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Meine (liebsten) Followees, wo hab’ ich euch nur her? #twitterlektionen


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Followees? Was soll denn das sein? Heisst das nicht

Followers?

Auch wenn unsereins den Begriff Follower viel öfter in den Mund nimmt bzw. viel öfter unter die Linse bekommt, so bezeichnet dieser nur die eine Gruppe der relevanten “Verbandelungen” auf Twitter. Nämlich jene, die so interessiert an den eigenen Ergüssen in 140 Zeichen sind, dass sie diese gleichsam abonnieren, also eben zu Followern werden.

Aber was sind denn dann die Followees?

Followees sind jene, die ich selbst abonniert habe. Der Begriff, den ich verwende, kommt also immer auf die Perspektive an, die ich gerade einnehme. Also:

Ich schaue von mir aus.

Die, die meine Tweets abonnieren, sind “meine” Follower. Deren Tweets ich abonniere, deren Follower bin ich. Sie sind meine Followees. (Hehe. Verwirrung perfekt? Follwer Followee Follower Followee ;) :) )

Ich schaue vom Gegenüber aus.

Ich werde abonniert… also bin ich dann Followee, ich abonniere das Gegenüber, also bin ich dessen Follower. Aber Schluss jetzt. Mit dem wirr machen. Ist das nicht eh alles das selbe?

Aber ist das nicht (nahezu) deckungsgleich?

Das kann in der Tat sein. Dass mich Menschen abonniert haben, die auch ich abonniert habe. Muss aber nicht. So formuliert Philippe hier:

Und das stimmt: Obwohl es bei Twitter möglich ist, den Profilen zu folgen, die man interessant findet, halten es viele User so, dass sie das Verfolgen ans verfolgt Werden knüpfen. Hört man auf, ihnen zu folgen, so hören sie auch auf, einem zu folgen.

Ich persönlich halte das – zumindest teilweise – für den falschen Ansatz. Einschränkend teilweise deshalb, weil ich ab und an, wenn ich auf der Suche nach neuer Inspiration bin, einfach mal meine in den letzten Wochen dazu gekommenen Follower durchforste … und da regelmäßig auf eine wahre Goldgrube stoße.

Für falsch halte ich es deswegen, da diese Trennung zwischen den Gruppen Follower und Followee ja den eigentlichen “Witz” von Twitter ausmacht. Ich gebe Infos weiter, über die ich (hauptsächlich) via Twitter aufmerksam wurde. Ist nun die Gruppe der Follower und Followees komplett deckungsgleich … genau, … kommen viel weniger “frische” Hinweise rein!

Followees gestern, Followees heute, morgen, übermorgen

Doch zu meiner eigentlichen Kern-/Hauptaussage, bis zu der ich hoffe, ihr euch noch durchgelesen habt. ;) (Meine) Followees heute sind nicht (unbedingt) die von vorgestern – meine Timeline ist also im Wandel. Wie dieser Wandel zustande kommt? Zum einen, indem ich immer mal wieder Accounts – aus ganz unterschiedlichen Gründen heraus – entfolge (s. Ausmisten!), zum anderen deshalb, da ich fröhlich, schnell und gern neue Accounts mal testweise verfolge… da ich ja wenig zimperlich mit dem Entfolgen bin, kann ich dies auch ganz locker tun, ohne am Informationsoverflow zu ersticken (s. Veränderung wagen!).

Ausmisten!

Ich schaue immer mal wieder meine Followees durch. Alle paar Wochen. Im Grunde nach foglenden Punkten – obwohl mir das jetzt erst bewusst wird, in dem Moment, in dem ich dies niederschreibe.

1. Wahrnehmung des Accounts
Kenne ich das Gesicht/den Avatar? Wenn nicht, die 140 Zeichen in meiner Timeline also ohnehin untergehen, entfolge ich. Das kann (leider) auch dann z.B. sein, wenn jemand einfach zu selten postet.

2. Massenposting zu für mich irrelevantem Thema
Das kann eine Konferenz sein, deren Schwerpunkt mich gerade mal nicht interessiert (aber selten, da ich das für ein zwei Tage schon einmal einfach überlesen kann), was ich aber – wie z.B. zur Zeit – überhaupt nicht überlesen kann, sind diese EM-Tweets. Das gute daran: Wenn die EM vorbei ist, verfolge ich alle Fußballfans wieder, da die ja dann wieder twittern wie vor Fußballhochzeiten.

3. Mein Interessenschwerpunkt verlagert sich

Das war bisher in größerem Stile nur einmal der Fall. Schon immer war und bin ich interessiert, wie man in und mit Social Media lernen kann, aber auch wie man Social Media in (z.T. “verkrusteten”) Strukturen des Arbeitens und Lernen einsetzen kann, um wieder mit mehr Freude lernen zu können. Der Interessenschwerpunkt verlagerte sich vor einigen Monaten bei mir eher weg von Social Media an sich eher hin zum Lernen an sich. Was für einige meiner Lerserinnen und Leser jetzt gar keine rechte Interessenschwerpunktverlagerung darstellen mag. Fakt jedoch ist, dass ich eine ganze Reihe meiner Social Media “Gurus” nach und nach entfolgt habe, eine ganze Reihe Lern-”Gurus” dafür befolgt.

4. Twitter entfolgt für mich (gleichsam) automatisch

Hier bin ich mir aber gar nicht so sicher. Ich habe nur ab und an so einen vagen Verdacht. Dass mir Menschen (respektive Accounts) gleichsam verlorengegangen sind, obwohl ich mir sicher bin, diese befolgt und nicht entfolgt zu haben. Aber wer weiss, was man manchmal in geistiger und realer Umnachtung so alles tut. Ein schönes Gefühl ist es jedoch, einen Twitterer/eine Twittererin vermisst zu haben, auf Twitter geschaut und realisiert zu haben, dass diese(r) nocht leibt, lebt … und vor allem twittert, und diese(n) wieder zu verfolgen.

5. [to be continued]

Automatisch geht’s im Übrigen auch; so gibt es für den Mac z.B. ein Tool das “unfollow” heisst, mit dem man z.B. checken kann, wer denn von denen, die man befolgt, am längsten (und wie lange) nichts getwittert hat. Nicht schlecht, aber bisher stehe ich auf gute alte “Handarbeit”. ;)

Veränderung wagen!

Warum wiederum folge ich nun spontan Menschen/Accounts? Hier gibt es gerade so viele Anlässe, wie es solche gibt, Menschen/Accounts  zu entfolgen.

1. Ein interessanter Re-Tweet kreuzt meine Timeline

Ihr kennt das ja. Es huscht ein Tweet durch die eigene Timeline, der so (ja SO!) genial ist, dass dieser nicht der geringsten Ergänzung, keines in den Kontext stellens bedarf. Ein Tweet so gut, dass man ihn mit dem Re-Tweet-Button retweeten mag. Und wenn ihr, denen ich folge, das tut, und ich finde den Tweet gar genau so gut, na dann folge ich dem neuen Gesicht doch gleich einmal. Und hoffe auf mehr davon. Dies ist jedoch eine eher zufällige Art und Weise, auf neue Gesichter zu stoßen. Eine, die eine gewisse Tradition besitzt, also von eher systematischer Art, ist das Folgen aufgrund einer Emfehlung. Meist freitags abgegeben.

