Archiv der Kategorie: Menschen

Google Hangout on Air: Das Los hat entschieden, wir sehen uns auf der #rp13!


Google Hangout on Air gefällt mir immer besser.

[Nochmals zur Erinnerung: Einen Google Hangout zu machen ist so etwas wie skypen mit bis zu insgesamt 10 Personen, nur dass jeder jeden sieht, Google Hangout on Air ist das gleiche, allerdings überträgt man das was man da sieht ins Netz und andere können einem dabei zuschauen.]

Gefällt mir immer besser, da so vielseitig und -fältig einsetzbar. Sogar zu einer … öffentlichen Verlosung! :)
So geschehen gar heute.

Der Hauptgewinn

Der Hauptgewinn waren in Wirklichkeit 2 Hauptgewinne. Und zwar Eintrittskarten zur re:publica, die zwischen dem 6. und 8. Mai in Berlin stattfindet. Diese wurden an Studierende des Fernlehrgangs zum Social Media Manager/ Social Media Managerin verlost, von denen sich 7 dafür interessiert hatten. Keine schlechten Gewinnchancen also! Das ist um einiges besser als Lotto-Spielen. ;)

Die edle Verleiherin

Die edle Verleiherin ist die Dörte Giebel (aka @dieGoerelebt), die die ihrige Eintrittskarte nicht mehr benötigt, da sie ja eine aufgrund Ihres Vortrages (im Übrigen mit Heinz Wittenbrink und mir zusammen) übrig hatte. Zur Freude der Mitspieler und Steigerung der Gewinnchancen hat sie freundlicherweise noch eine zweite draufgelegt.

Das Komittee

Als Komittee das sicherstellen sollte, dass auch sicher alles mit rechten Dingen zugehe, waren sowohl Anja (besser bekannt als die @schreibmamsell), ihres Zeichens abgeschlossene Social Media Managerin, der Jörg Eisfeld, Autor, Fernlehrer, ikosom’ler und meine Wenigkeit zugegeben. Sowohl die Losziehung als auch die Sicherstellung sind aufgezeichnet und mit einem Klick oben anschaubar.

Die glücklichen Gewinner

Die Erstgezogene ist eine Gewinnerin, und zwar Andrea Zehendner, die zweite ebenso und zwar Anna-Leia Strobelt. Meine herzlichen Glückwünsche an euch nochmals!

Kein Ticket gewonnen aber trotzdem auf der re:publica? Dann freue mich auf ein persönliches Treffen mit euch. Macht doch was spontan mit mir aus, oder am besten gleich als Kommentar.

Wir sehen uns in Berlin!

Eure m (Monika E. König)

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Ein paar unfertige Gedanken zu …. Social Media im Unternehmen…. aus Mitarbeitersicht.


Loket bouwtekeningen Bildquelle. Social Media beginnt so nach und nach (sogar) in unserem Unternehmen Einzug zu halten. Deren Erscheinen – ja Aufpoppen gefühlt aus dem Nichts – löst nun gar unterschiedliche Reaktionen aus. Diejenigen, die darin ohnehin schwimmen wie der sprichwörtliche Fisch im Wasser schöpfen neue Hoffnung auf eine andere (weniger hierarchische) Unternehmenskultur. Andere starren mit schreckverzerrtem Gesicht auf ihre vorgestellte Zukunftsvision, so solche Neuerlichkeiten sich weiter verbreiten sollten.

Nicht noch’n Task!

Und ich kann – die Leserin mag sich wundern – zweitere Sichtweise auch verstehen. Schreibtische quillen über, und gleich dahinter neue lauernde Aufgaben, die sich zu den Stapeln dazugesellen wollen. So unglaublich es jetzt klingt, hier kann eine Betätigung im Netz vielleicht nicht ganz Abhilfe schaffen, aber helfen. Helfen,

  • gegen den eigenen Perfektionismus anzukommen.
  • indem man wertvolle Arbeit/mühevoll Erarbeitetes wiederverwerten kann.
  • indem man durch kleinere Anpassung der eigenen Gewohnheiten auf einmal Tools zur Verfügung hat, die einem das Arbeiten erstaunlich erleichtern können.

Wie ich von meinem Einsatz/meiner geänderten Arbeitsweise sonst noch profitieren kann

  • Ich werde mehr als Person, weniger als Funktion wahrgenommen.
  • Ich bekomme mehr Lob, weil meine Arbeit von mehr Personen wahrgenommen wird.
  • Es macht meine Kommunikation mit anderen erfreulicher.

Jetzt aber konkret! Wie soll das denn gehen?

Das eigene Können geschickt Nutzen

Wir alle sind in ganz vielen und ganz unterschiedlichen Tätigkeiten richtig richtig gut. Und das ist immer dann der Fall, wenn uns etwas richtig gut von der Hand geht, im Vergleich zu den meisten anderen in kürzerer Zeit mit mehr Freude daran. Das Dumme daran: Wir kennen unsere Talente selbst nicht, weil wir sie nicht schätzen (können). Weil wir sie für normal und selbstverständlich halten. Sind wir jedoch in der Lage, diese Tätigkeiten und Punkte ausfindig zu machen, dann können wir unsere Talente auch bewußt nutzen.

Beispiel gefällig?

Ich habe manchmal einen zugegebenermaßen etwas schrägen Humor. So kommentiere ich die Geschehen um mich herum manchmal auf eine Art, die nur von Menschen witzig gefunden werden kann, nun ja, die i.d.R. selber einen solchen haben. Ich habe das seltene Glück, dass meine Kolleginnen über solcherlei mitlachen können. Und ich habe dann noch euch. Die Twitterer. Von euch sind nämlich die meisten noch viel schräger drauf. ;) … warum also Humor, aber auch (!) aufgefundene hilfreiche Links, Ideen, aufschlussreiche Quellen, mehr Menschen anbieten und zur Verfügung stellen, als deren fünf in meinem direkten Umfeld? Es können ja genau jene einfach zugreifen und sich daraus bedienen, die dies als für sich bereichernd empfinden. Im Netz gilt nämlich das Pull-Prinzip.

Was passt zu meinem Typ?

