Aber zunächst zu meinen E-Mail-Erfahrungen. Die sind nämlich gar unverlässlich, gar nicht nachhaltig und absolut verzichtbar. Unverlässlich insofern, als

1. ich auf die meisten (Geschäfts-)E-Mails (hausintern) sowieso keine Antwort bekomme. Das bedeutet dann meistens entweder “nein” oder “nicht interessiert” (Ausnahmen bestätigen die Regel!). Ist man aber selbst an einem Projekt/einem Sachverhalt/einer Frage interessiert, so ist man gut beraten zumindest zum Telefon zu greifen, besser jedoch den- oder diejenige auf dem Gang abzupassen. E-Mail? Leider bei der Masse der Anfragen und Anliegen untergegangen. ;)

2. Apropos persönlich. Von wegen “Beichtstuhlcharakter”. Da werden E-Mails munter (sofern sie von gewissem (mir oft uneinsichtigem) Interesse sind) weitergeleitet, in cc oder bcc an Hinz und Kunz (meistens die wichtigeren Hinze und Kunze) (weiter-)geschickt, auch mal nur in Auszügen weitergeleitet…. da meistens sowieso nicht bis unten gelesen. Also Persönliches würde ich unter diesen Umständen dann doch lieber auf meinem Blog verbreiten (den liest von den Hinzen und Kunzen eh’ keiner ;) ).

3. Die Nachhaltigkeit. Ca. alle drei Monate bekomme ich eine Systemmeldung, dass ich zuviel Platz vom vorhandenen Speicher für meine E-Mails verwende. Solange ich das nicht änderte, wäre es mir nicht erlaubt, auch nur ein E-Mail mehr zu verschicken. Ich suche also spontan und fieberhaft (da ich ja just gerade dann was rausschicken will) nach Ordnern und Unterordnern, die Projekten gewidment sind, bei denen alles gut läuft, ich mich also auf die Gutwilligkeit aller Beteiligten verlassen kann. Weg damit. Und wieder freie Fahrt für die elektronische Kommunikation.

Wie stelle ich nun diese Verbindlichkeit, diese Privatheit, diese Nachhaltigkeit, von der Claudia Klinger schreibt her, wenn nicht via E-Mail? Genau das (zumindest) versuche ich via Social Media. Wie das gehen soll?

Verbindlichkeit.
Ich sage was ich meine, dies aber in gewohnter mons-Freundlichkeit. Oder zumindest ist das was ich anstrebe. Mein Ideal. Vereinbarungen, die geregelt sein wollen, niedergeschrieben und definitv wichtig sind, lasse ich mir in Dokumentenform in die Dropbox einliefern.

Privatheit.
Privatheit ist etwas, was mit der Zeit entsteht. Über ein gegenseitiges Lesen oder Anhören von Haltung(en), über Andeutungen, über persönliche Gespräche, über zusammen Arbeiten und Zusammenarbeit. Vertrautheit und Privatheit heisst für mich “Dechiffrierbarkeit” von Aussagen. Ob diese als Text, mündlich, sich gegenüberstehend … oder wie auch immer gemacht werden.

Nachhaltigkeit.
Nachhaltig werden diese freilich erst, indem man sie beständig betreibt. Reisst eine gute Beziehung jäh ab, weil sich die begangenen Wege auseinanderentwicklen, so knüpft man an der verbliebenen Erinnerung an, sollten sich diese eine Weile später wieder kreuzen. Nachlesen wäre hier m.E. kontraproduktiv, da man an dieser Kreuzung mit einer Persönlichkeit zu tun hat, die eben mittlerweile weitergegangen war, sich im Idealfalle weiterentwickelt hat… und die man in diesen Aspekten neu kennenlernen will. Anstatt auf Aussagen zu bestehen, die aus der Vergangenheit stammen. Stehen diese jedoch in Bezug mit den präsenten, langt mir die gefühlte Nachhaltigkeit. Nachlesen unnötig.