2. Doch auch tatsächlich aufgrund einer #ff Empfehlung

Ja. Auch wenn ich wahrzunehmen glaube, dass der sog. FollowFriday nicht mehr so hoch im Kurs steht, bei den Twitterern (dies wohl vor dem Hintergrund, da das Problem, Menschen/Accounts zu finden, denen man gerne folgen würde, ja mittlerweile aufgrund Masse der Nutzer nicht mehr so im Vordergrund stünde, ein Empfehlung man deshalb lieber spontan abgeben solle, anstatt sich am Freitag etwas aus der Tatstatur zu ziehen).

Trotzdem. Ich schaue mir gerne die mir freitags vorgeschlagenen Twitterer an. Und ja, ich folge gelegentlich daraufhin dem einen oder anderen Vorschlag.

3. Ich verfolge einen Hashtag (z.B. einer Konferenz die mich interessiert) und stoße in diesem Zusammenhang auf anregende 140-Zeichner

So geschehen letztens. Das war der Hashtag #zbwll. In diesem Rahmen hat @lenadoppel einen Vortrag gehalten. Den ich mir auch gleich via Adobe Connect angesehen hatte. Und der Guten, aufgrund des Eindrucks von ebenso guten Tweets wie Vortrages gefolgt.

4. Ich vollführe eine Twitter-Suche und finde dabei Menschen

Während ich also manchmal wie oben beschrieben nach Hashtags suche und dann Menschen finde, finde ich ebensolche auch über Twitter-Suchen nach Stichwort. So durchforste ich Twitter immer mal wieder spontan nach Begriffen wie eLearning oder E-Learning oder … e-Learning :)

5. Ich durchforste meine neu hinzugekommenen Follower

… welches aber mitnichten so erfolgreich (für mich) neue interessante Menschen auf meinen Schirm bringt, wie schlicht und einfach mal diejenigen Accounts durchzugehen, die mich in letzter Zeit befollowen. Das mache ich aber nur in größeren Abständen. Man braucht also einen gewissen (längeren) Atem, bis es dahin kommt, dass ich euch wahrnehme, ihr neuen Follower, außer…

6. Jemand schickt mir eine @-reply

Schickt mir jemand eine @-reply, …. und das sind in der Tat gelegentlich Menschen, die mir frisch gefolgt sind, so schaue ich mir die von diesem Menschen in letzter Zeit produzierten Tweets schon einmal genauer an. Sprechen sie mich an, springe mich an, folge. Manchmal entwickelt sich daraus sogar ein weitergehender Dialog… bis hin zu einer Diskussion mit wiederum weiteren Twitterati.

7. Jemand mischt in einer Diskussion mit, in die ich involviert bin

Was gleichzeitig Nr. 6 sein kann. Aber auch ein plötzliches von der Seite Mitdiskutieren eines twitternden Menschen, der über einen anderen twitternden Diskutanten auf die Twitterdiskussion aufmerksam wurde.

Eigentlich ganz schön viele Anlässte, Menschen auf Twitter zu verfolgen, sogar einige mehr als diese zu entfolgen. Warum ich dann – im Verhältnis – so wenigen Menschen folge? Das frage ich mich gerade auch und werde in Zukunft ändern. Ihr findet mich dann auf Twitter. Punkte 1 bis 7 abarbeiten. :)

CU there

monsi

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Twitter ist mehr – meine morgendliche Orientierungshilfe in (meiner kleinen) Welt #twitterlektionen


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Guten Morgen Timeline, der Kaffee ist auch schon fertig.

Ja. Ich gebe es zu. Ich bin eine der Sorte, die morgens als erstes nach dem Einschenken meines goldbraunen Wach-Elexiers das kleine MacBook Air aus seiner Nachtruhe entlässt und sich auf Twitter versichert, dass ihre  Welt noch da und in Ordnung ist. Einen kleinen zweiten und dritten Blick werfe ich (zugegebenermaßen auch) noch in meine beiden Haupt-E-Mail-Inboxen, die nicht wie ehemals in privat und beruflich getrennt, … eigentlich könnte ich diese in eine große zusammenwerfen, aber das ist eine andere Geschichte.

Es ist 8.04 Uhr. Ein (ganz normaler) Abeitstag. Ich habe also schon geschaut.

Twitter als Orientierung und Verortung in Welt

Aber warum wirkt Twitter wie eine Vergewisserung, dass die Welt noch bzw. wie in Ordnung ist? Wie macht die Timeline das (mit mir)?

Meine Vermutung. Weil durch das längere (z.T. monate- und jahrelange) “Scannen” der kurzen Anmerkungen der Gegenüber so etwas wie – Konstanz/Beständigkeit – einkehrt/passiert. Wie das? Dies deshalb, da man zwar einen einzelnen Tweet (immer einmal) das erste Mal liest, dieser ist jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit von demjenigen, der diesen gepostet hat, nicht der erste. Will meinen über jeden vorherigen Tweet eines Twitter-Nutzers, den ich abboniert habe, festigt sich meine Vorstellung eines (seines – desjenigen der postet) Kontextes. Und damit wird sein Kontext zu einem Teil auch zu meinem.

Passt nun ein weiterer Tweet genau jenes Nutzers in den von mir zuvor mit hergestellten Kontext… bekomme ich das Gefühl die (oder zumindest meine) Welt sei (noch) in Ordnung.

Beispiel gefällig?

Kennt ihr diese 5 Sekunden nach dem Aufwachen, in denen einem klar wird.. “wer bin ich eigentlich und wo bin ich gerade?”… wahrscheinlich vergleichbar mit dem Hochfahren des PCs ;) … das geht (meistens) noch ziemlich wie von selbst. Im Zweifel einfach ein bisschen (ab-)warten.

Mit der Verortung in der Woche ist man aber dann und wann schon auf eine externe Quelle angewiesen. Und hier setzt Twitter ein. (M)Ein Beispiel just von heute.

O.k., auch wenn mir das jetzt nicht passen sollte, ich hab’s verstanden. Es ist Montag. Ich akzeptiere. Ich schaue mich weiter um. Oh. Ich werde angesprochen.

Flugs gebe ich über Re-Tweet den Gruß zurück und weiter. Setze mich für einen Moment mit meinem Kaffe zu Tina auf den Balkon.

Ich erfahre so nebenbei, dass @anachorete gerade (wie als digitale Nomadin eigentlich immer) unterwegs ist… und die entsprechende Infrastruktur bei uns in D eigentlich immer noch nicht für solch einen Lebensstil ausgebaut. Ich bewundere sie ob Ihres Durchhaltevermögens und ihrer Fähigkeiten, sich dennoch zu behelfen…, bin aber (Egoist wie ich bin) froh, dass ich auf Tinas Balkon W-LAN habe.

So. Und jetzt bin ich bereit für die Welt.