Ich habe zwar kürzlich gelernt, dass man alles mögliche lernen kann, auch wenn einem das erst einmal nicht so liegt, warum aber nicht mit dem anfangen, was einem liegt? Und was einem liegt kann so unterschiedlich sein, wie die Menschen unterschiedlich sind. Da gibt es jene, die lieber eine eMail schreiben, andere, die lieber zum Telefonhörer greifen, wieder andere greifen auf skype zurück. Was darauf hindeutet, dass erstere Person wohl ein guter Blogger werden könnte, zweiterer Mensch eventuell ein Fall fürs PodCasting und dritte vielleicht sogar Youtube-produktiv werden könnte.

Wie öffentlich will/muss ich sein?

Könnte. So eine Sache ist das allerdings mit dem sich selbst der Öffentlichkeit aussetzen. Beim Texterstellen scheint die Hürde zwar noch am wenigsten groß zu sein, ist sie dann aber offentlich doch nicht. Bei Audio-Aufnahmen von sich selbst (und jeder kennt das, dass man sich aufgenommen ganz anders anhört als “von innen”), muss man sich erst einmal an den Klang der eigenen Stimme gewöhnen. Und natürlich hört man jedes äh und öh viel stärker raus, als jeder andere Zuhörer. Nun weiss man das nicht bzw. führt man sich das nicht klar vor Augen. Ganz schlimm muss sich wohl Video beim allerersten Mal anfühlen. Denn damit legt man ja gleich alles von sich einer – im Grunde unbestimmten – Öffentlichkeit offen. Das was man sagt bzw. denkt (Text), die Stimme, Aussehen & Habitus.

Wer sich dennoch mal raustrauen mag, der freue sich auf meinen nächsten Post, der geht nämlich um Impulse aus dem Netz. Und was so alles geht. Oder gehen könnte. ;)

Wir lesen, hören, sehen uns

Monika

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Drollige Trolle, … oder doch lieber einfach einen Trollinger?


Mit einem Tweet von @KhPape fing alles an.

Was auch immer mich “geritten” hat, … ich bin drauf angesprungen.

Die Reaktion des @karrierebibel ließ nicht lange auf sich warten.

… wo er ja schon irgendwo auch recht hatte. Aber…. ich….

… und wieder er….

… und dann ich schon versöhnlicher ….

… dann er doch wieder…

… und weiter….

… und so weiter.

Ich schreibe also nun meine eigene Meinung dazu. Aber in einem eigenen Blog-Post. Denn der ist jetzt schon voll. Und während ich an der Formulierung meiner Meinung poliere,… könnt ihr ja schon mal solange den Text meines Anstoßes nachlesen. Nämlich hier.

Wir lesen und spätestens Morgen. HIER.

m

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#clc12 – das CorporateLearningCamp – Erlebnis


Erschöpft und glücklich liege ich auf der Couch, zugedeckt mit meinem McBook Air, den Earl Grey gut durchgezogen in Reichweite. Ich bin nicht nur geschafft, ich hab’s geschafft. Dass ich Mitglied des Orga-Teams war ist ja hinlänglich bekannt, die durchzustehenden Abenteuer bereits mündlich mehrmals durchdiskutiert, von der Community absolut gewertschätzt. :) Deshalb im Folgenden die unabhängig davon gewonnen Eindrücke, die dem einen oder anderen vielleicht Lust machen, das nächste Jahr (wieder) mit dabei zu sein.

Die Teilnehmerschaft, bei der’s die Mischung macht!

BarCamps haben ja so ihren Schlag Teilnehmerschaft. Schreibe ich jetzt mal so pauschal. Und da die BarCamps auf die ich in der Regel so gehe EduCamps sind, habe ich es oft und mit ganz vielen Lehrern zu tun. Und mit dem Mittelbau aus Universitäten. Oder eben im weiteren Sinne Bildungsleuten. Beim Corporate Learning Camp sind jedoch eine große Anzahl von Menschen aus Unternehmen da. Aus dem Bereich Corporate eben. Und die sorgen, wie Martin Lindner so schön ausgedrückt, für eine Art “Erdung”. Sie konfrontierten einen mit den wirklichen Problemen, denen im hier und jetzt.

Die holen mich aus freizügigem Gedankenspinnertum mit Sätzen wie “Deine Idee  halte ich für gar wunderbar… wie unbezahlbar” auf den Boden der Realität herunter. Bringen mich dazu just jene Gedanken einer Realitätsprüfung zu unterziehen, Ideen zu modifizieren, diese so umzustricken, dass sie in der Tat sogar realistisch umsetzbar werden. Hier komme ich mit Menschen zusammen, die Lust haben, diese in Form von dem einen oder anderen Projekt in der Zukunft zusammen umzusetzen.

Die BarCamp spezifische Atmo

Und dass es möglich wird, zusammen – auch über Unternehmensgrenzen hinweg und den unterschiedlichen Persönlichkeiten der Zusammenarbeitenden trotzend – eine Idee weiter zu betreiben, das mach nur diese ganz spezifische Atmosphäre möglich, die des gegenseitigen Respekts, der gegenseitigen Neugier aufeinander, die des sich auf den ersten Blick abwegig anhörenden Gedankens öffnen können.

Wie dies ermöglicht wird? M.E. durch zweierlei: Einer Einstimmung (wie die eines Karlheinz Pape) zu Beginn der Veranstaltung, sowie deren spezifischen Struktur/des Formats.

Ein BarCamp wie das Corporate Learning Camp startet i.d.R. mit einer kleinen Einstimmung (mit dem Inhalt was so ein BarCamp ist und welches die Regeln hier sind) und mit einer Vorstellungsrunde. Die Vorstellungsrunde soll allerdings flugs gehen, da wie beim #clc12 schon einmal 100 Menschen oder mehr teilnehmen, zum anderen die heutigen Interessen desjenigen der sich vorstellt abbilden (und nicht z.B. dessen Status). Deshalb besteht die lediglich aus dem Vornamen und drei Tags (das sind Schlagworte).

Beispiele für solche Schlagworte:

Direkt darauf stellen jene ihre Ideen für eine (oder manchmal auch eine zweite) Session vor. Finden sich per Handzeichen genügend Interessenten, so wird dem Vorschlag ein Raum und eine Zeit zugewiesen… der Gesamtplan beginnt sich zu füllen. Waren alle durch, ist der Sessionplan gefüllt, geht’s richtig inhaltlich los. Apropos Inhalt.

