Duecks Aufruf zum metakulturellen Diskurs… oder was ich davon und darunter verstanden habe


Nach und nach habe ich die #rp13 nachgearbeitet. Gestern Nacht mir den Dueck zu Gemüte geführt. Selbst ein Bild machen?

Für mich und euch darunter zusammengefasst, was ich davon (unter dem metakulturellen Diskurs) verstanden habe. Oder besser gesagt ganz konkret für mich abgeleitet habe.

Schritt 1: Akzeptiere Diversität nicht nur, sondern heisse sie willkommen

Ich bin also, da auf der re:publica gewesen ;) … das grüne Bändchen im bunten verfilzten Ball. Und auch ich habe mich mal wieder mit euch andern Gründbändlern – wie hier bereits beschrieben – pudelwohl gefühlt. Besonders vermisst man die Gleichgesinntheit die Tage direkt nach dem Event. So zumindest deute ich Tweets wie diesen.

Schritt 2: Artikuliere Deinen Standpunkt als (kulturellen) Ausgangspunkt, aber in allseits verständlich

Wenn jetzt jede Farbe ihre Daseinsberechtigung hat, dann auch meine. Aber was macht die aus? Der Versuch eines auf den Punkt bringens.

Wenn sich andere über den Unbill der Welt ärgern oder aufregen, lache ich zumeist darüber. Manchmal auch über mich selbst. Das geht aber nur mit einem gewissen Twitter-Humor.
Das Leben setzt sich zusammen aus einer Reihe von Anekdoten. Diese stehen wie Bilder für meine spezifische Haltung, Einstellung, Wertungen. Am leichtesten lockt man einen solchen Einblick aus mir heraus, indem man mich auf die Lernspielwiese schickt.
Arbeit ist zum gut Leben da. Und auch während der Arbeit lebe ich. Höchstleistungen erbringe ich, indem ich den richtigen Moment erkenne… und diesen packe/zupacke.

Schritt 3: In der eigenen Wohlfühl-Community zu verbleiben bringt’s nicht. Ab in die Mitte zu “den Andern”

Und was mache ich dann da? Nun ja. Zumindest nicht Talkshow-Ehe-mäßig schlagabtauschen. So Duecks Aufforderung. Sondern vielmehr

  • Dem Gegenüber Empathie entgegenbringen. (Schwer. Oft.)
  • Wenn’s ans Schlagabtauschen geht, meta-ebene einnehmen. (Noch schwerer.)
  • Auf Hintergrundfolie von dem, was wir “eigentlich” Wollen (Vision) schon mal im Kleinen angefangen etwas Gemeinsames (Neues) entwickeln. (Unmöglich?)

Ich geh’ dann mal bunt.

Wir sehen uns hier und draußen.

Eure @mons7 (Monika E. König)

1 Kommentar

Eingeordnet unter re:publica

The Making of… Folge 1 von Fett&Vierzig


Erstaunlich aber wahr, das Filmen an sich hat den geringsten Zeitaufwand verursacht. Vielmehr waren es zunächst einige Vorürberlegungen, die Zeit und Hirnschmalz gekostet haben. Noch mehr das Zusammenschneiden/Nachbearbeiten des Rohmterials nach vorab gemachten Überlegungen. Aber ich denke mal, mit der Zeit wird’s leichter, geht’s routinierter. Und ich muss nicht die Produktion jeder Folge über einen “The making of”-Post verarbeiten. ;) Hier die Facts.

Verwendete Hardware

Lediglich mein Sony Ericsson XPERIA.

Konzeptionelle Vorüberlegungen

Meine konzeptionellen Vorüberlegungen bezogen sich lediglich auf Länge, Botschaft und Stil. Und waren durch und durch geprägt von meinem Wunsch nach Einfachheit und möglichst schneller Produktion, ich wollte also ein erstes Ergebnis in den Händen halten. Und das schnell. Verbessern kann man sich ja schließlich nicht nur bei der Erstellung eines einzigen Produktes, sondern auch nach und nach. Dann hat man auch noch schön eine Entwicklung, die man irgendwann nachvollziehen kann. ;)

Die Länge

In punkto Länge habe ich an ca. 3 Minuten gedacht. Dies, da ich mir längere Sequenzen (noch) schwieriger zu produzieren vorstelle… und mich erst nach und nach daranwagen möchte. Zweitens aufgrund eines mir gestern von der @e_trude untergekommenen Tweets.