Was gab’s so am Wochenende? Hab’ ich da was verpasst? / Und was gibt’s sonst so Neues?
… zehn zwölf Hinweisen gehe ich kurz nach, “bookmarke” mir längere Texte für später, verwerfe andere Quellen ganz, ärgere mich, dass ich beim #l3t Workshop nicht dabei gewesen bin.
Nun ja, erfreue ich mich an dem, was nachlesbar (z.B. hier und hier).

… ah. Und hier hat Benedikt was zum Mainstream geschrieben, Ilona hat dort einen CfP zu “Networked Identities – an Open Book Project” gepostet (ja! Da reich’ ich doch glatt was ein!), genau, den Artikel hatte ich mir schon gestern vorgemerkt zu lesen, … das tue ich jetzt auch mal. Also twittert nur schön weiter, ich bilde mich gerade jetzt und gerade mal weiter.

Mein Geist ist mittlerweile angeregt und auf Touren gekommen. Just in diesem Moment fällt mir ein, dass ich ja auch noch arbeiten muss. Beschwingt und versichert, dass alles gut (oder zumindest wie immer) ist, schwinge ich mich auf mein Rad, um motiviert meinem Tagwerk nachzugehen.

Ich seh’ euch dann dort. ;)

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Immer wieder ausgehandelt: Nähe und Distanz im Social Web


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Kennt ihr das? Ihr seid irgendwo, seht eine Person, zum ersten Mal. Und dennoch ist Dir die Person vertraut, kennst deren Humor, kleine Blitzlichter aus dessen Leben, Denken, Freuen. Und jedesmal wenn ich so jemanden aus meiner Timeline, den oder die ich mag, erstmals persönlich kennenlerne freue ich mich, dass ich den oder die dann auch “wirklich” mag.

Warum mag ich (man?) Menschen überhaupt?

Mögen tue ich jemanden, wenn ich mich ihm näher fühle als jemand anderem, näher komme ich jemanden, indem ich etwas über dessen Sein erfahre, indem ich kommuniziere und interagiere. Und das Gegenüber und mich dabei in Ordnung finde. Indem ich Zeit mit jemandem verbringe. Zumindest ist das nonline bei mir so.

Wie aber stellen wir Nähe und Distanz online her? Wie reagiert man auf gefühlte Grenzüberschreitungen, wenn wir keine Möglichkeit haben, unseren Körper einzusetzen? Das finde ich einen äußerst spannende Fragenkomplex, zu dem ich mir in Zukunft ein paar mehr Gedanken (und Beobachtungen) machen möchte. Meine Prämissen zur Entstehung von Nähe (z.B. auf Twitter) online.

Nähe durch reine Rezeption

Allein, dass ich etwas über mein Gegenüber erfahre. Nicht einmal, zweimal, viele Male verteilt auf viele Tweets. Sowohl die Details, die offensichtlich sind, als auch solche, die eben gleichsam nebenbei oder unter der eigentlichen Nachricht liegen, mittransportiert werden.

Nicht nur, wie jemand ist, sondern auch wie sie ißt, lässt sich da (über Kommentare und Links) – und nur als Beispiel hergenommen – erfahren.

Nähe durch Bezugnahme

Jemand antwortet auf einen Tweet. Dabei ist es gleichgültig, ob dabei Übereinstimmung oder das genaue Gegenteil, oder gar eine Ergänzung, eine andere Perspektive eingebracht wird. Es ist das Bezugnehmen, dass jemand meine 140 Zeichen beachtet, gelesen, ja sie so wichtig genommen, dass darauf Bezug genommen. Das aneinander Anknüpften knüpft an dem Bande, das man Beziehung nennt, mit.

Nähe durch Zitieren

Oder re-tweeten. Über die verschiedenen Arten zu re-tweeten, habe mich ja schon an anderer Stelle ausführlich ausgelassen. Nehmen ich nun wahr, dass ich – in welcher Form auch immer – re-tweetet wurde und schaue mir die Art und Weise an, wie der oder die dies getan hat, so sagt genau das wieder über mein Gegenüber eine ganze Menge aus. Ob er oder sie in diesem Falle mit der gemachten Aussage/dem Tweet übereinstimmt. Oder gerade nicht. Wie er oder sie sich dazu positioniert. Warum genau dieser für mein Gegenüber so interessant, dass der Tweet wiederum an die eigenen Follower weitergegeben wird.

Nähe durch gleiche Interessengebiete

Man dächte ja, man möge Menschen, die ganz andere Hobbies, Leidenschaften, Interessensgebiete haben. Macht man auch. Aber man mag anscheinend noch mehr die, die sich im gleichen Feld bewegen. Warum? Vielleicht, weil man mit diesen “verkürzter” kommunzieren kann. Vielleicht weil man über diese noch tiefer, weil über noch andere Details ins eigene Interessengebiet eintauchen kann. Vielleicht auch einfach nur, weil man glaubt, wenn sich noch jemand für das Gleiche interessiert, das eigene Themengebiet dadurch “relevanter” wird?

Und falls jetzt jemand unter euch liest, dessen Interessengebiet Vorgeschriebenes kreuzt, der möge mir seine Gedanken dazu, vielleicht hilfreiche Links und Lektüre schenken, … das würde mich Dir ein ganzes Stück näher bringen ;) .

 

P.S.:

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Die Kunst des Re-Tweetens


Gestern habe ich es getan. Und vorgestern sogar mehrmals. Nun ja, es passiert manchmal halt einfach so. Man ist unterwegs, liest einen einfach guten Tweet … der Finger zuckt, getan. Spontan.  Auf diese kleinen unauffälligen Pfeilchen “getoucht”… und schwupps (oder #fupp heisst es zurzeit?) … “Der Tweet wurde an Deine xy Follower re-tweetet” [aus dem Gedächtnis zitiert; überprüfen!]… so oder so ähnlich textet Twitter einem als automatisierte Antwort entgegen. Entspannt lehnt man sich zurück, schaut sich den Tweet gleichsam als Wiederholung in der eigenen Timeline an. So einfach, … eine kleine Berührung. Das war nicht immer so.

Die Technik des Re-Tweetens – früher und heute
Das Re-Tweeten ist keine – wie man gern glauben möchte – Erfindung von Twitter. Sondern vielmehr eine sich entwickelt habende Praxis seiner Nutzer. Wenn man einen Tweet – in Gänze oder zum Teil – wiederholen wollte/will, so
1) kopiert man den fraglichen Text
2) Antwortet auf das Original, so dass ein @-Username erscheint
3) setzt ein RT (für Re-Tweet) davor
4) fügt den fraglichen Text wieder ein [hier könnte jetzt Schluss sein]
5) und gibt evtl. noch seinen eigenen “Senf” dazu.

Mit Twitter verhält es sich also offensichtlich wie mit allem in unserem Leben: Es wird komfortabler, aber dadurch auch komplexer. (Will meinen, so einfach es ist, auf den Re-Tweet Button zu drücken, der die oben genannten 4-5 Schritte (sozialer Prozess, der angeeignet werden musste) ersetzt, so überfüllter und unübersichtlicher mit noch und noch einer Funktion erscheint die Plattform nach und nach für die Neueinsteigerin.)