Die Themen(-Vielfalt)

Obwohl alle irgendwie unter dem Thema Corporate Learning subsumierbar, waren die Themen dennoch erstaunlich divers. Auch hier Beispiele gefällig?

Sind alle MOOC-Teilnehmer digitale Exhibitionisten?
Kompetenzorientiert lernen mit DIN ISO 29990
MITx Online Courses from MIT – Best Practise or Best budget?

Der beständige Rollenwechsel

Und so unterschiedlich die Themen, so unterschiedlich die Art und Weise, wie die Sessions von den jeweiligen Session-Leitern/-innen gestaltet wurden. Nicht nur, dass die Teilnehmer und -innen zu Sessionleitern und -innen wurden und wieder zurück, es fühlte sich gleichsam durch die Räumlichkeiten des #clc12 schlendernd an, als sei man fluide und an der einen Ecke Freundin, bei der nächsten Begegnung Ratgeberin, zum nächsten Kontakt zur Diskutantin mutierend… und immer ich selbst, mich ausprobierend und wandelnd.

Die Inspiration zum Mitnehmen

Diese Mischung aus Teilnehmerschaft (oder besser Teilgeberschaft), der Atmosphäre, der Themen und der spielerische Rollenwechsel (und wahrscheinlich auch des exzessiven Kaffee- und Saftkonsums) wirken wie manch realer Cocktail: zutiefst inspirierend. Und diese Inspiration lässt sich als Funke noch ein paar Tage mit heim nehmen. In die eigene Unternehmung.

In der Hoffnung dass er in die FH überspringt und einen virtuellen Flächenbrand auslöst verbleibe ich

Eure m

P.S.

Weitere Stimmen im Netz zum #clc12

… more to come…

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Zur Blogparade: Wie motiviert man Unmotivierte?


Bildquelle. Im Nachgang zum #clc12 und der Session von und zur Blogparade von @Fontanefan meine unstrukturierten aber motivierten Gedanken zum Thema.

Was macht den typischen Unmotivierten aus?

Hier habe ich Beispiele aus vielen meiner Lebenslagen zu bieten. In denen ich von mir denke oder dachte, motiviert zu sein, der oder die andere dies (aus lediglich meiner Sicht) es aber mitnichten ist.

An der Uni waren das die, die die Texte zur Session nicht gelesen hatten (aber dennoch u. U. lautstark mitdiskutierten).

Auf der Arbeit sind das die, die meiner Meinung nach nicht (so wie ich wollte ;) ) priorisieren können, sondern vielmehr meine Anfrage auf einen Stapel legen mit der Anmerkung “Sie sind dann in 3 Wochen dran” (wenn sich die Sache eh’ erledigt hat).

Das sind die in privaten Zusammenhängen, die antworten… “Ja, das sollten wir echt mal ins Auge fassen”… und sich dann nie mehr rühren und froh sind, dass sich das Gegenüber (also ich mich) auch nicht rührt (rühre). Aber genug der Beispiele. Warum sind die so, wie sie sind?

Die Vielfalt der Gründe für Unmotiviertheit

Und wenn ich es mir so überlege, schien auch ich in der einen oder anderen Situation wohl für mein Gegenüber irgendwie unmotiviert zu sein. Die Gründe seinerzeit sind mir, da es ja in diesen Situationen ich war, die in diesem Zusammenhang als “Unmotivierte” bezeichnet wird, sehr wohl noch gegenwärtig.

An der Uni z.B. hatte ich – man glaubt es kaum – die zugrundeliegenden Texte so gut wie immer gelesen, gleichsam traute ich mich nicht, das Wort zu ergreifen (auch dies zum Glück mittlerweile vorbei und kaum mehr zu glauben. ;) ). Ebenso ging mir oft das Verständnis für Sinnhaftigkeit der Auswahl der Texte ab. Sie gaben mir keinen Hinweis/Hilfestellung für eine zukünftige Praxis als Erziehungswissenschaftlerin. Und einordnen in ihrer theoretischen Bedeutung für mein Fach konnte ich diese (mangels Überblick über das Fachgebiet) auch noch nicht.
[Anmerkung: Erst (viel) später wurde mir klar, dass
1. meiste Texte dazu dienten, die Fähigkeit zu schulen, auf einer Meta-Ebene zu denken und damit, die Fähigkeit, die eigene Praxis zu reflektieren und
2.  genau das die Herausforderung des Studiums war, mir selbst - also ich alleine - den Überblick, vermittelt über die Bruchstücke, die mir im Studium dargereicht wurden, eben garselbst zu verschaffen. ]

Auf Arbeit wirkte ich vielleicht selten, aber doch an und ab unmotiviert, weil
1. es sich so anfühlte, als werde meine Arbeit vom Gegenüber mitnichten geschätzt.
2. ich mich massiv unterfordert fühlte.
3. ich keinerlei Einfluss auf die Art der Ausführung der Tätigkeit hatte (und im Grunde meines Herzens überzeugt davon war, es gebe eine effizientere/angenehmere/für die Organisation bessere Art der Durchführung).

Privat weiss ich es eigentlich gar nicht so.

Über die Berechtigkeit von Unmotiviertheit

Dieser kleine Perspektivwechsel von mir als Motivierter, die Unmotivierte motivieren will hin zu mir als Unmotivierte legt mir zweierlei nahe:
1. Unmotiviertheit kann vielerlei Gründe haben … und sogar solche, auf die man von außen im ganzen Leben nicht käme.
2. Unmotiviertheit hat aus Sicht des Unmotivierten durchaus eine Berechtigung.

Noch ein kleines anekdotische Beispiel hierzu. Einst, während meiner Ausbildung, fragte ich einen mir absolut unmotiviert erscheinenden Kollegen, warum er denn so wenig auf Arbeit arbeite. Er meinte, er baue gerade ein Haus und versuche sich so viel wie möglich auf Arbeit zu erholen, um abends wieder Steine schleppen zu können.

Aber jetzt zur eigentlichen Fragestellung: Wie motiviert man nun diese Unmotivierten?