Die Botschaft

Die Botschaft ist klar. Und in einem Tweet,… äh Satz, einfassbar. “Nimm heute mal alle Treppen, die Dir so unterkommen. #challengeofyourday”

Eine Frage des Stils

Hier habe ich mich im Grunde nur gefragt, ob Text in die Planung mit einbezogen werden soll, oder einfach nur verschiedene Szenen zusammengeschnitten mit Audio unterlegt. Schließlich habe ich mich vorerst gegen den Text entschieden, … weil ich ja eh’ so textlastig bin… und gerade ja mal was ANDERES ausprobieren will. Also lediglich Filmsequenzen (mit dem Smartphone wie oben geschrieben aufgenommen) und sprechen erlaubt.

Die Story

Im eLearning (z.B. bei der Produktion von WBTs) macht man ja so Storyboards, an denen genau abzulesen ist, was wann kommt. So genau habe ich das jetzt hier nicht genommen, aber mir trotzdem grob eine Auflistung erstellt. Und auch eine grobe Reihenfolge festgelegt.

Die Story ist, dass ich durch die Stadt gehe… durch meine Stadt, meine alltäglichen Wege… und immer wenn ich auf eine Treppe stoße, die abfilme. Und zwar mit den Alternativen, die sich mir zur Treppe bieten. Die ich dem Angucker dann natürlich madig machen will. Also zweitere.

Geplante Aufnahmesequenzen

  • Darstellung von Unwilligkeit: Hund will die Treppe NICHT runter.
  • Leichtes Spiel: Treppe und entgegengestzte Rolltreppe.
  • Schweres Spiel: Treppe und in gleiche Richtung fahrende Rolltreppe.
  • Vorteile von Treppenlaufen, Treppenlaufen schmackhaft machen. Via Argumenten… noch zu überlegen. ;)

Schritt für Schritt zum Schnitt

Ja. Hier bin ich mir letztendlich wirklich nicht schlüssig. Mit was soll ich schneiden? Anscheinend kann man sogar direkt auf YouTube rudimentär schneiden, habe ich aber noch nicht ausprobiert. Dann habe ich natürlich iMovie auf dem Laptop. Und mir vor einiger Zeit sogar das sündhaft teure FinalCut pro zugelegt. Aber je komplexer,… desto weniger schnell die Bedienung zu lernen, so meine Erfahrung. Popcorn? Könnte ich mir für meine Zwecke auch nochmals anschauen. Ich sollte mich entscheiden. Aber mal schnell.

Denn mittlerweile hat die @biwi_uli schon mal als Antwort ein eigenes YouTube-Video produziert.

#respekt. Ich bin begeistert! Aber seht selbst! :)

Eure @mons7 (Monika E. König)

1 Kommentar

Eingeordnet unter Fett&Vierzig, Making of, YouTube

Fett & Vierzig. Der neue YouTube-Channel.


Bildschirmfoto 2013-05-16 um 12.27.20 Hier hatte ich es ja schon zum Ende des Artikels hin angedeutet. Es ist/ich bin soweit. Für #youtube. Gleichsam fehlte mir noch die Idee. Die mich just und kürzlich überkam.

Zum Hintergrund – das Geschehen

Eines Morgens war es soweit. Ich schaute in den Spiegel. Und mir wurde klar, dass ich fast 40 war. Und nicht mehr die Schlankeste. Dabei war ich die letzten Jahre nicht ganz untätig gewesen, habe immer mal wieder einen Anlauf genommen, das gute Leben zu leben. Aber bei den Anläufen ist es dann auch geblieben. So habe ich

Eine Mitgliedschaft bei einem Frauen-Fitness-Studio

abgeschlossen. Das war im Januar eines neuen, also des letzten Jahres. Ihr ahnt schon die Pointe. Ich war nur einmal da. Zum Unterschreiben. Auf den Tag ein Jahr später war ich heilfroh, das schlechte Wissen wegen des verschwendeten Geldes wieder los zu sei.

Sportschuhe gekauft

habe ich mir auch. Richtig schöne. So tolle, die man nur in der Halle anziehen kann. Weil man draußen auf 200 Meter sieht, dass die für die Halle gemacht sind. Leider haben die Schuhe die Sporthalle gerade die Straße gegenüber nicht viel öfter gesehen als ich oben besagtes Fitness-Studio von innen.