Re-Tweeten, was ist das überhaupt
Spätestens jetzt wissen wir zwar, wie es geht, dieses Re-Tweeten, aber was machen wir da überhaupt? Welchen Sinn soll das haben, wenn man ein RT davorsetzt oder auf die dunkelroten Pfeilchen drückt?
Im Grunde betreibt man das gute alte Zitieren. Auf die Pfeilchen zu drücken bzw. das Original unverändert zu lassen vergleichbar mit dem wörtlichen Zitieren, mit Senf garniert eher dem “vgl.”/Paraphrasieren/in den eigenen Kontext stellen angelehnt. “The Art of Re-Tweeting” ist also eine Kunst des angemessenen Zitierens.

Der unterschätzte Re-Tweet
Retweets werden, wenn z.B. Tweets zu einer Veranstaltung oder zu einem bestimmten #Hashtag ausgewertet werden, aus den Datensätzen für wissenschaftliche Untersuchungen zumeist rausgenommen. [Hier noch Beispiele einfügen.] Das finde ich nicht richtig. Obwohl es die Auswertung der Daten natürlich um einiges einfacher macht. Nicht richtig finde ich es, da – wie oben dargestellt – Re-Tweet nicht gleich Re-Tweet ist,… und das Re-Tweeten aus Gründen geschieht, oft auch mit Folgen.

Re-Tweeten – von Gründen und Folgen
Warum re-tweete ich? Frage ich mich gerade im Zug nach Berlin sitzend und an meiner kalt gewordenen Tasse Kaffee nippend. Ich denke etweder, weil ich einen Text in 140 Zeichen (aus welchen Gründen auch immer) bemerkenswert finde. So bemerkenswert, dass ich seine Reichweite zu erhöhen helfen möchte. Oder aber, weil ein Text sich mit einer Thematik befasst, die (wieder aus welchen Gründen auch immer) für mich relevant ist. Und ich mich dazu positionieren möchte.
Als Folge folgen mir gelegentlich die Verfasser, manchmal entwickelt sich auch ein weiter- und tiefergehender Austausch daraus. Zum Beispiel weiter und tiefer im Blog.

Wo ich euch jetzt auch gleich via Twitter hinlocken möchte, damit ihr folgende Frage beantwortet…

Warum re-tweetest DU?

P.S.: Und den Auf-Blog-anlock-Tweet auch schön re-tweeten, ja?

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#ecco12 Konferenzzwitschern


Recht hat er, der @mebner mit seinem Kommentar, dass Gleiches was @mediendidaktik_in seinem Twitter-Debakel-Artikel konstatiert, bereits in folgender Untersuchung aus 2010 erkannt und benannt.

Kurze inhaltliche Zusammenfassung
Nach der Einordnung von Twitter als Kommunikationsmittel auf und von Konferenzen in einen Reigen von Nutzungsmöglichkeiten wird kurz darauf eingegangen, was Twitter eigentlich ist und wie es funktioniert. Neben einer Art “inoffizieller” Twitter-Nutzung werden Möglichkeiten einer intendierten Nutzung, wie z.B. im Rahmen der Konferenzorganisation vorgestellt und kurz erläutert, bevor es zur Vorstellung der eigentlichen Studie, der Hauptsache, kommt.
Diese bestand darin etwas mehr als 2.000 Tweets abgesetzt während des EduCamps in Hamburg (#ec10hh) in zwei Schritten zu analysieren. Schritt 1 bestand in einer FCA (Formal Content Analysis), bitte selber nachlesen was das ist, die in dem Ergebnis resultierte, dass die Tweets per Hand zugeordnet werden müssten, was dann auch – und zwar in die Kategorien a) Für Außenstehende total irrelevante Tweets b) Orga-Tweets c) relevante Tweets – Diskussion und d) relevante Tweets – geschah.
An Ergebnis habe ich für mich rausgezogen, dass es unheimlich viele Retweets gab, dass es in die Relevanz-Kategorie gerade mal 6% geschafft haben, und dass die Nutzung von Twitter wohl in diesem Zusammenhang anderen Funktionen als Außenstehende zu informieren besser gedient hat. Wie z.B. Selbstdarstellung und -vermarktung und Beziehungsdemonstration.

Mögen wir es auch nicht primär darauf anlegen, dass eine Außenstehende/Nicht-Teilnehmerin die Möglichkeit bekommen soll, “to get an overview about the conference topics, the main assumptions or statements” (S. 8), so könnte man als Außenstehende dennoch auf die Idee kommen, genau jenes über den nach entsprechendem Hashtag gefilterten Twitter-Stream “abzugreifen”.

Jedoch:

“For a non-participant of a conference who likes to monitor the event by checking the Twitter live stream it turned out to be a hard job.” (ebd.)

Ich habe demnächst – einmal mehr – die Chance, es zu versuchen. Nämlich beim anstehenden #ecco12, für das ich mich gerade – aufgrund Terminkollision mit meinem kleinen Winter-Urlaub im Bayerischen Wald – anständig und wie zurecht von @e_trude hier eingefordert, abgemeldet habe.

Offensichtlich kein (ganz) leichtes Vorhaben. Obige Analyse schließt jedoch mit hoffnungsvollen Worten und Wünschen zur Lernfähigkeit (S. 9):

“Nevertheless, Twitter is a “new” tool andtherefore adaptions of new forms of communication, e.g. etiquette for documentation of conference for outsiders or a more focused usage of tweets by the presenters or conference organisers could many [much?; mons7] influence future usage.”

Und auch ich möchte natürlich nicht beim “So mache ich das eben” stehen bleiben, sondern mein eigenes Twitter-Verhalten refelktieren und optimieren. Das als Rezipientin (Stichpunkte dazu unter 1.) als auch als Produzentin von Tweets (Stichtunkte dazu unter 2.).

1. Mögliche Strategien für mich als Nicht-Teilnehmerin, doch etwas ab- und mitzubekommen

  • Anwensende Twitterati direkt ansprechen und um Bericht bitten. Wie Beispielsweise hier die indirekte Bitte von @designeon an @khpape.
  • Rückfragen stellen
  • Auf Tweets achten, die Livestream ankündigen
  • Tweets suchen, die auf weiterführende Blog-Posts verweisen

… also zusammenfassend Informationen extrahieren, die auf erweiterte (An-)Teilnahmemöglichkeit hin- und verweisen. Es beim Twitter-Live-Stream also nicht als alleinige Informationsquelle belassen.

2. (Mögliche) Strategien für mich als demnächst wieder Teilnehmerin, es Außenstehenden leichter zu machen, etwas von den Inhalten, Standpunkten und Diskussionen mitzubekommen

  • Sich suchen und finden-Tweets über DMs abwickeln
  • Für speziellen Vortrag/spezielle Session zusätzlich zweiten Hashtag einführen und verwenden
  • Evtl. von anderem Account aus twittern?
  • Statt Twitter als “public notepad” nutzen, lieber Etherpad verwenden und via Tweet darauf verweisen
  • Klar (sprachlich) kennzeichnen, ob es sich um Zitat handelt, um eigenen weiterführenden Gedanken oder um Kommentierung des Gehörten
  • Orga-Tweets zur Kenntnis nehmen, aber nicht weiter vertwittern
  • Beziehungs-Tweets beschränken, dafür Beziehungen offline pflegen
  • Mir beim Twittern konkrete Zielgruppe (also versuchsweise Außenstehende) vor Augen halten.