Die einzige Antwort, die mir – und auch erst jetzt nach vorstehenden Überlegungen – dazu einfällt ist jene, dass man das jeweilige Individuum danach fragen sollte/könnte. Und dann – aber eben erst dann – überlegen, wie man – gleichsam an der Wurzel – etwas (was auch immer) ändern könnte. Oder aber zu der Entscheidung kommen, einfach abzuwarten. So wie bei meinem Häuslebauer-Kollegen. Den ich Jahre später als hochmotivierten Mitarbeiter wiedergetroffen habe. Wohl u.a. aus Dankbarkeit seinen Kollegen und Kolleginnen gegenüber, die während seiner “unmotivierten” Phase für ihn in die Bresche gesprungen sind.

Einen schönen Restfeiertag wünscht euch

Eure m

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Und? Wie war DEIN Tag so?


Bildquelle.

Der Stein des Anstoßes.

Er atme das Internet, so @martingiesler einleitend über seinen Tag(esablauf). Fasziniert folge ich ihm an der Seite Zeile um Zeile Stunde um Stunde, bis er diesen beschließt: “Manchmal ist es dann beim Einschlafen ein komisches Gefühl, kein Internet mehr in der Hand zu haben. Aber spätestens, wenn ich morgens wieder aufwache, ist es ja wieder da. Das ist doch jetzt nicht so schlimm, oder?

Denn “Sharing is caring.”

Bevor ich mich traue mir den Gedanken zu machen, wie sehr sich mein Tag von dem seinen unterscheide (oder wie sehr sich diese ähneln?) poste ich den Link auf meiner Lieblingsplattform. Auf dem von mir wie eh’ und je stiefmütterlich behandelten G+ schiebe ich ihn hinterher. Einfach so. Um mein stiefmütterlich schlechtes Gewissen zu dämpfen. Oder weil “Sharing is caring”.

Erstaunlicherweise innert kurzer Weile auf beiden (!) Plattformen gleichartige Reaktion.

Die Antwort im (/des) Social Web

Der @stober_stephan auf Twitter.

Und ein “Irgendwie ist das traurig.” vom Daniel Spielmann auf G+.

Dieser kleine Kampf um die best zu lebende Alltagskultur zieht sich offensichtlich durch die ganze Gesellschaft, so wie der Artikel zu Offline-Sucht gerade seinen Siegeszug durch meine Timeline. “Sie bewegen sich durch die reale Welt, als wären sie dort geboren, kommunizieren “Face-to-Face” oder gehen “Analogsurfen”. Sie vernachlässigen Facebook-Freunde, verlieren ihr ganzes Geld in sogenannten “Läden” und sind oft nicht fähig, sich in Foren und Chats adäquat zu äußern: Die Rede ist von Offlinesüchtigen“, so der Appetizer. Aber ich lasse mich wegtreiben, vom eigentlichen Anlass. Dem typischen, meinem, Tagesablauf.

Und? Wie ist denn jetzt so mein 08/15-Tag?

Zumindest nicht wie mein heutiger. Beim Schreiben des Textes sitze ich (obwohl kurz vor 12) bei meiner kalt gewordenen Tasse (Frühstücks-)Kaffee. Draußen – gleich am Ufer des Jabelschen See, an dem ich vor mich hin urlaube – wütet ein Gewitter. Der Platzregen kümmert den Hund, gemütlich in ihr Körbchen positioniert gleich neben meinen Beinen, nicht eine Bohne. Sie fühlt sich wohl wie ich. Wir sind ja im Drinnen.

Drinnen spielt sich auch hauptsächlich mein sonstiger typischer Tagesablauf ab. Drinnen daheim. Und drinnen auf Arbeit. Zäsuren gibt es lediglich, so ich den Ort wechsle. Also in der Regel (leider und lediglich) zwei bis drei.

Phase 1: Vor der Arbeit ist Vorarbeit

Wach werden. (Gar keine so leichte Aufgabe für einen nicht Wach- sondern Nachtmenschen wie mich). Am zuverlässigsten mit einem halben Liter Kaffee, langsam eingeflöst. Twitter checken, um zu schaun, ob die Welt noch in Ordnung ist. E-Mails checken (nein, die sind wider mein Wunsch und Erwarten immer noch nicht tot), damit ich mich auf Arbeit traue. Wenn “Luft rein”, ab aufs Fahrrad. Der erste Ortswechsel.

Phase 2: Auf der Arbeit

Kaffee holen in der Mensa. Mein persönlicher Morgen-Luxus. Kurz Kolleginnen begrüßen. Losarbeiten. Jetzt hauptsächlich in geschlossenen Online-Räumen. Wie in unserem LMS. Im Backend unserers Typo3. Oder im Innern unseres noch nicht online gegangenen Alumni-Portals.

Twitter darf nur aus zwei Gründen konsultiert werden.

Erstens: Zur ultimativen Ausnutzung der #followerpower. Habe ich eine (Fach-)Frage (meist irgend was Techisches oder wie man eine Idee effizienter umsetzen könnte, als es mir auf den ersten Gedanke einfällt), die ich nicht schnell genug selbst recherchiert bekomme, frage ich die Timeline. Erst wenn von euch nichts weiter Verwertbares kommt, frage ich mich intern durch. Weil’s in der Regel so herum einfach schneller zur Lösung kommt.

Zweitens: Als Turbo-Motivator. Wenn ich mit der mir vorgenommenen Aufgabe in zwei Stunden durch bin, darf ich zur Belohnung die letzten 20 Tweets meiner Timeline konsumieren. Wenn ich schneller als das bin, einen Tweet absetzen. Funktioniert bei mir immer (noch). Es sind die kleinen Freuden, die mich zu Höchstleistungen anspornen! :) . Kleine Ortswechsel gibt’s für einen gelegentlichen Jour Fixe, eine Schulung hie und da, Treffen Auge-in-Auge. Großer Ortswechsel.

Phase 3: Nach der Arbeit.

Zuhause angelangt gebe ich mich dann hemmungslos meinem Online-Leben hin. Verfasse Blogbeiträge, setze @-replies in meine Timeline ab. Folge allen mir schmackhaft gemachten Links, die es tags nicht auf den Schirm zu mir geschafft haben. ODER. Ich treffe mich mit Kolleginnen zum Absacker im Größenwahn. Oder mit einem lieben Menschen einfach so. Purste Offline-Zeit. Kein Computer, kein Internet, kein Handy. Von Angesicht zu Angesicht. Aus vollem Herzen. Im Hier und Jetzt. Was manchmal ganz schön anstrengend ist. Bettzeit.