Einen Wok gekauft

habe ich auch noch. Ihr merkt schon, immer schön viel Geld ausgegeben, für das gute Leben, ohne es dann tatsächlich auch zu leben. Hintergedanke beim Wok war, dass ich dann von heute auf Morgen zur Gemüseesserin mutiere. Natürlich einer, die nur knackiges Gemüse mag. Mit Sojasoßen-Flavour.

Aber wenn das doch alles nicht geklappt hat, was soll dann gehen. Bzw. um was soll’s gehen, im Fett&Vierzig?

Um was soll’s gehen?

Große Veränderungen klappen anscheinend (zumindest bei mir) nicht. Aber die kleinen Dinge, die könnten funktionieren, so man sich dann und wann an sie erinnert. Welche das sein sollen?

Gibt’s ein Beispiel?

Aber klar! Viele. Z.B. der Klassiker. Treppe statt Rolltreppe. Treppe statt Fahrstuhl. Die einzelnen Episoden stellen dann immer eine dieser Kleinigkeiten für mehr Bewegung und mehr Freude im Leben in wenigen Minuten vor. Und wie mir das Tun derselben gelungen – oder eben auch mal nicht gelungen – ist. Unendlich viele Ideen habe ich dazu nun aber auch nicht.

Deswegen zähle ich auf euch! Gebt mir Input! Hier oder im Channel! Ich setze eure Tipps (so sie nicht gar zu schrecklich für mich sind ;) ) sofort in die Tat und YouTube-technisch um. Versprochen.

Und wo bleibt das Intro?

Tja. An dem schneide ich noch herum. Garnicht so ohne, so ein schnittiges Video zu produzieren, wie ich jetzt merke. Demnächst aber verlinkt. Und zwar hier.

Im YouTube-Fieber

Eure mons7 (Monika E. König)

11 Kommentare

Eingeordnet unter YouTube

#rp13 Nachlese(n) – Von den YouTube-Stars online lernen


Das ist doch ein interessantes Gespräch. Danke, ihr drei jungen #YouTube r. Die da sind Amy (DiamondOfTears), Simon (UnGespielt) und LeFloid (LeNews).
Und für euch andern unten die Essentials daraus.

Was ich so rausgehört/draus gemacht habe.

Wie man auf YouTube erfolgreich wird.

Indem man anders ist als die vielen Anderen, die sich auf YouTube so videoproduzierend herumtreiben. Aber in sich dann auch wieder konsistent. Ich habe mir die Produktionsreihe der drei mal ein wenig näher angeschaut. Und ich muss sagen, obwohl ich jetzt keine Person wäre, die hier spontan den Abo-Knopf gedrück hätte, so muss ich anerkennend bekennen, dass alle drei schon etwas haben, aufgrund dessen man das tun könnte. (Und haben ja auch so Einige, so man mal einen Blick auf die Abo-Zahlen wirft: Stand: 13. Mai, Mittagspause, Amy: knapp 28T; Simon: knapp 95T; LeFloid um die 631T).

Was mir an Amy aufgefallen ist

Amy z.B. würde ich nicht unbedingt ins Abo nehmen, da ich mich für (Klein-)Kinder nicht so interessiere. Ich bin eher diejenige mit Hund daheim. ;) Ja, ich weiss, ich bin Erziehungswissenschaftlerin. Aber selbst schon während meiner Studienzeiten hatte ich mich auf Erwachsenenbildung/Berufspädagogik spezialisiert). Aufgefallen bei Amy ist mir allerdings, dass es sich beim YouTuben (auch) um eine Art “Kunstform” handelt.

Was mir an Simon aufgefallen ist

Bei Simon kommt m.E. ziemlich stark heraus, wie mitreißend Authentizität und Spass an der Sache sein kann. Er ist m.E. (auch) so erfolgreich, weil mit und von ganzem Herzen Gamer.

Was mir an LeFloid aufgefallen ist

Bei LeFloid ist mir das Zelebrieren des Andersseins besonders ins Auge gestochen.

Und um also (irgendwie) anders zu sein, dazu muss man sich erst einmal ausprobieren. Bis man eben wahrnehmbar anders ist.

YouTube als Ausprobier-Spielplatz. Oder Ausprobier-Hölle.