Und vielleicht umfasst genau jener letzte Aspekt alle davor. Überhaupt einmal das (potentielle) Gegenüber in betracht zu ziehen, bevor ich twittere. Sozusagen ein

Think of Her before you tweet!

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Warum habe ich das geteilt? Vom sog. #sharing aus subjektiver Sicht


Quellenangabe.

[Was bisher geschah]

Es ist Wochenende, dideldum. Ich schnüffele auf meiner Twitter-Timeline herum, klicke hier und klicke da … lese mich hier und dort hinein. Ein Blog-Posting packt meine volle Aufmerksamkeit. Der Titel: „Alles ist Konstruktion – auch das Selbstbild“. Nachdem ich durch bin, und den Inhalt für “gut” befinde, kopiere ich eine für mich entscheidende Stelle, zitiere diese auf Twitter, gebe den Link dazu … und …. teile ihn.

[Der Auslöser für diesen Blog-Post]
Eine unwesentliche Zeit später wird dieser von @fontanefan (Walter Böhme) aufgegriffen, und wiederum in seinen Blogartikel in Form eines Zusatzes miteingearbeitet. Die Frage die er darin stellt, ist an mich gerichtet: “Ich danke mons7 für den Hinweis und frage sie auch gleich, warum sie diese Studie geteilt hat.”

[Eine für mich erstaunliche Erkenntnis]

Die für mich erstaunliche Erkenntnis ist, dass auch mir meine Gründe und Routinen fürs Teilen nicht wirklich bewusst sind, ja, dass ich erst das darüber Nachdenken anfange, nicht einmal durch den ersten Artikel, sondern erst durch die Nachfrage von Walter.

Sie [Routinen des Teilens] sind vor allem implizit. Das sind Dinge, über die die User erst in einer Nachbetrachtung reflektieren. Stattdessen tun sie es einfach. Die Nutzer sind sich in den einzelnen Situationen nicht immer und nicht unbedingt bewusst, warum sie bestimmte Inhalte teilen oder warum sie bestimmte Kommentare dazuschreiben und was sie damit bezwecken. (Quelle)


[Grund und Anlass meines kleinen Teilens]

Warum habe ich ihn nun geteilt, den Link?

Weil mich die Quelle aus mehreren Gründen emotional berührt hat.

1. Persönliche Verbindung(en) zum Interviewten (wenn auch “über’s Eck”)

Axel Maireder, der interviewt wird und dem ich (seit kurzem) auf Twitter folge, tauscht sich in einer Wissenschaftlergruppe u.a. mit Julian Ausserhofer (den ich in Berlin zur re:publica getroffen habe, netter und intelligenter Typ) und Axel Kittberger (den ich zum BarCamp Wien kennen gelernt habe, und der mich jetzt noch jeden Morgen mit dem von ihm programmierten Bot erfreut).
Da ich auf Axel und Julian große Stücke halte (und bedauere, soweit weg von Wien zu wohnen, um nicht mal schnell an einem der Austasch-Treffen teilnehmen zu können), interessiert mich natürlich auch vertieft, was ein weiteres Gruppenmitglied zu sagen und zu bieten hat.

2. Ähnlicher Fragekomplex, an dem ich auch gerade herum überlege – ohne noch zu einem Ergebnis gekommen zu sein

Denn irgendwie überlege ich – zwar weniger strukturiert und geplant, aber beständig – an ähnlichen Themen herum. Ich habe anscheinend – in diesem speziellen Falle – nur “vekehrt herum” gefragt. Mein Begehr zu erfahren war es nämlich z.B., was denn an den Inhalten dran sei, die eher geteilt werden, als andere. Aber anscheinend sind nicht die Inhalte der Punkt, sondern die Menschen, die teilen! Meine Frage war (offensichtlich) falsch/ungünstig gestellt.

3. Reflexion meines eigenen Bloggens
Hier hat mich besonders folgende Passage des Interviews angesprochen:

Was bedeutet das für professionelle Kommunikatoren, also für Journalisten und Unternehmen, und für das „Publikum“?
Das ist eigentlich eine falsche Frage. Wo gibt es denn dieses „Publikum“ heute noch?

Sie haben in Ihrer Studienzusammenfassung das „Publikum“ erwähnt.
Ja, aber ich bin eigentlich gar nicht glücklich damit, dass wir das jetzt auch wieder Publikum nennen. Das, was wir in der Studie mit Publikum gemeint haben, sind die Menschen, an die ich mich in einer bestimmten Situation wende. Weniger im Hinblick auf das massenmediale Publikum, sondern auf die intendierte und potenzielle Gruppe von Menschen, die ich erreichen möchte. Vielleicht müssen wir uns von diesem Publikumsbegriff verabschieden. Das Problem ist, unser Denken ist noch zu stark davon strukturiert.

Auf der einen Seite möchte ich euch auf gar keinen Fall als “Publikum” begreifen, denn dann würde Kommunikation, Austausch, Feedback weg- oder zumindest sehr viel schwerer fallen. Auf der anderen Seite gehört wohl zum öffentlich Kommunizieren, Austauschen und Feedback geben eine (gehörige) Portion “Entertainment” – wie man von Frank Elstner wahrscheinlich lernen kann, da er Meister darin - dazu. (Was mich - wenn ich es mir so überlege – dazu gebracht hat, wohl aus der großen Auswahl von zur Verfügung stehenden Accounts gerade seinen herauszupicken und näher anzuschauen. [=Antwort auf Daniels Kommentar])

4. Von der Einordnung meines eigenen Denkens über mein wissenschaftliches Arbeiten
Last but not least hat mich das Interview auch wieder zu eigenen wissenschaftlich gestrickten Untersuchungen motiviert. Irgendwie war mir die letzte Zeit die Theorie-Praxis-Schlucht zu breit und zu tief erschienen. Die Erkenntnissse dazu, wie Menschen auf Twitter und Facebook Medieninhalte teilen geben mir ein Stück weit den Glauben zurück, dass Wissenschaft evtl. doch handlungsrelevantes Wissen schafft (schaffen kann).

Und genau dieses Konglomerat an Gefühlen, Gedanken, Überlegungen wollte ich mit dem Link an euch (mit-)teilen.

[Schon seltsam. Euch einfach einen Link weiterzugeben ohne auch nur einen dieser Aspekte zu erwähnen bzw. eine dieser Fragen dazu zu stellen.]

Mein neues Motto lautet deshalb (bis Weihnachten):
Think (about yourself and why you are doing this) before you share.

Wir sprechen uns!
die mons

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@Frank_Elstner – Eine (erste) Twitter-Account-Analysye


[ACHTUNG, DIESE ANALYSE WURDE AM NACHMITTAG VOM 17.12.2011 ERSTELLT UND KANN ZUM ZEITPUNKT DES LESENS DES BLOGPOSTS VERALTET SEIN!!!]