Und Deiner?

Die spontane Idee zu einer Blogparade, mit der ich ins Virtuelle fragen wollte, wie euer Tagesablauf so aussieht, habe ich so spontan verworfen, so spontan wie sie mir in den Sinn gekommen war. Dies deshalb, da ein detaillierter Ablaufplan eines Tages wohl eher einer der Aspekte im Leben eines Onliners ist, den der doch nicht so dezidiert offen legt/offen legen mag.

Darüber twittert und blogt man nicht!

Passend dazu der kleine Schlagabtausch zum Thema zwischen @dunkelmunkel, @Tastenspieler und dem @herrlarbig, der in bezeichnendem Tweet gipfelte.

Am nächsten Morgen dazu (relativierend) @damianduchamps.

Was ist schon “normal”?

Dennoch bleibt die Frage für mich im Raume, etwas allgemeiner gehalten doch durchaus in einem Kommentar beantwortbar? Wenn @martingiesler‘s Virtualisierung seines Lebens 9 von 10 Punkten darstellte, auf wie viele Punkte ist Dein Alltag “eingenordet”? Und noch wichtiger, wie beurteils Du die Intensität der Virtualisierung des eigenen Alltags in ihrer Auswirkung auf die je individuell gefühlte Lebensqualität?

Fragt sich und euch

m

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Vom Meister lernen…. oder die Kunst, eine Community zu werden


Bildquelle. An manchen Tagen im Arbeitsleben hat man das Glück, auf Arbeit was fürs Leben zu lernen.
Und gestern habe ich so einiges gelernt, vom Facebook- und Community-Meister perönlich, dem Florian Schrodt, seines Zeichens Community Manager bei der DFS.

10 mit Theorie und Beispielen unterfütterte Essentials, die ich aus dem Schulung-Coaching-Blend mitgenommen habe, im Folgenden. Zur Diskussion und euren eigenen Erfahrungen gestellt.

1 – Gute Kommunikation nach extern braucht hervorragende Vernetzung nach/mit/in intern

Kling wie ein Widerspruch? Mitnichten! Denn wie und woher die Insider-Infos nehmen, wenn man nicht mit den Insidern in der Kantine zu Mittag isst. Der Ort, an dem die wirklich relevanten Themen, die, die Menschen bewegen, gleichsam “auf den Tisch” kommen. Nirgends sonst bekommt man mehr mit als beim Essen fassen. Das Alte “Sprecht mehr miteinander” ist das Neue “Esst mehr miteinander”.

2 – Community Management heisst (auch), Teil der Community zu sein

Man kann nur mit etwas umgehen, etwas neuhochdeutsch “managen”, dessen Teil man ist. Und um Teil von etwas zu werden, bedarf es der Teilhabe, des Teilens. Community Manager kann aus diesem Grunde nur der/diejenige sein, der/die “darin” lebt. In Twitter. Auf Facebook. Ja. Und auch Lust haben, mal zwischendurch auf G+ vorbeizuschauen… und selbst beim Pinterest hassen, es immer mal wieder damit zu versuchen.

3 – Nutze den Augenblick – egal wann und wo sich dieser bietet

So erzählt er die Anekdote des Schlag den Raab. Des Nachts war einer der Gegner, die als Gegner zunächst ausgewählt werden können, ein Fluglotse. Einer von “uns”. Flugs ;) gepostet. Und die DFS-Community war aktiviert.  Und hat gevotet. #ausgründen.

4 – Der Tag eines Vollblut-Community Managers kann dann und wann Nacht sein

Was aber bedeutet, dass der Tag des Community Managers mal ganz schnell zur Nacht werden kann. Und damit ist nicht nur das Posten gemeint, sondern Weiterverfolgen der Diskussion, das gelegentliche Einmischen und ganz wichtig… Reagieren und Kommentieren auf Reaktionen und Kommentare. Sind dafür Unternehmen bereit? Dies nicht nur zu wertschätzen, sondern zeitlich auch abzurechnen? Frage ich euch.

5 – Handlungsspielraum ermöglichen statt Bespielung

Obwohl das ganze ja (zumindest für euch da draußen ;) ) wie ein Spiel/Spielerei anmuten mag, ist es, SoMe richtig zu machen manchmal gar nicht witzig. Da mit sehr viel Unsicherheit und Experimentier-Wille aber eben auch -Freude verbunden. Was man aber ganz schnell lernt ist, dass Bespielung à la Pressemitteilung zu schlichtem und einfachem Ignorieren der Menschen im Web führt. Will heissen die Menschen die diese rezipieren sollen ignorieren. Und nur die Ermöglichung von HandlungsSPIELraum … Arbeit und Spiel zu vereinen vermag.

6 – Die Sprache des Netzes sprechen (Du und Humor)

Und das Netz hat eine eigenartige Art von Humor. Und das Netz duzt m.E. (daher auch mein Problem mit der akademischen Welt in diesem Aspekt). Oder wie seht ihr das? #humor #dududu

7 – Von seiner Sache überzeugt sein – beruflich, privat, ganz. #Mensch

Ist das überhaupt vorstellbar? Das Produkt, das man via Facebook promoten soll, dass es das ist, welches man selbst benutzt? Und das, weil man es ohnehin benutzte? Dass beruflich nicht den Unterschied (zu privat) macht, weil man privat eh’ das macht, was man beruflich zu machen hat?

Oder ist es vielmehr so, dass man die Lust an (was auch immer) verliert, wenn man es professionell zu machen hat? Auch hier wiederum ist eure professionelle Meinung gefragt.

8 – Die Mischung macht’s: Zwischen kreativen Höhenflügen und harter Arbeit

Eine weitere Erkenntnis, die 8. Kreative Höhenflüge muss man sich erlauben dürfen. Die Leer-Zeit sich dafür schaffen. Schwer genug. Noch schwerer, die daraus ausgewählten Erkenntnisse/Strategien/Elaborate … oder wie man sie auch immer nennen möchte, umzusetzen. Ergo: Es gibt (kann nicht geben) (nicht wirklich) eine Trennung zwischen strategischen Überlegungen und Umsetzung. Denn Strategie ohne Umsetzung bleibt Theoretisiererei, Umsetzung ohne Strategie Aktionismus.