Um eine eigene Andersartigkeit zu entwickeln, braucht es einen Spielraum. Und der ist auf YouTube anscheinend groß. Warum wir, die wir YouTube nicht in der Art und Weise nutzen, diesen Spielraum eben nicht nutzen kann ich mir spontan nur so erklären, dass dieses Spielen und sich Ausprobieren eben öffentlich passiert. Ja passieren muss, da ich ja sonst keine Rückmeldung erhalten kann. Hat man sich allerdings schon eine kleine Reputation über andere Mittel aufgebaut, so scheut man sich natürlich dies zu tun, da sich das auf bereits bestehendes eben negativ auswirken könnte.

YouTube als Weiterentwicklung vom Schreiben her kommend.

Was mir durchaus Mut gemacht hat, mich trotz allem auch mal auszuprobieren, ist die Aussage von Amy, dass sie für sich das Vloggen als eine Art Weiterentwicklung vom Bloggen her betrachtet, sich ihre Aktivitäten auf YouTube gleichsam aus dem Bloggen heraus entwickelt haben, da das Bloggen am Anfang war. Nun ja, bloggen tue ich ja offensichtlich schon, wird wohl Zeit für eine kleine Weiterentwicklung? ;)

Geld kommt hernach.

Bei allen Dreien kam heraus, dass das mit dem YouTuben Geld verdienen keinesfalls am Anfang stand. Dies schon einmal deshalb nicht, da sie am Anfang gar kein Geld damit machten/machen konnten. Mittlerweile sieht das wohl ein bisschen anders aus, einer der beiden Jungs (ich muss nochmals nachschauen, welcher es war) finanziert immerhin sein Studium damit). Als das Geld dann aber (in welcher Menge auch immer) anfing zu fließen, hatten wiederum alle drei auch keinerlei Probleme damit, dies anzunehmen. Insbesondere deshalb, da ja auch ein Gutteil an Arbeit für so einen Produktion anfiele. So hat Amy beschrieben, dass eine Episode mit Aufnahmen, Zusammenschneiden, Schönmachen so etwa 5 Stunden ihrer Zeit in Anspruch nähme. Und auch wenn man das noch so gern macht, “kostet” es eben trotzdem Zeit und Energie.

Werbung? Kommerz?

Folgerichtig haben – wiederum alle drei – auch keinerlei Probleme damit, Werbung zu schalten, so es geht die Kommerz-Schiene zu fahren. Das war mir insofern sehr sympathisch, als beim Gespräch darüber die Art der Leichtigkeit des Nehmens und Gebens rüberkam, … ganz anders als dem oft begegneten Moralinsaueren bei manchen Bloggern (u.a. auch bei mir,… nein, Werbung schalt ich nicht, die die da ist, ist nicht von mir. ;) ).

Und jetzt?

Machen. Wie’s ja der Lobo schon empfohlen. Wir seh’n uns also auf YouTube?

Eure mons7 (Monika E. König) – in VExperimentierlaune.

2 Kommentare

Eingeordnet unter Seminare und Weiterbildung, Veranstaltungen, Web 2.0

#rp13 Nachlese. Open Journalism. Machen wir das nicht alle schon irgendwie?


Tolle Sache. Die Übersicht mit den verlinkten YouTube-Aufzeichnungen. Klasse. Nächstes Jahr werde ich nur noch networken, und inhaltlich einfach alles nachschauen. ;)
Wie z.B. den Vortrag von Daniel Bröckerhoff. Der als @doktordab twittert. Auch mal schaun?

Da zählt er ganz zu Anfang 10 Grundsätze von Open Journalism auf (die er von @alanrusbridger hat). Die ich hier mal in Kürze und eigenen Worten wiedergeben mag. Und sogleich kommentieren, dass wir das doch in der Art eh’ schon alle machen. So als Blogger. Heisst das, wir sind alle Open Journalists, nur dass uns keiner dafür bezahlt? Der einzige Unterschied also der des Vergütetwerdens?

10 Grundsätze

#1 – Kommentare/Feedback sind gewollt.

Ich bin mir gar nicht so schlüssig, was ich lieber mag. Viele Zugriffe auf meinen Blog (und auch hier wieder… ist es besser, man hat weniger Menschen, die draufgehen… aber gleich mehrere Posts durchlesen?) oder aber viele Kommentare. Ich schreibe hier “oder aber”, da beides nach meiner Erfahrung selten zusammenkommt. Unter dem an einem Tage meist gelesen Post von mir (der hier – zu Twitter) finden sich kaum Kommentare, nämlich gerade mal elf. In Kurz: Kommentare sind i.d.R. durchaus gewünscht von Bloggern, insbesondere von mir. Gerade auch solche, die nicht konform gehen mit dem zuvor von mir verbratenen. Ein bisschen empfindlich bin ich höchstens in punkto Tonalität.