Aufgrund des selben Begehrs von mir also die mitnichten ironisch gemeinte Überschrift “Stirb, E-Mail stirb! Obwohl ich die andere Ansicht von Claudia Klinger so nachvollziehen kann wie schätze. Ich schätze nur, sie mailt unter anderen (Rahmen-)Bedingungen.

Einen schönen Freitag wünscht euch

die Monsi

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Mein Arbeitsplatz der Zukunft… erdacht im Jetzt.


Bildquelle.

Ich liebe BlogCarnivals… und wenn es sich dann auch noch um ein Thema handelt, das mich ohnehin umtreibt, dann fühle ich mich just an meinen Arbeitsplatz der Zukunft versetzt, erdacht im Jetzt.

Wie sieht der aus? Was macht den aus?

Kurz vorab. Ich lebe (oder besser gesagt arbeite) das Beste, was ich herausholen konnte. Bei Folgendem handelt es sich jedoch um (m)einen Traum – ganz und gar unabhängig von allem Außen, allen Vorgaben, von allen Restriktionen… aber lest selbst.

9.03 Uhr. Kein Wecker klingelt. Die Herbstsonne kitzelt mir auf der Nase… und ich habe richtig Lust auf Frühstück. Hundi merkt natürlich sofort, dass ich mein linkes Auge schon aufgeschlagen habe, und kommt schwänzelnd zur Morgenwäsche vorbei. [Meine Realität: Um neun Uhr sollte ich schon an meinem Arbeitsplatz sitzen, faktisch stürze ich 9.03 leicht abgehetzt ins Gebäude... um mir dann doch noch zu überlegen, noch einen Kaffee aus der Mensa mitzunehmen - selbst wenn das weitere 3 kostbare Minuten kostet.]

9.20 Uhr
. Während sich die Eier gen wachsweich entgegenköcheln und der Kaffee gerade durchgelaufen ist, durchstöbere ich eingegangene E-Mails, antworte gleich auf die, die ich spontan beantworten kann, erledige kleinere Aufträge, vermelde einen guten Morgen auf Twitter während ich die Timeline rückwärts nach Interessantem durchforste [was mir aller Wahrscheinlichkeit die frühere Tageszeitung ersetzt.] Die Eintragungen im Kalender werden durch ein zwei weitere grobe Ideen, einen Text zu einem aktuellen Thema, einem aktuellen Geschehnis, einer aktuellen Diskussion, ergänzt.

9.45 Uhr
. Frühstück vorbei. Ich gehe mit Hundi raus. Nach einer Strecke mehr oder weniger strammen Laufens entscheidet sich Hundi, ein Loch zu graben. Ich freue mich, gibt mir das doch die Gelegenheit, die eingegangenen Infos auf meinem Smartphone zu checken und mich auf der nahegelegenen Bank mit aufgeklapptem McBook Air niederzulassen. [Noch nicht so ganz klar ist mir was ich mache, wenn es kalt ist. Dann ist nämlich tippen keine angenehme Angelegenheit. Vielleicht sollte ich mir für diesen Fall doch einige Studien auf Papier (und Handschuhe) mit einpacken.]

11.07 – 21.13 Uhr. Ich gehe online meiner Lernbegleiter-Tätigkeit für verschiedene “Kunden” nach, esse zwischendurch was Selbstgemachtes und das war’s. An manchen Tagen führe ich auch ein Skypgespräch oder treffe mich mit Menschen persönlich. Vielleicht, um zusammen etwas abzusprechen und zu erarbeiten, oder auch auf einem BarCamp.

23.10 Huch? Jetzt ist aber WIRKLICH Zeit, in die Koje zu hüpfen. Irgendwie ist mir ganz entgangen, wie die Zeit verstrich, da ich gerade mit voller Leidenschaft an
einem Buch?
einer Präsentation?
einem Vortrag?
gearbeitet habe.