9 – Die Anekdote im Geschehen sehen

Was gerade durch die Sozialen Medien unter dem Begriff “Storytelling” verbraten wird, … das ist es, was so einen guten Geschichtenerzähler ausmacht. Unwichtiges (oder besser für den dargestellten Zusammenhang Unwichtiges) Weglassen. Einen Kontext schaffen. Einen Rahmen. Eine Begrenzung. Und es gibt Menschen, die können das. Das hat nicht mal was mit Medienkompetenz zu tun. Das gibt es im sogenannten “real life” auch. Und zwar öfter als online. Es sind die, die Episoden aus unser aller Leben in ein Form gießen können, in der wir uns selbst wiederfinden, aber nur so viel, dass wir noch darüber (und somit über uns selbst) zu lachen vermögen.

10 – Vom Wandern zwischen allen Welten

Die Fahne für das, was er vertritt, hält der Community Manager aber nicht nur online hoch. Er steht dafür auch in anderen Zusammenhängen gerade. Oft genug im RL mit Krawatte. Und manchmal auch – mit oder ohne Krawatte – vor einer bunt gemischten Community, die etwas über sich und sein Tun erfahren will. Wie z.B. auf einem Webmontag, auf der Republica, in einer Bank, deren Management sich dazu hinreißen hat lassen, auch einmal etwas aus erster Hand zum Thema erfahren zu wollen. Alle Welten aushalten. Auch darin übt die Aufgabe. Offensichtlich. Denn.

Über den Campus schlendernd wurde mein Mentor doch flugs und gleich von einer unserer Professorinnen zu einem Vortrag angefragt. Was mich nicht erstaunt. Aber doch wieder. Als ein Community Manager anscheinend seine Expertise in allen Welten ausstrahlt/ausstrahlen kann.

Bei im Übrigen strahlendem Sonnenschein.

… und ich wandere jetzt mal wieder ab in meine kleine Arbeitswelt, um mich zu Rüsten für konkrete Umsetzung zusammen Ersponnenens. Wir lesen uns. Wenn nicht hier, dann auf Facebook! :)

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Mein kleines Online-Leben nach dem Tod


Bildquelle.

Zum Anlass
Wie haltet ihr’s mit eurem Online-Leben nach dem Tod, so ähnlich fragte ich kürzlich twitternd in die Welt hinein. Ich kann nicht einmal mehr sagen, was der konkrete Anlass war.  Zumal ich mich (nicht zuletzt wegen der sonnigen Tage zur Zeit) sehr am Leben erfreue.
Es muss wohl daran liegen, dass schon während meines Erziehungswissenschaften-Studiums mich gerade die (Schmuddel- und Rand-?)Themen Tod & Sterben, Sexualität und auch Behinderung (immer im Zusammenhang mit und bezogen auf Bildungsprozesse i.w.S.) angezogen haben.

Zu den erhaltenen Rückmeldungen
Interessanterweise bilden die Antworten auf den kleinen Tweet eine ganze Bandbreite von möglichen Umgangsweisen mit dem Online-Leben nach dem Tod ab.

1. Nach einer bestimmten Zeit, in der man sich nicht einloggt -> Selbstlöschung
@XannaX1180 fordet hier: “am besten sollten alle Accounts, die 6 Monate ohne Login sind,gelöscht werden.Ggf mit Vorwarnung. Nix mit Online-Leben nach dem Tod.”

2. Nix
Nix, aber ein Nix der anderen Art schlägt @e_trude hier vor mit “Die Stimme hört dann einfach auf zu sprechen – gut war’s. Das war’s.” Eine Sicht auf die Dinge, die mir außerordentlich gut gefällt. Für mich.
Versetze ich mich jedoch in die Rolle der Zurückbleibenden, derjenigen, die eines Tages wahrnimmt, dass eine geliebte Stimme aufgehört hat zu sprechen,  breitet sich ein latentes Gefühl der Ungewissheit in mir aus. Hätte ich noch eine Chance, mich zu verabschieden, noch einmal auszudrücken, dass mir die Stimme wichtig ist und ich sie vermissen werde? Alternativ kann ich natürlich immer einmal wieder – im Hier und Jetzt und vor meinem Ableben – genau jenen Stimmen verlautbaren, dass sie mich erreichen und berühren.

3. Jemanden beauftragen
@MissCranberry schlägt hier vor ” jmd [zu] beauftragen, der die online-iche löscht. Wenn ich gehe, geht auch mein online-ich” Beauftragen kann man natürlich auch mit anders lautender Mission. Z.B. im Namen meines nicht mehr existierenden Ichs eine Nachricht zu twittern/ zu facebooken. (Da fallen mir doch spontan einige “schräge” Texte ein, die da in Frage kämen ;) ).

4. Passwort-Datei hinterlegen
@anjalorenz überlegt hier “Vielleicht sollte man eine Kopie der KeePass-Datei irgendwo platzieren…” … hm… auch nicht so abwegig… wobei es dann auch schon wieder zufällig sein kann, wer die Datei im Nachhinein finde, ob er oder sie sie finde … und was er oder sie damit mache. Aber dies ist wahrscheinlich genau der Reiz jenes Vorgehens.

Wie halte ich’s jetzt?
Ich halte es mal – zumindest für heute – mit der @e_trude’schen Version des Umgangs. Falls ihr nichts mehr  von mir hören solltet, es war sehr schön mit euch! :)

Und Du?

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Warum habe ich das geteilt? Vom sog. #sharing aus subjektiver Sicht


Quellenangabe.

[Was bisher geschah]

Es ist Wochenende, dideldum. Ich schnüffele auf meiner Twitter-Timeline herum, klicke hier und klicke da … lese mich hier und dort hinein. Ein Blog-Posting packt meine volle Aufmerksamkeit. Der Titel: „Alles ist Konstruktion – auch das Selbstbild“. Nachdem ich durch bin, und den Inhalt für “gut” befinde, kopiere ich eine für mich entscheidende Stelle, zitiere diese auf Twitter, gebe den Link dazu … und …. teile ihn.