#2 – Gegenseitiges (statt enseitiges) Publizieren

Das Publizieren ist als Blogger ohnehin meist Gegenseitiges, denn woher sollte man seine Inspiration erhalten, denn aus dem Netz? Wir haben keine Auftraggeber, keine Themengeber, also nimmt man, was einem a) unterkommt, b) relevant erscheint, c) verlinkbar ist.

#3 – Wir veröffentlichen Zwischenergebnisse

Oder alles ist beta. Alles sind Zwischenergebnisse. Wenn ich Endergebnisse in meinem Fachgebiet veröffentlichen wollte, so würde ich das in Form von wissenschaftlichen Artikeln tun. Zwischenergebnisse auch deshalb, weil die meisten von uns Aspekte thematisieren, die uns beschäftigen, über die wir noch nicht zu Ende gedacht haben. Oder über Themen, bei denen kein Ende abzusehen (wie z.B. den MOOCs).

#4 – Wir sind Teil eines Community-Building-Prozesses

Natürlich sind wir Teil einer Community. Ich der Edu-Community. Wäre ich das nicht, hätte ich ja keinerlei Leser. Außer vielleicht derjenigen, die es via Google auf mein Bloglein spühlt. Nach den Suchworten jedoch zu urteilen über die die hier gelandet sind (die die mir WordPress anzeigt) bezweifle ich allerdings stark, ob die wirklich finden was sie suchen. ;)

#5 – Wir sind (über Verlinkungen) ins Internet eingebunden

Und das mehrererlei. Einmal z.B. über die Blogroll, auf die ich an dieser Stelle mal hinweisen will (solange ich sie noch habe. ;) ). Über die Inspirationen, aufgrund derer wir schreiben, wie ich z.B. hier über ein YouTube-Video. Über die Quellenangaben und sonstigen Verlinkungen, die wir in unsere Texte einbauen. Wie z.B. oben auf die Twitter-Accounts des Vortragenden und demjenigen, auf der sich ersterer mit seinen 10 Grundsätzen bezieht. (Was allerdings ja auch wieder eine Art Quellenangabe darstellt.)

#6 – Wir sammeln, fassen zusammen, kommentieren Werke anderer

Wie hier mit diesem Artikel ja getan. Im Grunde gebe ich bestimmte Aspekte des Gesagten wieder, jedoch nich in wörtlicher Rede sondern in meine ureigenen Worten (und verändere damit z.T. die Information) und erweitere/kommentiere bestimmte Aspekte gleichzeitig, wie z.B. die Grundsätze von Open Journalism auf unsere Art des Publizierens als Blogger zu beziehen.

#7 – Wir wissen, dass wir nicht die Einzigen sind, die Ahnung von was haben

Denn wenn wir das nicht wüssten, wären wir größenwahnsinnig,… oder aber in Vorstandsetagen bzw. gleichwertigen Positionen tätig. Anstatt abends und wochenends zu bloggen. ;)

#8 – Wir stellen Unterschiede dar, aber auch Gemeinsamkeiten her

Bestes Beispiel die Diskussionen (hier und anderorts in Blogs) zu xMOOCs und cMOOCs, was die Unterschiede zwischen denen sind, aber auch Einigungsprozesse darüber, welche wir nun gut finden, was wir – als Community – supporten wollen, ob wir Begriffs-Capturing bein amerikanischen Elite-Universitäten aus Marketing-Zwecken unterstellen… und und und.

#9 – Zu Publizieren ist der Anfang, nicht das Ende eines Prozesses

Denn erst wenn ich überhaupt etwas veröffentliche, mache ich ja eine Diskussion, einen Austausch über die Thematik möglich.

#10 – Korrigierte Fehler und Weiterentwicklungen sind nachvollziehbar

Verpönt ist es in der Tat, einmal Publiziertes in einem Artikel im Nachhinein abzuändern. Dies insbesondere deshalb, da zu einem späteren Zeitpunkt dann die Kommentare zum Text oben nicht mehr passen. Wann ich es tue? Wenn es um Tippfehler geht. Die bessere ich gnadenlos und ohne Kennzeichnung aus. Inhaltliche Ergänzungen oder Richtigstellungen mache ich (was aber ganz ganz selten ist, da ich Ergänzungen z.B. ja auch über eigenen Kommentar hinzufügen kann) kenntlich, neuerdins sogar mit Datum.