Wie ihr wisst habe ich ja – neben anderen Fehlern – auch eine leichte analytische Neigung. Die man natürlich nirgends besser ausleben kann, als im eigenen Blog. Heute nehme ich mir mal den Twitter-Account von Frank Elstner vor, der es doch sogar schon bis in die Rubrik “Meine Woche im Netz” auf der Netzfaktorei geschafft hat, meines Erachtens eine richtig gute Leistung, insbesondere wenn man bedenkt, dass Elstner aus der Welt der Massen- oder Broadcast-Medien stammt, und in dieser sehr lange erfolgreich war (was natürlich sozialisierend prägen muss).

Wer ist das eigentlich, der hinter dem Twitter-Account steht?
So richtig weiss ich das gar nicht genau. Dies deshalb, da ich seit Ende der 80er Jahre keinen Fernseher mehr habe. Als ich jedoch noch einen hatte, habe ich Elstner damals noch in Wetten, dass…? gesehen. Obwohl mich die Sendung damals wenig interessiert hat (wie Fernsehen im Allgemeinen), war es doch eine Art “Sozialveranstaltung” bei uns am Ort. Abends hat man es – da jugendfrei – zusammen mit den schon etwas größeren Kindern angeschaut, am nächsten Tag wurde es mit den Nachbarn, Kollegen, anderen Kindern besprochen. Fernsehsendungen als Vergemeinschaftungsfaktor, sozusagen. Aber selbst jetzt, Jahre nachdem ich den Fernseher abgeschafft habe, kriege ich bestimmte Dinge doch noch mit. Dass z.B. der Nachfolger Thomas Gottschalk mittlerweile aufgehört. Die Reichweite der Broadcasting-Medien ist also doch (noch) recht weitreichend.

Account-Gestaltung
Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr so recht entsinnen, aber der Hintergrund müsste original Twitter sein, also unmodifiziert. Foto hochgeladen und (Wohn-)Ort hinzugefügt, keine Bio ausgefüllt. Kein Impressum, Kontaktdaten, Webseite etc. Ergo: Stufe eins erklommen. Demnächst stehen dann wohl Modifikation des Hintergrundes und Ergänzung der Bio an. Oder auch nicht. Man kann sich ja auch dagegen entscheiden. Wir werden sehen. 

Frequenz und Inhaltliches
Durchschnittlich 9,6 Tweets pro Tag, 87 im Monat (aber der ist ja noch nicht rum). Diese Infos habe ich via Tweetstats generiert, genau wie folgende bunte Bildchen.

Anscheinend ist er Apple-Fan, denn er twittert hauptsächlich vom Mac und wenn nicht von da vom iPhone.

Seine bevorzugten Tage der Donnerstag und der Freitag, der Sonntag scheint komplett anderem gewidmet zu sein (Familie?).

Von der Uhrzeit her eher nachmittags und abends, … also kein Frühaufsteher. Oder aber einer, der in der Früh anderes macht.

Widerlegt mich, aber eine vom Inhaltlichen her thematische Ausrichtung kann ich nicht feststellen.

Kommunikationsintensität
Zunächst einmal. Jedem anderen hätte ich erst einmal ein halbes Jahr Zeit gelassen, sich auf Twitter zu finden. Es ist also schon fast ein bisschen unfair, jemanden, der noch dazu aus der Broadcast-Welt kommt, zu analysieren, und das auch noch auf Kommunikationsintensität hin. Normalerweise hätte ich fairerhalber zumindest diesen Punkt erst einmal unterschlagen. Ich behalte ihn dennoch bei, weil Elstner gar nicht mal so schlecht darin abschneidet und anscheinend schnell lernfähig ist. Klar ist, dass er ersteinmal nur wenigen (z.Zt. 22), und hier typischerweise Accounts wie satundkabel (oh mann), tagesschau (oh mann), visdp (oh mann), turi2, ArminWolf, MEEDIA folgt. Das ist eben die Welt aus der er kommt, und deren Bewertung seines Tuns für ihn wichtig. Zeit und SWR werden von ihm gerne verlinkt (so foller.me). Auch naheliegend.
Fragen muten noch so ein bisschen wie die typische Bespielung der Massenmedien an (Was für eine Krawatte?) (Wen bitte interessiert eine Krawatte??), den Menschen scheint’s aber zu gefallen. Immerhin scheint er ein selbstkritischer Typ (retweeted von ihm) mit gewissem Humor zu sein.

Strategische Verzahnung
Eine strategische Verzahnung mit anderen Social Media Kanälen kann ich nicht feststellen, allerdings kann man die gemachten Äußerungen und Bemerkungen durchaus als Verzahnung mit bzw. noch besser Verweis auf die Massenmedien interpretieren. 

Erfolg des Accounts
Und immerhin hat er trotz der kurzen Zeit des Twitterns schon einen Klout-Score von 51… , 192.82 Followers ratio (Follower pro Gefolgtem), so berechnet zumindest foller.me. Recht interessant im Übrigen die Analyse via Tweeteffect, über die versucht wird, eine inhaltliche Auswirkung des Getwitterten aufzuzeigen. (Wie alle anderen Analysen aber mit Vorsicht zu genießen, da insbesondere hier mittelfristige Effekte mir schwierig einrechenbar erscheinen.)  

Gelistet ist er auch schon, und zwar z.Zt. auf 75 davon, die meisten davon benamt in der Art “promis”, “celeb”, “medien”.


Folgt ihr Frank Elstner?
Ich ja ehrlich gesagt nicht. Interessant ist der Account, zumindest jetzt am Anfang, schon für mich. Dies (aus pädagogischer Sicht und) deshalb, da er verdeutlicht, dass die anfänglichen Fragen immer die gleichen sind.  Was ist ein #, warum #ff und was ist ein RT, Rolle und Gebrauch von Emoticons.

Ansonsten für mich eher uninteressant, da Elstner nicht ein spezielles Thema hat, das mich interessierte, … obwohl man den Account mal unter dem Aspekt längerfristig betrachten könnte, was hinter diesem Celeb-/Promi-Gedöns eigentlich steckt. Wüsste ich das nämlich so würde ich für kuzre Zeit auch so richtig erfolgreich werden,… um mich dann endgültig ins Internet zurückzuziehen. ;)

P.S.: Die Idee einer Analyse auf diese Art und unzählige weitere Analysetools sind zu haben im Studienheft SoMM3 (Blogs und Twitter – eine Einführung ins (Micro-)Bloggen. [Wer die Schleichwerbung weiterverfolgen will, klicke hier.]

Ein schönes Wochenende wünscht euch

die mons7


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Twittern als selbstinitiiertes Hineinsozialisieren ins akademische Feld


Bildquelle. Anlass diesen Beitrag zu schreiben war wieder einmal ein Tweet. Diesmal einer von @biwi_uli, aus dem sich ein kurzer Dialog (immer noch via Twitter) ergab. Der lief darauf hinaus, dass wir doch Twitter einmal dahingehend beforschen sollten welche Rolle es (für uns) im akademischen Kontext spiele. Erste Gedanken zur Frage (eher in Form eines Brainstormings) im Folgenden.