[Der Auslöser für diesen Blog-Post]
Eine unwesentliche Zeit später wird dieser von @fontanefan (Walter Böhme) aufgegriffen, und wiederum in seinen Blogartikel in Form eines Zusatzes miteingearbeitet. Die Frage die er darin stellt, ist an mich gerichtet: “Ich danke mons7 für den Hinweis und frage sie auch gleich, warum sie diese Studie geteilt hat.”

[Eine für mich erstaunliche Erkenntnis]

Die für mich erstaunliche Erkenntnis ist, dass auch mir meine Gründe und Routinen fürs Teilen nicht wirklich bewusst sind, ja, dass ich erst das darüber Nachdenken anfange, nicht einmal durch den ersten Artikel, sondern erst durch die Nachfrage von Walter.

Sie [Routinen des Teilens] sind vor allem implizit. Das sind Dinge, über die die User erst in einer Nachbetrachtung reflektieren. Stattdessen tun sie es einfach. Die Nutzer sind sich in den einzelnen Situationen nicht immer und nicht unbedingt bewusst, warum sie bestimmte Inhalte teilen oder warum sie bestimmte Kommentare dazuschreiben und was sie damit bezwecken. (Quelle)


[Grund und Anlass meines kleinen Teilens]

Warum habe ich ihn nun geteilt, den Link?

Weil mich die Quelle aus mehreren Gründen emotional berührt hat.

1. Persönliche Verbindung(en) zum Interviewten (wenn auch “über’s Eck”)

Axel Maireder, der interviewt wird und dem ich (seit kurzem) auf Twitter folge, tauscht sich in einer Wissenschaftlergruppe u.a. mit Julian Ausserhofer (den ich in Berlin zur re:publica getroffen habe, netter und intelligenter Typ) und Axel Kittberger (den ich zum BarCamp Wien kennen gelernt habe, und der mich jetzt noch jeden Morgen mit dem von ihm programmierten Bot erfreut).
Da ich auf Axel und Julian große Stücke halte (und bedauere, soweit weg von Wien zu wohnen, um nicht mal schnell an einem der Austasch-Treffen teilnehmen zu können), interessiert mich natürlich auch vertieft, was ein weiteres Gruppenmitglied zu sagen und zu bieten hat.

2. Ähnlicher Fragekomplex, an dem ich auch gerade herum überlege – ohne noch zu einem Ergebnis gekommen zu sein

Denn irgendwie überlege ich – zwar weniger strukturiert und geplant, aber beständig – an ähnlichen Themen herum. Ich habe anscheinend – in diesem speziellen Falle – nur “vekehrt herum” gefragt. Mein Begehr zu erfahren war es nämlich z.B., was denn an den Inhalten dran sei, die eher geteilt werden, als andere. Aber anscheinend sind nicht die Inhalte der Punkt, sondern die Menschen, die teilen! Meine Frage war (offensichtlich) falsch/ungünstig gestellt.

3. Reflexion meines eigenen Bloggens
Hier hat mich besonders folgende Passage des Interviews angesprochen:

Was bedeutet das für professionelle Kommunikatoren, also für Journalisten und Unternehmen, und für das „Publikum“?
Das ist eigentlich eine falsche Frage. Wo gibt es denn dieses „Publikum“ heute noch?

Sie haben in Ihrer Studienzusammenfassung das „Publikum“ erwähnt.
Ja, aber ich bin eigentlich gar nicht glücklich damit, dass wir das jetzt auch wieder Publikum nennen. Das, was wir in der Studie mit Publikum gemeint haben, sind die Menschen, an die ich mich in einer bestimmten Situation wende. Weniger im Hinblick auf das massenmediale Publikum, sondern auf die intendierte und potenzielle Gruppe von Menschen, die ich erreichen möchte. Vielleicht müssen wir uns von diesem Publikumsbegriff verabschieden. Das Problem ist, unser Denken ist noch zu stark davon strukturiert.

Auf der einen Seite möchte ich euch auf gar keinen Fall als “Publikum” begreifen, denn dann würde Kommunikation, Austausch, Feedback weg- oder zumindest sehr viel schwerer fallen. Auf der anderen Seite gehört wohl zum öffentlich Kommunizieren, Austauschen und Feedback geben eine (gehörige) Portion “Entertainment” – wie man von Frank Elstner wahrscheinlich lernen kann, da er Meister darin - dazu. (Was mich - wenn ich es mir so überlege – dazu gebracht hat, wohl aus der großen Auswahl von zur Verfügung stehenden Accounts gerade seinen herauszupicken und näher anzuschauen. [=Antwort auf Daniels Kommentar])

4. Von der Einordnung meines eigenen Denkens über mein wissenschaftliches Arbeiten
Last but not least hat mich das Interview auch wieder zu eigenen wissenschaftlich gestrickten Untersuchungen motiviert. Irgendwie war mir die letzte Zeit die Theorie-Praxis-Schlucht zu breit und zu tief erschienen. Die Erkenntnissse dazu, wie Menschen auf Twitter und Facebook Medieninhalte teilen geben mir ein Stück weit den Glauben zurück, dass Wissenschaft evtl. doch handlungsrelevantes Wissen schafft (schaffen kann).

Und genau dieses Konglomerat an Gefühlen, Gedanken, Überlegungen wollte ich mit dem Link an euch (mit-)teilen.

[Schon seltsam. Euch einfach einen Link weiterzugeben ohne auch nur einen dieser Aspekte zu erwähnen bzw. eine dieser Fragen dazu zu stellen.]

Mein neues Motto lautet deshalb (bis Weihnachten):
Think (about yourself and why you are doing this) before you share.

Wir sprechen uns!
die mons

3 Kommentare

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@Frank_Elstner – Eine (erste) Twitter-Account-Analysye


[ACHTUNG, DIESE ANALYSE WURDE AM NACHMITTAG VOM 17.12.2011 ERSTELLT UND KANN ZUM ZEITPUNKT DES LESENS DES BLOGPOSTS VERALTET SEIN!!!]

Wie ihr wisst habe ich ja – neben anderen Fehlern – auch eine leichte analytische Neigung. Die man natürlich nirgends besser ausleben kann, als im eigenen Blog. Heute nehme ich mir mal den Twitter-Account von Frank Elstner vor, der es doch sogar schon bis in die Rubrik “Meine Woche im Netz” auf der Netzfaktorei geschafft hat, meines Erachtens eine richtig gute Leistung, insbesondere wenn man bedenkt, dass Elstner aus der Welt der Massen- oder Broadcast-Medien stammt, und in dieser sehr lange erfolgreich war (was natürlich sozialisierend prägen muss).