Wenn also schon die Grundsätze die gleichen sind, nach denen wir als Blogger vorgehen wie diejenigen von Open Journalists, dann sind doch wahrscheinlich auch die Vorteile und die Risiken die gleichen, oder? Schaun wir mal.

Chancen, z.B.

#1 – Echte Menschen als Gesprächspartner

Erstaunlich fand ich während des Vortrages, dass sich Journalisten in Ihrem Alltag oft Ordnern/Unterlagen/Geschriebenem gegenüber konfrontiert sähen, an echte Menschen heranzukommen eine echte Herausforderung sei. Man gehe dann über Freunde, Freunde von Freunden. Hier kann eine gute Community reichhaltig Hilfe bieten, Stimmen/Perspektiven von echten Menschen zu bekommen. In dem Moment wurde mir erneut klar, wie wertvoll ihr eigentlich für mich seid. Ihr seid echt. Nicht nur Text. Zwischen Ordnerdeckeln.

#2 – Quellen können offengelegt werden

Einfach durch Verlinken. Mit Büchern geht’s schon schwieriger. Aber die kann man ja – wie im wissenschaftlichen Bereich üblich – auch einfach zitieren. Macht nur ein bisschen mehr Arbeit. Und ist für den Rezipienten – also Dich – schwerlicher zu überprüfen/einzusehen. Wenn man nicht gerade eine gut ausgestattete Bibliothek in der Nachbarschaft hat. Von daher ziehe ich mittlerweile das Verlinken vor.

#3 – Qualitätssicherung

Insbesondere Tippfehler, sonstige Schreib- und Formulierungsfehler werden mir immer mal wieder – meist via eMail, weil ihr so höflich seid – mitgeteilt. Die bessere ich dann immer gleich aus. Mal ein ganz ganz herzliches Dankeschön an euch, die ihr es schon gelegentlich getan habt. Das weiß ich sehr zu schätzen. Denn auch eine korrekte Rechtschreibung, nicht nur die Formulierungen, lässt einen einen Text lieber lesen.

#4 – Persönlichkeit und Lernen kommt mehr in den Vordergrund

Texte werden, ja, vielleicht auch subjektiver. Aber dadurch, dass man weiß, wer den Text geschrieben hat, wie der dazu kam, diese Position einzunehmen die er gerade einnimmt, gibt ja weitere Hintergrundinformation, die einem das Textverständnis erleichtert. Oder geht’s nur mir so?

Nachteile, z.B.

#1 – Zeitaufwand

Das Bewegen im Internet kostet Zeit. Ihr kostet Zeit, euch zu lesen und zu verfolgen. Diesen Artikel zu schreiben, mir Gedanken zum Thema zu machen, … kostet mich mittlerweile etwa 2 Stunden Zeit. In denen ich besser ein Buch zum Thema Open Journalism gelesen hätte?

#2 – Verzettelung

Manchmal ist es in der Tat nicht ganz einfach. Sich zu fokussieren auf wenige Themen, die ich wirklich weiterverfolgen möchte. Lernen und Kommunikation sind breite Felder, allein schon beim Thema MOOC ist die Literatur, die tagtäglich via Weblinks alleine über Twitter hereinkommt (auch sehr viel englischsprachiges), (für mich) nicht zu rezipieren.

Und dann auch noch weitere Felder, in die ich mich gerne vertieft hineinlese und -höre. Schreiben in Digitalien. Kommunikation via Soziale Medien. Was ja auch schon wieder richtig breite Felder sind, in denen Beschränkung Not tut.

#3 – Kommt evtl. beim Arbeitgeber nicht gut an

Zumindest wenn man es während der Arbeit täte. ;)

Fazit

Im Grunde fühlt sich der Vortrag nach nicht neu an, da er das für Journalisten fordert, was wir hier im Netz ja ohnehin schon leben. Aber was mich wundert ist, dass Journalismus dann i.d.R. so anders zu funktionieren scheint. Ganz anders, als ich mir das vorgestellt habe.

Eure mons7 (Monika E. König) die gerne für und mit euch schreibt. Und sich fragt, ob sie sich jetzt Open Journalist nennen soll? ;)

2 Kommentare

Eingeordnet unter Konferenzen und Unkonferenzen, Rezensionen, Weblog

Zur #SoMM Blogparde: (Meine SoMe)Faszination ist… Kommunikation!


Kommunikation 2.0 Bildquelle.