[Dazu werde ich im Übrigen auch noch einen wissenschaftlichen Text lesen und einarbeiten, und zwar: Bihrer, Tremp & Schiefner, 2010; bereits in der Deutschen Nationalbibliothek bestellt; das ist im Übrigen auch einer der grundlegenden Unterschiede zwischen "Ganz-Drin-Akademikern" und mir: Erstere lesen und verarbeiten zuerst den wissenschaftlichen Text und schreiben dann, ich mach' es umgekehrt ;) ]

Aus meiner Vergangenheit: Empfundene Ausgrenzung

Wer mich näher und länger kennt, kennt das Lied, das ich in regelmäßigen Abständen anstimme: Hochschule ist mitnichten so angelegt, Anlagen des einzelnen Studierenden bestmöglichst zu fördern, sondern vielmehr auf Ausgrenzung hin. Und genau so habe ich Hochschule lange Zeit empfunden, mit der nagenden Frage im Hinterkopf: Findet der interessante Wissensaustausch wirklich hinter für mich verschlossenen Türen statt, oder ist das sowieso alles ein Trugschluss und dieser vermutete Wissensaustausch und die unterstellte Wissensgenerierung findet gar nicht statt?
Mittlerweile bin ich bie der Einschätzung angelangt, dass es solche Momente des “Wissens-Flows” durchaus gibt, allerdings sind diese selterner als man denkt … und finden in unvorhersehbaren Situationen statt.

Wider die Ausgrenzung: Den Fuß in der Tür
Da ich an die Idee der Universitas fest und innig glaubte, habe ich nun – mit den Mitteln, Verfahrensweisen & Strategien die mir eben zur Verfügung standen, doch noch einen Fuß in die Tür bekommen. Zunächst lange Jahre als Verwaltungsangestelle (was einen qua Rolle schon wieder vom akademischen Wissensaustausch ausschließt), schließlich als Wissenschaftliche Online-Tutorin, jetzt als Mitarbeiterin im Bereich eLearning. Dass letztere Position wiederum eine Sonderstellung darstellt, sozusagen ein sich befinden im “Third Space“, wurde und wird mir wiederum nach und nach klar.

Twittern als selbstinitiiertes Hineinsozialisieren ins akademische Feld
Twittern – und nun komme ich zu meinem eigentlichen Punkt (ich hoffe die werte Leserschaft ist mir bis hierher gefolgt ;) ), stellt nun, im Lichte dieser Erkenntnisse, für mich den Versuch des selbstinitiierten Hineinsozialisierens ins (originär) akademische Feld dar.

Dies deshalb, da es dort eine kritische Anzahl an Personen gibt, die in beiden Welten (nämlich in derjenigen von Twitter und der akademischen) zu Hause sind. Dabei handelt es sich bei der aufgefundenen “Schnittmenge” sowohl um Peers, als auch um (in dieser Richtung offene) Lehrende, wobei die Übergänge hier fließend sind. Eine kleine kurzweilige Auswahl, die ich gerne auch als #ff Empfehlung verstanden wissen möchte, findet sich in einem gesonderten (noch zu postenden) Beitrag.

Aber was heißt das jetzt eigentlich, mehr oder überhaupt drin sein, im akademischen Feld?
Man kommt überhaupt erst an bestimmte Informationen und Ankündigungen heran, man verabredet sich vorab zu akademischen Zusammenkünften (zu denen man sonst nie hinfahren würde), man holt sich die Meinung von jemand ein, der sich die gleiche Frage wahrscheinlich auch schon einmal gestellt hat. Z.B.:

- CfPs

- Veranstaltungshinweise

- gemeinsame Teilnahme an Veranstaltungen

- Anbahnung von gemeinsamen Fragestellungen

- Erfahrungsaustausch zu ganz praktisch auftauchenden Problemen

- Open Educational Ressources, wie die Vorträge der Doktorandengruppe
So. Und die wollt’ ich alle auch noch irgendwie erläutern. Aber das mach’ ich Morgen. (Auch) In einem Extra-Post. Ist halt alles Work in Process. ;)

Gibt es jemanden unter euch, für den/die Twitter eine ähnliche Rolle spielt?
Fragt sich, die Foscher-Mons in mir.

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Kleine aber feine Unterschiede – frisch aggregiert


Da habe ich letzte Woche auf Edudip (im Übrigen sehr zu empfehlen) eine kleine Session abgehalten. Das Thema: Twittern für Einsteiger. Nicht das Twittern im Sinne von “Wie melde ich mich an” oder “Wo schreibe ich meine 140 Zeichen rein?” … sondern vielmehr: Was es denn ist/sein könnte, das Menschen am Twittern und an Twitter (ach so sehr) *begeistert*. Das war also das Thema und ich hatte mir auch 10 Aspekte dazu überlegt. Diese kann man sich als Bildchen hier anschauen.

Das beantwortete jedoch nicht die (präsente und drängende) Frage der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Die Frage lautete nämlich: “Was ist denn, nach allem Gehörten, der Unterschied zwischen Twitter und Facebook?”.

Die Frage war mir so gänzlich neu und machte mich ganz perplex. Ich konnte sie auch – wiederum ehrlich gesagt – so aus dem Stand gar nicht beantworten, insbesondere da Twitter und Facebook für mich ganz und gar nicht vergleichbar sind. Je länger ich jedoch darüber nachdenke, desto einsichtiger wird mir die Frage. Da wie dort gibt es ein Feld, in das ich war reinschreibe. Da wie dort kann ich einen Link einfügen. Also doch gleicher als (ich) gedacht?

Für mich war die Frage – so vorab – nicht einsichtig, weil ich
- Twitter ständig nutze, Facebook nur rudimentär,
- auf Twitter nur Menschen folge, deren Input mich brennend interessiert, während ich auf #fb alles adde, was nicht bei drei auf den Bäumen ist,
- Twitter-Statements in 140 Zeichen für die intelligenteren und witzigeren im Vergleich zu #fb-Statements halte,
- Twitter einfach meine Kür ist und #fb nur ‘ne lästige Pflicht.

Aber das wird mir alles erst jetzt und nach und nach klar, während ich so darüber nachsinnend vor mich hinformuliere. Klar habe ich die Frage gleich mal auf Twitter UND (ausnahmsweise auch) auf #fb gestellt. Der konkrete Text (der Frage) lautet(e): “Vielleicht wissen ja #opco11′er Antwort in 140 Zeichen? Unterschied zwischen #twitter und #facebook? #fb”. Hier eure Antworten, die ich für absolut inspirierend, wahr und interessant halte:

Art des Humors
Zunächst im für mich ganz typischen (und von mir goutierten) Twitterer-Humor @Konrad: “Na, der Unterschied liegt eben in den 140 Zeichen!”, @herrlarbig - in noch extremerer/eindeutiger Form – artikuliert seine Twitter-Vorliebe (verglichen mit Facebook) in der klaren Ansage: “Twitter nutz ich, Facebook nicht.”
@vilsrip mit seinem “Auf Twitter bekommt man darauf indiv. Antworten, auf FB erstellst du dafür unflexible nichtssag. Balkengraphikumfragen” schlägt mit unverkennbarem Twitter-Humor in eine parallele Kerbe.