Wer ist das eigentlich, der hinter dem Twitter-Account steht?
So richtig weiss ich das gar nicht genau. Dies deshalb, da ich seit Ende der 80er Jahre keinen Fernseher mehr habe. Als ich jedoch noch einen hatte, habe ich Elstner damals noch in Wetten, dass…? gesehen. Obwohl mich die Sendung damals wenig interessiert hat (wie Fernsehen im Allgemeinen), war es doch eine Art “Sozialveranstaltung” bei uns am Ort. Abends hat man es – da jugendfrei – zusammen mit den schon etwas größeren Kindern angeschaut, am nächsten Tag wurde es mit den Nachbarn, Kollegen, anderen Kindern besprochen. Fernsehsendungen als Vergemeinschaftungsfaktor, sozusagen. Aber selbst jetzt, Jahre nachdem ich den Fernseher abgeschafft habe, kriege ich bestimmte Dinge doch noch mit. Dass z.B. der Nachfolger Thomas Gottschalk mittlerweile aufgehört. Die Reichweite der Broadcasting-Medien ist also doch (noch) recht weitreichend.

Account-Gestaltung
Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr so recht entsinnen, aber der Hintergrund müsste original Twitter sein, also unmodifiziert. Foto hochgeladen und (Wohn-)Ort hinzugefügt, keine Bio ausgefüllt. Kein Impressum, Kontaktdaten, Webseite etc. Ergo: Stufe eins erklommen. Demnächst stehen dann wohl Modifikation des Hintergrundes und Ergänzung der Bio an. Oder auch nicht. Man kann sich ja auch dagegen entscheiden. Wir werden sehen. 

Frequenz und Inhaltliches
Durchschnittlich 9,6 Tweets pro Tag, 87 im Monat (aber der ist ja noch nicht rum). Diese Infos habe ich via Tweetstats generiert, genau wie folgende bunte Bildchen.

Anscheinend ist er Apple-Fan, denn er twittert hauptsächlich vom Mac und wenn nicht von da vom iPhone.

Seine bevorzugten Tage der Donnerstag und der Freitag, der Sonntag scheint komplett anderem gewidmet zu sein (Familie?).

Von der Uhrzeit her eher nachmittags und abends, … also kein Frühaufsteher. Oder aber einer, der in der Früh anderes macht.

Widerlegt mich, aber eine vom Inhaltlichen her thematische Ausrichtung kann ich nicht feststellen.

Kommunikationsintensität
Zunächst einmal. Jedem anderen hätte ich erst einmal ein halbes Jahr Zeit gelassen, sich auf Twitter zu finden. Es ist also schon fast ein bisschen unfair, jemanden, der noch dazu aus der Broadcast-Welt kommt, zu analysieren, und das auch noch auf Kommunikationsintensität hin. Normalerweise hätte ich fairerhalber zumindest diesen Punkt erst einmal unterschlagen. Ich behalte ihn dennoch bei, weil Elstner gar nicht mal so schlecht darin abschneidet und anscheinend schnell lernfähig ist. Klar ist, dass er ersteinmal nur wenigen (z.Zt. 22), und hier typischerweise Accounts wie satundkabel (oh mann), tagesschau (oh mann), visdp (oh mann), turi2, ArminWolf, MEEDIA folgt. Das ist eben die Welt aus der er kommt, und deren Bewertung seines Tuns für ihn wichtig. Zeit und SWR werden von ihm gerne verlinkt (so foller.me). Auch naheliegend.
Fragen muten noch so ein bisschen wie die typische Bespielung der Massenmedien an (Was für eine Krawatte?) (Wen bitte interessiert eine Krawatte??), den Menschen scheint’s aber zu gefallen. Immerhin scheint er ein selbstkritischer Typ (retweeted von ihm) mit gewissem Humor zu sein.

Strategische Verzahnung
Eine strategische Verzahnung mit anderen Social Media Kanälen kann ich nicht feststellen, allerdings kann man die gemachten Äußerungen und Bemerkungen durchaus als Verzahnung mit bzw. noch besser Verweis auf die Massenmedien interpretieren. 

Erfolg des Accounts
Und immerhin hat er trotz der kurzen Zeit des Twitterns schon einen Klout-Score von 51… , 192.82 Followers ratio (Follower pro Gefolgtem), so berechnet zumindest foller.me. Recht interessant im Übrigen die Analyse via Tweeteffect, über die versucht wird, eine inhaltliche Auswirkung des Getwitterten aufzuzeigen. (Wie alle anderen Analysen aber mit Vorsicht zu genießen, da insbesondere hier mittelfristige Effekte mir schwierig einrechenbar erscheinen.)  

Gelistet ist er auch schon, und zwar z.Zt. auf 75 davon, die meisten davon benamt in der Art “promis”, “celeb”, “medien”.


Folgt ihr Frank Elstner?
Ich ja ehrlich gesagt nicht. Interessant ist der Account, zumindest jetzt am Anfang, schon für mich. Dies (aus pädagogischer Sicht und) deshalb, da er verdeutlicht, dass die anfänglichen Fragen immer die gleichen sind.  Was ist ein #, warum #ff und was ist ein RT, Rolle und Gebrauch von Emoticons.

Ansonsten für mich eher uninteressant, da Elstner nicht ein spezielles Thema hat, das mich interessierte, … obwohl man den Account mal unter dem Aspekt längerfristig betrachten könnte, was hinter diesem Celeb-/Promi-Gedöns eigentlich steckt. Wüsste ich das nämlich so würde ich für kuzre Zeit auch so richtig erfolgreich werden,… um mich dann endgültig ins Internet zurückzuziehen. ;)

P.S.: Die Idee einer Analyse auf diese Art und unzählige weitere Analysetools sind zu haben im Studienheft SoMM3 (Blogs und Twitter – eine Einführung ins (Micro-)Bloggen. [Wer die Schleichwerbung weiterverfolgen will, klicke hier.]

Ein schönes Wochenende wünscht euch

die mons7


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