Ich wollte es schon länger einmal ausdrücken. Was mich (immer noch und immer wieder) so fasziniert, an und in den Sozialen Medien. Den Anstoß zur Veräußerung meiner Gedanken dazu hat mir nun eine Blogparade verpasst. Diejenige der Stefanie Bauske, zum Thema “Faszination Social Media“.

Und das was mich so fasziniert auf ein Wort gebracht ist (schlicht und einfach) Kommunikation!

Aber was tue ich eigentlich, wenn ich – wie hier über das Netz – kommuniziere?

Kommunikation als Frage.

Egal was auch immer ich in die Sozialen Medien hinein publizieren, wie (via Tweet, Blogpost oder oder) und wo (im Blog, auf Twitter, auf G+, sogar auf Facebook ;) ) ich etwas in die Sozialen Medien hinein publiziere. Und auch wenn es sich um ein Statement handeln sollte. Dieses Hineinpublizieren beinhaltet – wenn auch dann und wann nur implizit – auch einen Frage. Die Frage, wie steht ihr dazu? Was ist eure Haltung dazu? Gibt es einen Aspekt (oder mehrere) die ich gar nicht sehe? Fehlt mir eine oder mehr Erfahrung dazu, wie sieht es mit der Gewichung aus?

Meine Publikationen ins Netz sollen euch fordern. Herausfordern. Euer Wissen mit mir zu teilen. Stellung zu beziehen, euch zu positionieren.

Kommunikation als Beeinflussung.

Insofern könnte man Kommunikation über die Sozialen Medien – klingt das böse? – als Beeinflussung interpretieren. Ich beeinflusse schon allein durch meine Hineingaben. Werde beeinflusst nicht nur durch die Gaben der anderen Beteiligten, sondern noch in viel größerem Maße durch Stellungnahmen auf meine Hineingaben hin. Mag sein. Das Gute daran, zumindest im Vergleich zu Face-to-Face-Beeinflussungen im Folgenden. Hier gibt es nämlich zweierlei Vorteil, so zumindest aus meiner Empfindung heraus.

Beeinflussung ist mehrperspektivisch.

Bespreche ich privat mit einer Person über mehrere Tage eine Thematik. So kann es passieren, dass ich irgendwann – aufgrund rhetorischer Überlegenheit oder auch Wiederholung oder auch anderen Gründen – die Position des Gegenübers übernehme. Es kann aber auch sein, dass sich die Position des Gegenübers nicht so ganz richtig anfühlt, ich also immer mehr auf meiner beharre. Die sich zwar auch nicht richtig anfühlt, aber zumindest richtiger. ;) … Da lobe ich mir doch die Mehrperspektivität im Netz. Da gibt es so viele Perspektiven, dass ich mich nicht (sofort) auf die Meinige versteifen muss. Da kann ich mich an den Perspektiven der Gegenüber ausprobieren.

Beeinflussung läuft i.d.R. asynchron statt.

Aber nicht nur das. Ich muss zur vom einzelnen Gegenüber vorgetragenen Meinung nicht gleich Stellung nehmen. Ich kann die Information darin von der Tonalität abtrennen, weil ich Zeit dazu habe. Ich kann den Input setzen lassen. Ich muss nicht gleich ja und Amen oder nein im Leben nicht dazu sagen. So geht es mir ganz oft mit Kommentaren im Blog. Ein Danke erst einmal reicht. Die Früchte wachsen ganz oft und ganz viel später.

Nun ja. Und sich beeinflussen lassen ist auch irgendwie … lernen. ;)

Kommunikation als Einigung.

Aber das wirkt jetzt fast so, als wären wir alsdann irgendwann einfach Atome. Und alle vor uns hinlebend auf unserem eigenen Stern. Zwar infiltriert von Impulsen aus dem Netz und garsolche ins Netz schießend, trotzdem auf unserem eigenen Stern. Kommunikation in den Sozialen Medien bedeutet aber doch letztendlich (zumindest für mich) auch Einigung. Und zwar mit den Menschen, die ich als meine Community empfinde.

Langfristig erarbeite ich mit meiner Community Wissensinhalte, über die eine Art Konsens besteht.

Kommunikation als Einübung von Kommunikation.