News vs. Beziehung
@ckoudela wie auch @heinz sehen den wesentlichen Unterschied in den Begriffen News/Inhalt/Content vs. Beziehung:
“#twitter – short messages & inhalt #facebook – soziales miteinander #opco11″, so das Statement von @ckoudela, und “Twitter ist ein News-Austausch-System, Facebook konstruiert und verwertet den Social Graph – ist ein Beziehungssystem”, so @heinz.

Hier würde ich auch die Hinweise Jürgen Ertelts einordnen (man beachte die außerordentlich unterschiedliche Art der Informationsübermittlung an mich je nach Kanal):
„Twitter zwitschert Schwarm-Nachrichten mit kurzem Verfallsdatum und ohne Personenbindung, Facebook bildet Gruppen von Personen, die ihre Nachrichten abgegrenzt betrachten und kommentieren“, via Facebook
oder in kürzer via Twitter:
“Twitter zwitschert Schwarm-Nachrichten m. kurz. Verfallsdatum u. ohne Personenbindung, – FB bildet Gruppen, die Infos abgrenzen.”

Peter Ringeisen hält die Kontakte u.U. für unterschiedliche je nach Plattform, bei Überschneidung oder Deckungsgleichheit zieht er ebenso den Inhalts-Beziehungs-Graben:
„In Ergänzung meiner Twitternachricht: Es kommt halt immer drauf an – nämlich darauf, wen du als Followers bzw. als Freunde um dich versammelt hast. Aber wenn es sich um dieselben handelt (eine gewisse Überschneidung wird es sicher geben), dann ist die Korrespondenz via Twitter textzentrierter – bei FB wird es durch Fotos und evtl. andere Hintergrundinfos persönlicher.“

Relativ klar abgetrennte Gruppierungen sind dies für Christian Schmidt
„Zwar kein aktiver #opoc11′er, aber: 2 verschiedene Netzwerke, in meinem Fall mit 2 verschiedenen Personenkreisen, die ich auf 2 unterschiedliche Arten nutze.”

Grad der (gefühlten) Privatheit
@biwifuhagen konstatiert die grundsätzlichere Offenheit von Twitter gegenüber Facebook:
“Vielleicht so: Meine Tweets kann auf Twitter jeder lesen, auf Facebook ist eine Freischaltung erforderlich.” Oder in den Worten von @wruge (Wolfgang Ruge)
“Twitter: Offenheit als Prinzip. Facebook: Illusion von Privatheit.”
Und Beatrice Winkler erinnert an eine der eingängigsten Metaphern der letzten Zeit, die durchs Social Web (weiter-)getragen wurden, die auch mir gelegentlich untergekommen ist, deren Quelle ich aus dem Stand heraus jedoch genausowenig bestimmen mag.
„facebook = die leute, mit denen du in die schule gegangen bist. twitter = die leute, mit denen du gern in die schule gegangen wärst. :) ps: geklaut, weiß aber nicht mehr, von wem.“

Als absolute Abschlussschmankerln die Statements zweiter Power-Frauen, die ich beide persönlich kennenlernen durfte: @hamster44, die mir via DM steckte, dass sobald #facebook für sich entdeckt werde, alsbald das ohnehin nicht allzu vorlaute Getzwitscher wieder eingestellt werde (woraus ich schließe, dass #fb “leichter”/eingängiger zu handhaben ist?) … und das Sahnehäubchen von @basadai (Malu Schaefer), das ihr euch als Betthupferl auf der Zunge zergehen lassen dürft:
“Auf FB kannst mehr schreiben, auf Twitter mehr quatschen – ganz einfach! ;-) “.

Genau. So einfach. :) Eure mons7

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Über die virtuelle Art, “Herzlichen Glückwunsch” zu sagen


Dieses Jahr war mein Geburtstag irgendwie anders als letztes.

[Zum Hintergrund]
Ich hatte mich zwischenzeitlich (wieder) bei XING angemeldet, auf Facebook – trotz immer wieder aufwallender Debatten und Gedanken zum Datenschutz – mein (richtiges) Geburtstagsdatum hinterlegt… und war in den letzten Monaten vermehrt auf BarCamps und auf Twitter unterwegs.

[Zur Folge]
Die Folge: Letzten Geburtstag blieb dieser online so gut wie unbemerkt (da Datum von mir “unhinterlegt”), diesen wurde mir wild durcheinander auf virtuelle Art und Weise gratuliert.

[virtuell gratulieren]
Zunächst einmal: jeder einzelne Gruß von euch hat mich überaus gefreut, in der Gesamtheit waren die Glückwünsche überwältigend. Wieder einzeln angeschaut, ist mir Folgendes ins Auge gefallen.
Die Plattform, der spezifische Kanal auf dieser in Verbindung mit der Wortwahl stellen einen ungeahnt vielfältigen “Werkzeugkasten” dar, Herzlichen Glückwunsch zu sagen.

Plattform
Zunächst einmal die Plattform. Krieg ich die Wünsche über XING? Twitter? Facebook? … vielleicht auch via E-Mail oder nutzt da jemand das Telefon?? Oder fährt da jemand gleich zwei- oder sogar mehrgleisig?

spezifischer Kanal
Wobei das ja alles noch recht unspezifisch ist… via Twitter kann ich ja eine DM schicken, eine @reply, einfach einen Tweet mit @ drin absetzen … und auch mit dem Telefon kann man/ frau ja sowohl telefonieren als auch smsen …

Wortwahl
… ein dritter (nicht zu unterschätzender) Faktor ist die Wortwahl/ sprich Formulierung des Glückwunsches. Verwendet der Sender/ die Senderin das Sie? (Dieses Jahr haben mir erstmals (sic!) Menschen gratuliert, die mich Siezen (das muss an XING liegen ;) )… ist der Glückwunsch in tradioneller Art und Weise formuliert (und damit in jegliche Richtung interpretierbar)… oder befinden sich darin Anspielungen auf gemeinsame Erfahrungen aus der Vergangenheit, die u.U. nur von mir als Empfängerin interpretierbar sind? …

[Unschärfe Dekodierung der Glückwünsche/ These]
… und ja, ich geb’s zu… dieses alte Sender-Empfänger-Modell sagt ja, dass da eben immer zwei beteiligt sind… aber trotzdem glaube ich, dass die Übersendung virtueller Geburtstagsgrüße – auch wenn nur von der einen Seite, nämlich mir, interpretiert – etwas aussagen über

-> die Beziehung zueinander
-> über das Potential der Beziehung zueinander und
-> über die Vorstellung der Richtung, in die sich diese Beziehung entwickeln soll.

Beispiele
1. Der Glückwunsch meines AGs war ganz unvirtuell (gleichsam eine Stellungnahme zur Thematik), nett formuliert, übersetzbar mit “bleib wie und WO Du bist” ;)
2. Einen ganz besonders herzlichen Glückwunsch habe ich über DM bekommen.
3. Von einer von mir sehr geschätzten Person habe ich zweigleisige Wünsche erhalten, einen persönlichen und einen in “business”, auch diese Gratulierweise so passend wie unsere Beziehung zueinander.

Wenn ihr mir’s nicht glauben solltet, wartet einfach auf euren nächsten Geburtstag und habt mal ein Auge drauf ;)

Eure @mons7, die jetzt weiter den Sonntag genießen geht.

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