Ich freu mich auf mein kuscheliges Bett. Ihr denkt jetzt, ganz schön lange gearbeitet? Ich nicht. Ich denke… Was war das doch ein schöner Tag. Kein Stress, noch 500 EUR auf dem Konto. Einfach schön.

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Social Media und Web 2.0 – beschreibbar als kulturelles Phänomen?


Bildquelle. Seit meiner Latour-Lektüre mag ich sie nicht mehr so sehr, die großen Worte. Begriffe wie Gesellschaft, soziale Ungleichheit, Gender-Mainstreaming. Und jetzt komme ich mit dem (Wort-)Brocken der Kultur daher? Keine Angst, ich verkneife mir die Recherche nach wissenschaftlichen Definitionen und komme alsgleich zum Detail. Denn:

Kulturelle Unterschiede werden wahrnehmbar an konkreten Details.
Und an einem solchen konkreten Detail durfte ich kürzlich einen kulturellen Unterschied wahrnehmen. Meine mir erteilte Aufgabe war nämlich das Hochladen eines passwortgeschützen Dokumentes in eine passwortgeschütze Umgebung mit dem Hinweis, dass das Passwort über E-Mail beim Ersteller erfragt werden könne.
Nun bin ich ja keine, die Andersartigkeit sofort und per se ablehnt. (Da ich Ablehnung als unnötige Selbstausgrenzung empfinde.) Ich habe also ein bisschen nachgehakt und ein Geflecht an Begründungszusammenhängen aufgezeigt bekommen, das sogar in sich stimmig erschien. Ergo:

Konkrete Details sind immer eingebunden in eine Gesamtvorstellung.
Die Teile, aus denen diese Gesamtvorstellung zusammengesetzt ist, mögen punktuelle Erfahrungen, Glaubenssätze, angelesene Fakten und was auch immer enthalten, wahrscheinlich weder be- noch widerlegbar. Aber zusammenpassbar gemacht. Leider kann ich die erfahrene Gesamtdarstellung nicht wiedergeben, da sie der meinigen so gar nicht entsprach. Deise Gesamtvorstellung muss dann auch noch irgendwie kompatibel mit dem Umfeld gemacht werden… oder aber verschwiegen.
Aber worauf will ich eigentlich hinaus?

Exkurs:
Derzeitige Leidenschaft
Wie ich euch bisher verschwiegen habe, frage und übe ich mich derzeit in der Frage, wie man … ja, diese Web 2.0-Kultur (habe gerade kein besseres Wort dafür) einem Gegenüber vorstellen könne, ohne dass dieser/diese sogleich einen Kulturschock erleide. Über Text? Über vor-/mitleben? Über?

Möglichkeit, Herausforderung zu meistern
Könnte ein erster Einstieg dahingehend bestehen, diese Kultur (ja, ich weiss eben kein anderes Wort) erst einmal (in welcher Form auch immer) zu beschreiben? Vielleicht ethnomethodologisch?

Beschreibung der Gesamtvorstellung als Einstieg in interkulturelle Kommunikation?
Jedoch: Wie könnte eine solche Beschreibung erstellt werden. Wie könnte eine solche Beschreibung im Endeffekt aussehen?

Kulturwandel oder Subkultur?
Und als ob das noch nicht genug wäre: Diese Kultur – die auf jeden Fall Teilen, Veröffentlichen beinhaltet, aber eben von mir noch nicht explizit beschrieben/für mich nicht leicht beschreibbar ist, ist dies eine, die in Form von Arbeit 2.0, Enterprise 2.0 etc. sich verbreiten/um sich greifen könnte, oder handelt es sich lediglich um eine fixe Idee einer Minderheit, die in Aspekten (z.B. kurze Dienstwege werden (wieder) ermöglicht) als attraktiv empfunden wird, aber nicht gerne als Gesamtpaket genommen?

Konkrete Bitte an euch: Könntet ihr kurz formulieren, aus welchem Gesamtzusammenhang ihr Teilen/Veröffentlichung als Wert empfindet?

Mein Dank wird euch verfolgen!

Eure mons7.

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