Und dieses Konsens herstellen, aber auch aus einem Abstand heraus Meinungen in Erwägung ziehen, ohne sich gleich dazu äußern zu müssen oder auch nur zu wollen, das will ja auch eingeübt sein. Eben nicht gleich zurückschießen, weil sich ein Kommentar zu einem BlogPost von mir erst einmal fremd oder frech anfühlt. Oder auch – z.B. auf Twitter – auch einmal spontan Stellung zu beziehen, obwohl ich den Gedankenkomplex noch nicht einhundert Mal durchdacht habe.

In den Sozialen Medien übe ich gleichzeitig das ein, was ich eben dort tue. Zu kommunizieren.

Kommunikation als Einblicke in Welt.

Aber nochmals kurz zurück. Zu den Impulsen. Diese Impulse öffnen mir ganz ganz oft ganz ganz fremde Welten. Die ich nicht verstehe. Lediglich zur Kenntnis nehme. Manchmal fasziniert, manchmals überrascht, schockiert. Die Sozialen Medien geben mir Einblicke in Welten anderer. Wie auch immer ich die zunächst bewerten mag. Zunächst. Denn eventuell werde ich in genau diese in meiner Zukunft eintreten. Und den Wahrheitsgehalt der Aussgen darüber, wiederum lediglich aus meiner subjektiven Sicht, aber irgendwie auf relevante Art und Weite überprüfen können.

Komminikation als Glücklichmacher.

Das klingt jetzt langsam alles ziemlich kompliziert. Mag sein. Macht aber glücklich. Es macht mich glücklich, mit euch in den Sozialen Medien zu kommunizieren. Und es fasziniert mich. Immer noch und immer wieder.
Danke liebe Stefanie, für Anstoß und Inspiration. Und jetzt natürlich noch die obligatorische Frage. Ihr so?

Eure mons7 (Monika E. König)

1 Kommentar

Eingeordnet unter Uncategorized

#rp13. Mit 3-facher Offenheit als Credo des Trio MOOCfernale.


Gute MOOCs – böse MOOCs? Openness als Killerkriterium!

Präsentation… und Verschriftlichung

Nun ist sie also vorbei, die #rp13.

Diesmal für mich besonders kurz und besonders intensiv. Mit der Krönung eines gemeinsamen Vortrages des Trio MOOCfernale.

Die Präsentation dazu habe ich oben für euch ja schon – zum Nachklicken – eingebunden, es gibt sogar den ausformulierten Text zum Nachlesen, und zwar hier. Das Einzige, mit dem ich nicht dienen kann ist eine Aufzeichnung, unser Vortrag fand nämlich auf Stage 6 statt, lediglich die Vorträge auf Stages 1-5 wurden aufgezeichnet, nicht diejenigen von 6-9. :(

Meine persönlichen Essentials

Wie ein MOOC in Bezug auf Offenheit gestrickt ist, kann man sich auf einem Kontinuum angeordnet vorstellen. Auf der Offenheitsseite (andere Richtung Geschlossenheit) kann man größtmögliche Offenheit in z.B. folgenden Aspekten erwarten.

Was bedeutet (max.) Offenheit in/für MOOCs?

Ökonomische Offenheit, Offenheit der Lernmaterialien, Offenheit von Plattform und Publikationsformaten, offene Grenzen zwischen Lernen und anderen Bereichen sozialer Praxis. Jörg hat noch hinzugefügt, dass es ja noch weitere Aspekte gebe, die offen(er) gestaltet werden könnten, wie z.B. die thematische Vorstrukturierung… oder wenn man den Gedanken noch weiter treibt überhaupt die thematische Schneidung.

MOOCs sind…

… mediale Aktivität, Form des Publizierens ins Netz hinein, Konversationsform und “Genre”. Erleichternd für mich bei dieser Aufzählung. MOOCs werden davon entlastet, gezielt zum Lernen da zu sein. Sie sind in Wahrheit um Einiges mehr.

Überdenkenswerte These

Die (für mich selbst) überdenkenswerteste These, die wir (gemeinsam) aufgestellt haben ist jetzt so im Nachhinein jedoch

Ökonomische Anreize schaden intrinsischer Motivation.

Ergebnis der Diskussion hernach

Das Ergebnis war im Endeffekt ein solches, das man auch mit/über einen MOOC erhalten hätte können. Jeder kann sich danach “besser” positionieren, hat eine Vielzahl an Argumenten generiert seine Position zu beschreiben und zu begründen.

Auf frohes WeiterMOOCen! In allen Aspekten!

Eure mons7 (Monika E. König)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Konferenzen und Unkonferenzen, MMC13, MOOCs, OER